Northland

05.-07.11.13

Der nördliche Zipfel Neuseelands bietet sich für eine Rundtour geradezu an. So sind wir an der Ostküste hoch und dann an der Westküste wieder heruntergefahren.

Erste Station war Whangarei, ein kleiner Ort mit dem laut Info-Broschüren piktoreskesten Wasserfall Neuseelands. Abends haben wir in Paihia, an der Bay of Islands, gestoppt. Von dort ging es am nächsten Tag an die Nordspitze, das Cape Reinga – where oceans collide and souls depart. Die Tasman Sea und der Pazifik treffen hier aufeinander. Für die Maori ist hier außerdem die Stelle, an der die Seelen der Verstorbenen die Unterwelt betreten. Sie tun dies mit Hilfe eines Baumes, der allein auf einem vorgelagerten Felsen steht. Etwas weiter südlich befinden sich riesige Dünen und die 90 Mile Beach, die aber nur 66 Meilen lang ist. Wir haben das nachgemessen.

Nach einer weiteren Nacht in Paihia haben wir den Waitingi Treaty Grounds einen Besuch abgestattet. Hier wurde 1840 der Treaty of Waitingi zwischen dem Britischen Königreich und den Maori unterzeichnet. Leider war die Übersetzung aus dem Englischen in die Maori-Sprache etwas ungenau. Besondere Unklarheiten ergaben sich in der Definition von Herrschaft. Das Konzept des Landbesitzes war halt ein typisch kolonialistisches und die Maori wurden etwas übers Ohr gehauen. Anders als die Aborigines in Australien ließen sie sich das aber nicht gefallen, sondern starteten einen Krieg, in dem sie die Briten vor große Probleme stellten (sie bleiben in allen Schlachten unbesiegt) und an dessen Ende sich etwas gütlicher geeinigt wurde. Es stehen aber bis heute noch einige Forderungen nach Rückerhalt des Landes im Raum.

Waitangi_pic

Danach sind wir an die Westküste gefahren. Dort habe ich im Waipou Forest meine ersten Kauri-Bäume gesehen, gewaltige Bäume, die nur noch in dieser Gegend übrig geblieben sind. Grund dafür ist zum einen, dass früher von den Maori gerne zum Kanubau u.Ä. verwendet wurden, und zum anderen, dass die Europäer sie auch sehr gerne genutzt haben.

Abends sind wir in Orewa untergekommen, einem Ort, der eine künstliche Skihalle betreibt. Hostelhausherr war Steve, der im Prinzip auf jede Frage nach schönen Reisezielen geantwortet hat: „i-Site.“ (Damit meinte er, dass wir uns in der Touri-Info informieren sollten. Ein Running Gag war geboren.)

Ein Gedanke zu „Northland

  1. Pingback: Motueka – Part 3: Living with a Maori family | One year off

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