Archiv des Monats: August 2013

West Coast Tour: Day 19 – Purnululu National Park to Lake Argyle

23.07.13

Morgens haben einige den Helikopterflug über die Bungle Bungles gemacht, den ich mir aus Gründen des Preis-/Leistungsverhältnisses aber nicht gegönnt habe ($235 für 18 Minuten). Die Fotos habe ich aber trotzdem sehen wollen und gleich von Barbara bekommen. Danke!

Danach hieß es wieder „on the road again“, und zwar eine ziemlich lange Strecke bis nach Kununurra und dann zum Lake Argyle, einem künstlich geschaffenen See. Dort haben wir eine Bootstour gemacht und bei der hat sich das Preis-/Leistungsverhältnis ($25/2 Stunden) wirklich gelohnt, denn ich habe endlich Rock Wallabies gesehen!

Neben einigen Freshies haben wir dann noch den Archer Fish getroffen. Ein lustiger Geselle. Wenn man ein Stück Brot über das Wasser hält, denkt er, es sind Insekten und er spuckt Wasser darauf, um sie flugunfähig zu machen. Wirklich witzig, so von Fischen angespuckt zu werden.

So ein Sonnenuntergang auf einem See ist auch nicht zu verachten.

sunset

Und als Bonus gab es noch einen Mondaufgang (im Camp) dazu.

moon

Die Swag-Nacht war meine liebste. Es hat richtig gewindet und wenn man den Swag-Deckel zugeklappt hat, pfiff der Wind um einen herum, man selber war aber kuschelig warm. Schön. (Nicht ganz so schön übrigens, wenn man nachts mal auf Toilette muss…)

West Coast Tour: Day 18 – March Fly Creek Bushcamp to Purnululu National Park (Bungle Bungles)

22.07.13

Nach einigen recht entspannten Tagen ging es heute mal wieder mehr zur Sache. Morgens über eine sehr, sehr holprige dirt road (für die Adam angeblich auch schon mal vier Stunden benötigt hatte statt der heutigen einen) in den Purnululu NP und gleich zum Echidna Chasm.

Und danach in die „richtigen“ Bungle Bungles. Die Sonne brannte und Tobi hatte ja bekanntermaßen keinen Hut mehr. Gut, dass ich von meinen umsichtigen Kolleginnen Kerstin und Ute noch einen Buff geschenkt bekommen habe (Danke euch beiden!), der ja universell einsetzbar ist, auch als Kopfschutz. Ich war somit „the pirate of the Bungle Bungles“ (Beweisfoto unten).

Auf dem Weg durch den Piccaninny Creek und die Whip Snake Gorge hätte man fast überall Fotos machen können, so faszinierend war es. Ich habe mich aber zurückgehalten. Ein bisschen.

Nach dem dreistündigen Marsch durch die brütende Hitze waren alle echt fertig, sind aber trotzdem auf dem Rückweg noch mit in die Cathedral Gorge gekommen. Das ist der passendste Name einer Gorge, der mir untergekommen ist. Ohne dass wir uns abgesprochen hätten, haben ausnahmslos alle von uns sich einen Platz gesucht und für fünf Minuten ehrfurchtsvoll geschwiegen. Tolle Atmosphäre.

 

West Coast Tour: Day 17 – El Questro Station to March Fly Creek Bushcamp

21.07.13

Da war es dann doch passiert. Ich hatte aber auch wirklich lange durchgehalten und mich schon etwas gewundert. Heute habe ich Sachen verbummelt. Hut und Sonnenbrille waren nicht mehr auffindbar. Wahrscheinlich in der Dusche liegenlassen. Um die unkaputtbare City-Sport-Brille ist es wirklich schade, um den dämlichen Jack Wolfskin-Hut eher nicht.

Da ich mich erstmal über mich selbst geärgert habe, konnte ich die heißen Quellen der Zebedeh Springs gar nicht richtig genießen (war aber auch nicht so spektakulär). Gut, dass dann endlich wieder eine Gorge auf dem Plan stand, diesmal die namens Emma.

emma

Nach dem Mittag am Five Rivers Lookout habe ich dann mein erstes Saltwater croc (das sind die, die auch Menschen essen) gesehen. 20 Meter lang. Und irgendwie kam ich zu nahe heran und es fiel mich an. Ich konnte mich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen und es hat nur mein T-Shirt bekommen.

In Parrys Lagoon Reservoir habe ich dann noch eins gesehen, diesmal ein richtiges. Lag aber nur faul herum.

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Camping mal wieder wild und an einem total schönen Ort. So konnten wir sogar am Strand (des Flusses) schlafen.

West Coast Tour: Day 16 – Durack River Bushcamp to El Questro Station

20.07.13

Nachdem sich einige die Schaufel ausgeliehen hatten (beim Wildcampen gibt’s halt keine Toiletten), guckten wir uns das Liebesnest des Bowerbirds an.

 Bellbird'S Loveshack

Hier empfängt der feine Herr seine Damen, richtet es her, und wenn dann alles vorbei ist, macht er es für die nächste hübsch. So ein Vogel.

Nach einem Abstecher zu einer Aborigine-Begräbnisstätte fuhren wir dann zur El Questro Gorge. Und ja, auch die war umwerfend. Rückblickend vielleicht sogar die tollste Schlucht der Reise.

Unsere Unterkunft war die El Questro Station, eine riesengroße Campinganlage mit Helikopter, Eseln, dem Sänger Chris Matthews (der das beste Geburtstagslied aller Zeiten vorgetragen hat – das muss ich nochmal suchen) und vielem mehr. Abends habe ich übrigens mit Sophia Soße gemacht, das war einigen Leuten ein Foto wert.

 

West Coast Tour: Day 15 – Manning Gorge to Durack River Bushcamp

19.07.13

Was soll ich sagen bzw. schreiben… gorgeous Gorges halt.

Manning Gorge (Tagestour in die Schlucht)

River Barnett Gorge (hier mussten wir erstmal schwimmen und ich konnte meine Kamera nicht mitnehmen)

Hier habe ich zum ersten Mal meine neuen Lieblingstiere gesehen: Flying Foxes. Hatte aber keine Kamera mit im Wasser, deshalb auch keine Bilder. Nach so vielen Gorges in so kurzer Zeit hatten einige Tourmitglieder übrigens die Nase voll von Schluchten. Der australische Fachbegriff dafür lautet passenderweise „to be gorged out.“ Galt aber nicht für mich.

Toll war das erste richtige Bushcamping, so ganz ohne alles, einfach so an einem Fluss. (Fast wie damals in Schweden, Odi.)

camp

West Coast Tour: Day 14 – Windjana Gorge to Manning Gorge

18.07.13

Gorgeous Gorges, drei am Stück:

Bell Gorge

Galvans Gorge

Manning Gorge

Einer der schönsten Orte, an dem ich bisher war. Allen, die dabei waren, hat’s die Sprache verschlagen. Wirkt auf den Fotos natürlich nicht.

Abends sind wir im Dunkeln noch auf die Suche nach Schildkröten gegangen. Da aber keine zu sehen waren, sind wir noch kurz ins Wasser gesprungen. Schöner Abschluss eines schönen Tages.

West Coast Tour: Day 13 – Broome to Windjana Gorge

17.07.13

Heute ging es endlich mal wieder früh los. Teil 2 der Tour begann, Tourguide war Adam, der mit seinen Eltern sechs Jahre durch Australien getourt ist und in dieser Zeit Hometeaching genoss. Die Erfahrung merkte man ihm auch an, er sah häufig Tiere, die sonst niemand sah. Vielleicht hat er aber auch nur geblufft. Der Hauptunterschied der Tour war, dass wir ausschließlich in Swags unter freiem Himmel geschlafen haben. Die Nächte waren aber meist angenehm warm, teilweise haben Leute mit Daunenschlafsack sogar geschwitzt, munkelt man. Der Truck war so ausgerüstet, dass wir komplett autark waren: Tische, Stühle, Gaskocher samt Grill usw. war alles dabei. Camping in Reinnatur also. Cool. Die halbe Besetzung blieb im Vergleich zur ersten Tour gleich, neu dazu kamen die Walker-Familie (Alan, Stephen und Michael) aus der UK, Sophia und Graham  Simon Graham, und mein neuer Sitznachbar (das kommt davon, wenn man höflich beim Beladen hilft und zu spät in den Bus kommt) Stuart from Scotland, nach einem Tag von mir nur noch Disco-Stu genannt.

Nach der Fahrt über den Fitzroy River sind wir am längsten Futtertrog der Welt vorbei zum Prison Tree gefahren. Dieser Boab-Baum wurde früher genutzt, um Aborigines, die zum Arbeiten weiterverfrachtet wurden, festzuketten. Sklavenarbeit gab’s auch in Australien.

02_Prison Tree1

Danach ging’s in den Tunnel Creek, einen Bach, der 750m lang unter einem Berg durchläuft, welcher fleischfressende Fledermäuse beherbergt. Also Stirnlampe auf und rein. Spannend.

Weiter ging es auf die Gibb River Road, laut Lonely Planet eine der letzten wahren Off-Road-Erfahrungen. Kann ich so bestätigen. Krass. Da muss man aber durch, wenn man unser Ziel hat: die Kimberlys, ein Riesengebiet an Bergen und Schluchten.

Abends campten wir in der Windjana Gorge, in der wir den Sonnenuntergang miterlebten und ein bisschen Frisbee und Australian Football warfen. Also die Männer. Wichtiger aber: Jede Menge Krokodile im Fluss. Lagen da einfach so rum, in zwei Meter Entfernung. Gut, dass das Freshies (Freshwater crocodiles) waren, die den Menschen eher nichts tun. Aber wieder was Neues. Toller Tourstart.

West Coast Tour: Day 11 and 12 – Broome

14.-17.07.13

Der Lonely Planet sagt: be prepared for Broome times and Broome prices und hat damit recht. Und er gibt auch einen topp Tipp für gutes Frühstück: The Aarli. Gut, dass man überall Schweizer trifft, die den LP besitzen. (Danke, Barbara!) Wir hatten uns nämlich schon ganz schön verlaufen. Nach dem Frühstück ging es dann mit kleineren Umwegen zum erneuten Abschieds-Lunch in Matso’s Brewery. Bier und Wedges und die ganze Truppe (bis auf die morgens bereits abgeflogene Kristina) nochmal zusammen. Und jetzt hat Duffy auch richtig losgelegt und gleich mal zehn 200ml-Gläser-Bier in ca. zwei Minuten vernichtet. Wir sind gegen 16.00 Uhr los und haben ihn erst abends wieder im Hostel getroffen. War gut drauf. Besonders wenn man bedenkt, dass er am nächsten Morgen wieder zurück nach Perth düsen musste (der sogenannte Broome-Perth-Express, 1000km am Tag im Truck). Ergo nochmal verabschiedet. Und dann ins Bett.

Der nächste Tag lässt sich wieder gut in einem Wort zusammenfassen: Strand. Und zwar ein ganz toller. Abends Fish & Chips. Fertig. Schön.

(Freier Tag = keine Fotos)

West Coast Tour: Day 10 – Pardoo Station to Broome

14.07.13

Ein Sonnenaufgang geht immer noch. Trotz erneutem Aufstehen um 4.30 Uhr leider on the road und nicht am großartigen 80-Mile-Beach (der heißt nicht umsonst so). Hier war der Lonely Planet-Autor bestimmt, als er schrieb: „You can walk the beach for hours without seeing a single footprint in the sand.“

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Und schöne Muscheln gab es auch. Die darf man natürlich auch nicht mitnehmen. Niemals.

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In Broome haben wir noch Dinosaurier-Fußstapfen gesucht (und wahrscheinlich auch gefunden), wurden in unser Hostel gebracht und dann war der offizielle Teil der Tour beendet. Was soviel heißt wie: Jetzt durfte Duffy endlich was trinken. Netterweise hat er aber noch einen Tag gewartet und konnte uns somit noch mit an den Strand nehmen, wo wir uns, natürlich, den Sonnenuntergang angeschaut haben. Schöön. Und dann durfte ich mich noch an einem firestick versuchen. Hat, natürlich, Spaß gemacht und ich habe mir, natürlich, meine Hose etwas versaut. Aber abgebrannt ist nichts. Vom Strand aus ging’s zum letzten gemeinsamen Essen und als dann die ersten zahlen wollten, meinte Duffy plötzlich, dass das nicht nötig wäre. Denn Catherine aus Belgien hat doch tatsächlich die gesamte Gruppe eingeladen. Unglaublich. Und erklären wollte sie es auch nicht.(Mittlerweile kam eine Mail, in der sie es dann doch erläuterte: Sie verdient viel Geld und möchte verhindern, dass dieses in ihrem Leben eine zu große Rolle spielt. Erfahrungen und Eindrücke sind ihr viel wichtiger und das möchte sie uns auch mit auf den Weg geben. Hach, schön. Danke, Catherine!) Wir sind dann wieder an den Strand, haben noch nett zusammen gesessen und sind dann, da Duffy nicht totzukriegen war, mit dem Taxi (nach einigem Warten) zurück ins Hostel.