Die folgende Story hat mich während meines ganzen Australienaufenthaltes begleitet, in verschiedenen Variationen und Ausprägungen. Ich habe hier mal meine favorisierte Version niedergeschrieben:
Die Geschichte der Cane Toads macht gut deutlich, warum die Australier so pingelig sind, wenn es um die Einfuhr von fremder Flora und Fauna geht. So hatte vor gar nicht allzu langer Zeit in einem nicht allzu weit entfernten Örtchen, nennen wir es Mossman, ein gar nicht allzu heller Farmer eine Idee, wie er die ganzen blöden Käfer, die seine Zuckerrohrfelder befallen haben, loswerden könnte. So importierte er einen kleinen Koffer mit ein paar Handvoll Kröten aus Südamerika, deren Leibspeise die bereits vorgestellten Käfer sind, und setzte sie in seinem Feld aus, auf dass sie alle blöden Käfer auffressen sollten. Was er leider nicht bedacht hatte, war, dass die Kröten nicht springen können, geschweige denn an dem Zuckerrohr hochlaufen können. Die Käfer ihrerseits aber schon. Das taten sie dann, als sie merkten, dass man ihnen nach dem Leben trachtete, auch. Und die Kröten guckten wohl gleichzeitig dumm aus der Wäsche und hoch auf die Käfer in den Zuckerrohren.
So weit, so dämlich. Was nun aber extrem ungünstig war, ist die Tatsache, dass sich die Kröten – sei es aus Langeweile ob der Untätigkeit oder einfach so – in einer unglaublichen Geschwindigkeit vermehrten, noch bevor der werte Farmer auch nur daran denken konnte, sie wieder einzusacken. Und so waren binnen kürzester Zeit ganze Landstriche von diesen Kröten durchzogen. Das klingt jetzt erstmal nicht nach einem immensen Problem, wenn man aber bedenkt, dass diese Kröten für Menschen hochgiftig sind, wird das Ausmaß dieses Vermehrungsprozesses nachvollziehbarer. Zwar muss man schon an ihnen lecken, um sich wirklich zu vergiften, aber immerhin. Außerdem fressen sie natürlich den einheimischen Tieren die Nahrung weg und vergiften diese auch teilweise.
Ausgehend von diesem einen Feld sprangen (Obacht: Wortspiel) die Kröten jedenfalls auf weitere Teile Queenslands über, bis sie im ganzen Staat zu finden waren. Von dort ging es in den Westen ins Northern Territory und im Moment sind sie gerade dabei Western Australia zu bevölkern. Die Regierung versucht mit allen Mitteln dieses Vordringen einzudämmen und veranstaltet „Catch a toad“-Tage in den Schulen, an denen alle Schüler möglichst viele dieser Viecher fangen sollen. Interessante Idee, oder? Natürlich haben die lieben Kleinen Schutzhandschuhe an.
So richtig von Erfolg gekrönt sind diese Aktionen aber nicht, und so findet man sie immer mal wieder in feuchten Ecken und auch in Gorges, frei nach dem Motto: Und wenn sie nicht gestorben sind, vermehren sie sich noch heute.













































