02.-04.11.13
Neben dem Erkunden der Umgebung lag meine Priorität darin, möglichst schnell ein Auto zu kaufen und dann auf Achse und endlich wieder in die richtige Natur zu gehen. Das gestaltete sich aber nerviger als gedacht.
Am ersten Tag bin zum Ellerslie car market gegangen, um mir mal einen Eindruck über Preise, Zustände und Verkäufer zu machen. Naja, und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: hohe Preise, mäßiger Zustand und merkwürdige Verkäufer. Nach ein paar Probefahrten und diversen neuen Freunden in der Automobilbranche bin ich dann erstmal wieder ins Hostel und habe etwas gegoogelt. Dabei bin ich auf einen Privatmann gestoßen, der zusammen mit seiner Frau einen lizenzierten Autohandel betreibt. Las sich ganz nett. War es aber nur bedingt. Die online angepriesenen Autos waren gerade alle weg (so ein Ärger aber auch) und die anderen Wagen waren meist nach ähnlichem Prinzip zusammengebaut: Familienauto aus Asien, hinten die Sitze rausgerissen und ein Holzgestell (=Bett) eingebaut, (Schaum)Stoffmatratze drauf und fertig. Dazu hatten sie, wie bereits auf dem Automarkt, mindestens 250.000km runter und waren Baujahr 1999 oder älter. Preiskategorie: um die 4000 NZD, etwa 3000 €. Wenn ich das mit dem Preis vergleiche, den ich für meinen guten alten Mercedes bekommen habe… Ich hatte aber nicht mehr so richtig Bock auf Autosuche und habe deshalb ernsthaft überlegt, die Preise zu zahlen.
So bin ich also grübelnd zurück ins Hostel und habe meinen Bettnachbarn aus Israel den Stand der Dinge erzählt. Arkady meinte daraufhin: „Come with us.“ – und so sind wir am nächsten Morgen in ihrem Mietauto in den Norden aufgebrochen.