Archiv des Monats: Januar 2014

Wellington

25.-28.11.13

Eigentlich wollte ich hier ja helpx-en, aber mein Arbeitgeber ist leider kurzfristig krank geworden. So bin ich im YHA abgestiegen, in dem gerade zwei Schulklassen auf Klassenfahrt waren. Juchee. War aber nicht soo schlimm.

Wellington hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, auch wenn ich nach dem ganzen Herumgereise eher wieder im Entspannungsmodus war. Dazu kam noch, dass es ab dem zweiten Tag durchgehend geregnet hat. Das hat mich aber nicht gestört, denn die Museen (u.A. das Nationalmuseum Te Papa) kann man trotzdem besuchen. Ansonsten war ich Kaffee trinken, nix tun, James wiedertreffen, Bier trinken, Dorothy aus Auckland wieder treffen, nix tun und Jazz-Trio hören. Letzteres war wirklich eine der coolsten Geschichten: Während die ziemlich gute Band so spielte, stand ein Typ aus dem Publikum auf (war gerade erst gekommen), nahm sich das Mikro und fing an gesangstechnisch zu improvisieren. Klang etwas nach Ska, wobei das bestimmt nicht gewollt war. Die Band jammte so gut es ging mit und nach ca. 30 Minuten gab der Herr das Mikro zurück und verließ die Bar. Macht man in Jazzkreisen wohl so. Parallel dazu lief die LFL im Fernsehen, die Legends Football League, windschnittig-sportlich angezogene Frauen spielen so etwas Ähnliches wie Football und Männer analysieren die Spielzüge, Aktionen und Tacklings. Googelt das gerne mal. Strange. Gemma, eine Südafrikanerin aus dem YHA, meinte sehr passend, während sie abwechselnd zur Bühne und zum Fernseher zeigte: „I don’t know which is weirder.“ Als Sahnehäubchen gab es noch drei gut aufgelegte Inder, die Luftgitarre zur Jazzmusik spielten, herumtanzten und Heavy Metal-Posen zeigten. Ein schöner Abend. Wenn ihr jetzt auch noch alle gekommen wäret, wäre es perfekt gewesen…

Northland, nochmal

19.-24.11.13

Nach dem Auszug der Israeliten Arkady und Max gen Süden bin ich per Bus von Palmerston North zurück nach Auckland gefahren, wo ich kurz nach meiner Ankunft zufällig Harry getroffen habe, einen Fremdsprachenassistenten aus Kiel, den ich über Susi kennengelernt hatte. Da ein längeres Treffen leider irgendwie nicht passte, haben wir uns lose für meine Wiederkehr vor meinem Abflug aus Neuseeland verabredet.

Mein eigentlicher Grund für die Rückkehr in das nur so mittelspannende Auckland war aber, dass ich mit James, meinem Tauchbuddy aus Australien, einen letzten Abschiedstauchgang vor den Poor Knights Islands durchführen wollte. Dazu mieteten wir uns ein Auto (mit den öffentlichen Verkehrsmittel ist es hier organisatorisch ziemlich anstrengend und auch noch vergleichsweise teurer, zumindest wenn man spontan bucht) und fuhren nach Whangarei. Von dort ging es am nächsten Tag nach Taka-Tuka-Land Tutukaka, zu meinem ersten cold water dive – was bedeutet, es sind nicht 24 Grad wie in Cairns, sondern nur 18 Grad. Ein deutlich dickerer Neo erforderte mehr Gewichte und da ich ja auch seit dreieinhalb Monaten nicht mehr getaucht hatte, war der erste Tauchgang eher weniger erfolgreich. Als ich nach 15 Minuten anzeigte, dass mein Sauerstoff auf 100 Bar ist, entfuhr der Tauchleitung ein überraschtes „What?“ Das konnte man unter Wasser natürlich nicht hören. Bis zum Cave habe ich es aber noch geschafft, bevor ich dann hoch musste. Der zweite Tauchgang war besser, aber insgesamt bin etwas von der Unterwasserfaszination und der Tauchabhängigkeit geheilt. So ganz mein Sport ist das doch nicht. Und teuer isses auch. Die Fotos sind trotzdem toll.

Am nächsten Tag gab’s dann aber einen Sport, der mich sehr anspricht: Caving. Neben unserer Unterkunft befanden sich die Abby Caves, welche man selbst erkunden konnte. Trotz oder gerade wegen der Erfahrung aus Waitomo war das ein Highlight meines Aufenthaltes. Richtiges Abenteuer, mit Kraxeln, nass werden, glow worms und natürlich Verlaufen Erforschen von unbekannten Höhlengegenden. Bilder gibt’s nur bedingt.

In Auckland habe ich bzw. eher James noch eine Whiskeyprobe mitgenommen und dann haben wir mal wieder verabschiedet – er ist auf eine organisierte Tour gegangen, ich habe den Übernachtbus nach Wellington genommen.

Und weiter geht’s!

Nachdem ich den verehrten Lesern genug Zeit gegeben habe, den Adventskalender zu verdauen und ihren Rausch auszuschlafen, kann es hier im Blog ja weitergehen. Ich habe Weihnachten fernab der Heimat gut überstanden und bin entspannt ins neue Jahr gerutscht – 12 Stunden vor den meisten hier Mitlesenden. Im Moment bin ich gerade in Te Anau und regnet es gerade (mal wieder). Zeit (mal wieder) etwas zu schreiben. Tue ich auch gleich.

Wenn ihr also wissen möchtet, was ich in den letzten Wochen so gemacht, verloren, gekauft, kaputtgekriegt oder halt angestellt habe, dann stay tuned. Geht gleich los. Also wohl morgen.

Sag mal, Tobi, was machst Du eigentlich gerade?

Ich lasse das Leben auf mich regnen.

 

(Berichte gibt’s bald, versprochen.)

Happy New Year

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“I hope that in this year to come, you make mistakes.

Because if you are making mistakes, then you are making new things, trying new things, learning, living, pushing yourself, changing yourself, changing your world. You’re doing things you’ve never done before, and more importantly, you’re Doing Something.

So that’s my wish for you, and all of us, and my wish for myself. Make New Mistakes. Make glorious, amazing mistakes. Make mistakes nobody’s ever made before. Don’t freeze, don’t stop, don’t worry that it isn’t good enough, or it isn’t perfect, whatever it is: art, or love, or work or family or life.

Whatever it is you’re scared of doing, Do it.

Make your mistakes, next year and forever.”

– Neil Gaiman

Und auch von mir die besten Wünsche für 2014!