A Grey(mouth) Christmas

25.-26.12.2013

Heilig Abend auf der anderen Seite der Welt. 25 Grad. Komisches Gefühl. Aber halb so wild. Als ich abends im YHA in Greymouth ankam war dort nämlich schon gedeckt: jede Menge Süßes, zubereitet von der guten Seele des Hostels, der Ü70-jährigen Clarrie. Sie hatte Massen an sweets ’n treats zusammengestellt und da – what a surprise! – die meisten Hostelgäste deutsch waren, gab es diese bereits am Christmas Eve – normalerweise wird am 25.12. gefeiert. Als ich davon erfuhr, war ich natürlich sehr begeistert und habe mich artig bei ihr bedankt. Wir kamen etwas ins Schnacken und kurze Zeit später kam sie zu mir und überreichte mir ein kleines Päckchen. Darin befand sich ein Jade-Stein, Pounamu genannt.  Sie gibt jedes Jahr einem Hostelgast ein Geschenk und dieses Jahr war ich der Glückliche. Toll, ein Weihnachtsgeschenk an Heilig Abend! (Das sind die Momente, die auch ohne Foto im Gedächtnis bleiben.)

Am Christmas Day bin ich mit meinen Mitbewohnern aus Italien und Frankreich etwas durch das ziemlich unspektakuläre Greymouth spazieren gegangen. Mittags waren alle Hostelgäste von Clarrie eingeladen worden, am Community Christmas dinner in einer der örtlichen Gemeindehäuser teilzunehmen. Es gab lecker und reichlich Essen und die besten Kirschen, die ich je gegessen habe. Da das alles für lau war, habe ich noch etwas beim Abwasch geholfen und bin dann zurück ins Hostel. Dort habe ich Alex, Marisa und Amandie kennen gelernt, mit denen ich dann mein zweites Christmas dinner (diesmal am Abend) zu mir nahm. Zu Weihnachten gehört viel essen ja dazu. (Die Süßigkeiten vom Vortag waren auch längst noch nicht aufgebraucht.)

Der Zweite Weihnachtstag heißt hier Boxing Day und sein Hauptmerkmal ist, dass viele Geschäfte ordentlich Rabatte auf ihre Waren geben. Das hat naturgemäß zur Folge, dass die Stadt voll mit Menschen ist. Ich habe mir das auch kurz gegeben (ist ja sowas wie eine kulturelle Erfahrung), bin aber schnell wieder raus und habe dabei auch Greymouth gleich verlassen. Weihnachten gut überstanden. (Zuhause ist aber doch schöner.)

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