Archiv des Monats: April 2014

Denver – the Mile High City

17.-20.04.2014

Die beiden Snowboardtage in Frisco vergingen wie im Schneepflug, es lässt sich aber feststellen, dass ich mit Skiern mehr Strecke abreiße:

FireShot Screen Capture #003 - 'EpicMix' - www_epicmix_com_dashboard_my-dashboard_aspx

Nach einem letzten Abschiedsessen beim besten Mexikaner, hat mich Jordans Kumpel Greg, der eh zurück nach Denver musste, am Donnerstag dorthin mitgenommen. Auf dem Weg sind wir kurz am Red Rock Amphitheater gehalten, einem wunderschönen Freilichttheater, gebaut mitten in die Natur:

Hier würde ich gerne mal ein Konzert besuchen. Hat aber leider nicht geklappt.  In Denver habe ich mir zum ersten Mal auf meiner Reise ein Einzelzimmer genommen (war vergleichsweise günstig), da ich mir gut vorstellen konnte, zu gammeln die Seele etwas baumeln zu lassen. Bin aber trotzdem mal vor die Tür gegangen, z.B. um mir eine Hose zu kaufen. Meine Allzweckhose hat beim Snowboarden nämlich leider einen größeren Riss bekommen – wer meine Backside-Fahrweise kennt, kann sich denken, wo. So trage ich seit 9,5 Monaten endlich mal wieder eine Jeans. Hach…

Denver selbst gefiel mir gut: nicht zu groß, entspannt spazierbar, nette Atmosphäre. Nicht spektakulär, aber endlich mal wieder eine ganz normale Stadt. Hat mich irgendwie ein bisschen an Göttingen erinnert, wenn auch sieben mal größer. Der Staat Colorado hat übrigens Marihuana legalisiert. Nicht nur für medizinische Zwecke, sondern für jeden, natürlich in vorgeschriebenen Mengen. Kann man in diversen Drugstores (hihi) kaufen. Was sie allerdings vergessen haben, ist, auf die Päckchen draufzuschreiben, wie konzentriert das Zeug denn nun ist, damit unbedarfte Menschen eine ungefähre Ahnung haben, was sie sich da zumuten. Gut, dass ich ein Einzelzimmer hatte… Nee, Scherz. Echt. Ich habe ma‘ lieber die Möhrchen getan (Obacht: Anspielung!). Bei dem ganzen Passivqualm, der durch Straßen und Hostel ging, konnte ich mir das Kaufen auch sparen.

Stewart Island – A bird lover’s paradise

27.-30.01.2014

Schweren Herzens verabschiedete ich mich von meinem Lieblingshostel in Te Anau und fuhr die Southern Scenic Route weiter, vorbei an den Clifden Caves Richtung Invercargill und Bluff. Da mir alle Leute davon abgeraten haben, dort auch nur für eine Nacht zu bleiben, bin ich direkt übergesetzt nach Stewart Island. Mission: Kiwi-Spotting. Auf dieser Insel soll man den nämlich einigermaßen zuverlässig sehen können. Um es vorweg zu nehmen: Mööp! Satz mit X – war wohl nix.

Vielleicht (oder gar wahrscheinlich) auch deswegen gehört der Besuch auf Stewart Island zu den Dingen, auf die ich am ehesten hätte verzichten können. Allerdings habe ich dort nette Leute getroffen bzw. wieder getroffen. Denn Tom aus New York, mit dem ich den letzten Abschnitt des Kepler Tracks gelaufen bin, fuhr mit der gleichen Fähre und so haben wir uns gemeinsam Ulva Island, eine kleine Nachbarinsel mit jeder Menge Vögel – Frau Kolbe würde begeistert sein (bzw. war das bestimmt, als sie dort war) –, angesehen, haben auf Toms Hotelbalkon ein paar Pitcher verzehrt, Cricket in der TV-Kneipe geschaut und abends den Pinguinen beim Einlaufen in den Heimathafen zugesehen. Später bin ich dann noch mit einigen Hostelmitbewohnerinnen zum örtlichen Rugbyfeld spaziert, wo der Kiwi sich angeblich des Öfteren blicken lässt. Denkste.

An den nächsten beiden Tagen bin ich den Rakiura Great Walk gewandert, der bestimmt total toll ist, wenn man sich für die unterschiedlichen Baumarten interessiert. Wie z.B. Bec und David, welche ich auf dem Weg getroffen habe. Ansonsten fand ich ihn eher wenig spektakulär, aber das kann, wie erwähnt, auch mit der Abwesenheit des Kiwis zusammengehangen haben.

Ein paar Bilder gibt’s aber trotzdem.

Fantastic Fiordlands – Part 4: The Kepler Track

23.-26.01.2014

I proudly present: my favourite hike during my travels: the Kepler Track.  After all the tramping in the last days and weeks I had been a bit overwalked and I actually had only booked the huts for the track because the forecast had been alright. Thus, I did not really expect a lot from the track. The first day was a lot of bushwalking without many views and a quite steep ascent of 1000 meters. But once I arrived at Luxmore Hut there was a pretty good view over Lake Te Anau and the hut ranger Pat gave us some information about nature and wildlife on a guided walk.

The following day kept me enthusiastic for the next few weeks. Every time I had a look at the pictures or thought about walking the track I had to smile. Even now I have to. Throughout the whole day I was walking across mountain ridges with stunning views to both sides: valleys, lakes, mountains, sky and clouds. It had snowed the night before and the track as well as the peaks were partly covered with snow. So hiking was a bit of a challenge, but the views made up for all the effort and wet feet.

I filmed heaps of videos as well, but you have to wait for them until I get home. I do hope, though, that the fascination, the openness and the beauty of the track become visible in the pictures.

Fantastic Fiordlands – Part 3: Doubtful Sound

19.-22.01.2014

Wieder in Te Anau angekommen, habe ich kurz die Wettervorhersage gecheckt und, da die gut war, eine Tour zum Doubtful Sound gebucht. Auf dem Weg dahin habe ich Zwischenstation in einer Schuljugendherberge gemacht, die direkt am Eingang zum Sound liegt und auf Grund der Ferien auch für Normalsterbliche zugänglich war. Da das aber anscheinend nicht viele wussten, war ich der einzige Bewohner (abgesehen vom um die Ecke wohnenden Ranger). Das Gebäude war der am weitesten von der Zivilisation entfernte Ort, an dem ich je war. Und dann noch alleine. Hatte was. Ich habe jedenfalls etwas die Gegend erkundet und bin ein paar für Schüler eingerichtete Tracks gelaufen.

Am nächsten Tag ging es auf die Kreuzfahrt durch den Doubtful Sound, der um einiges größer ist als der viel bekanntere Milford Sound. Sounds sind übrigens Fjorde, aber eine Umbenennung kommt für die Neuseeländer nicht mehr in Frage. Und so sah das damals aus:

Erneut eine Tour, die sich wirklich gelohnt hat.

Fantastic Fiordlands – Part 2: Camping and tramping

14.-18.01.2014

Nach zwei Tagen Erholung habe ich mir die Road to Milford Sound samt einiger ihrer Tageswanderungen angeschaut. Da ich etwas Zeit hatte, konnte ich glücklicher Weise auf das bessere Wetter warten. Ohne Sicht auf Berge kraxeln ist ja auch nur bedingt sinnvoll. Mit Sicht ist es besser. Siehe da:

Snow business like show business

Man könnte denken, das wird nix mehr mit dem Blog. Aber weit gefehlt. Jetzt geht’s erst richtig los. Hoffentlich. Da ich ja mittlerweile schon wieder mehr als drei Monate hinterherhinke, ich aber auch keine Lust habe, noch Beiträge zu veröffentlichen, wenn ich schon wieder daheim bin, habe ich mich entschieden einen ganz langen Satz zu schreiben, bei dem die ohnehin schon maximal mittelprächtige Google-Übersetzungsmaschine bestimmt einige Probleme bekommen wird (Huhu Arkady!), und außerdem zweigleisig zu fahren, nämlich sowohl Berichte aus der Neuseeland-Ära als auch aktuellere Geschichten aus meiner mittlerweile schon knapp sechs Wochen dauernden USA-Zeit mehr oder weniger parallel zu veröffentlichen. Dieser Absatz hätte auch Teil eines Buon Giorno-Editorials sein können. In Schriftgröße 7.

Wie dem auch sei. Ich bin jedenfalls gerade in Frisco, Colorado, wohne bei Jordan, den ich in Neuseeland kennen gelernt habe, und gehe jeden Tag Skifahren. Die ersten beiden Tage war ich in Breckenridge. Dort bekommt man einen Liftpass, mit dem sie dich tracken (also deine Wege etc. nachverfolgen) können. Ganz typisch amerikanisch halt. Wobei es ja auch Apps geben soll, die beim Babyausführen die Kilometer mitzählen. Jedenfalls konnte ich innerhalb von zwei Tagen und insgesamt ca. 8 Stunden auf der Piste folgende Werte vorweisen:

breck44,852 feet entspricht einer Strecke von etwas mehr als 13km. Die bin ich also gefahren. Hätte nicht gedacht, dass das so viel war. Allerdings waren die Pisten sehr leer und die Wartezeit an Liften wie dem Independence SuperChair belief sich auf maximal 20 Sekunden.

Die Pisten hier sind deutlich weniger verwirrend als in Österreich (weswegen ich ja immer nur hinter Hincks herfahre). Man fährt einfach irgendwo runter und kommt dann an einem Lift an, den man wieder hochfährt. Es genügt, eine ungefähre Ahnung zu haben, wo man ist bzw. wo man hin möchte. Gefällt mir.

Weitere Unterschiede: Liftpässe werden von coolen jungen Menschen mit Scangerät gescannt (mag ich), Liftbügel werden nur selten runtergemacht (mag ich nicht, deshalb frage ich meist ob’s okay wäre ihn herunter zu ziehen) und 90% der Leute quatschen dich beim Liftfahren an (mag ich meistens). Und natürlich: der Schnee. Gestern gab’s Neuschnee und so bin ich heute relativ früh raus, um ein bisserl durch den Tiefschnee zu kurven. Nice. Und Vater hatte natürlich Recht als er meinte, dass der Schnee viel puderiger ist, als alles, was man aus Europa kennt. Man braucht keine wasserfeste Kleidung, der Schnee staubt einfach weg. (Jordan meinte aber, dass der Schnee auf Grund der Jahreszeit noch vergleichsweise schwer und nass ist – ich muss hier nochmal im richtigen Winter hin!) So sah das heute aus:

Noch zwei Tage auf die Piste, morgen erstmalig mit dem Snowboard, dann geht’s nach Denver. Bis dahin wird parallel berichtet. Heute hat das Schreiben jedenfalls Spaß gemacht.

Fantastic Fiordlands – Part 1: The Milford Track

10.-13.01.2014

So gut wie der gesamte Südwesten der Südinsel Neuseelands ist ein Nationalpark. Die Gletscher, Mt Aspiring und die Fiordlands machen es möglich. Heute bin ich entlang der Southern Scenic Route von Queenstown nach Te Anau gefahren. Vorher habe ich noch kurz mein Visum verlängert (Notiz für die Zukunft: lieber von zu Hause machen). In Te Anau bin ich im YHA abgestiegen, welches für die nächsten 2,5 Wochen meine Basis für diverse Wanderungen sein sollte. Am nächsten Tag ging es nämlich gleich wieder los, denn „the finest walk in the world“ wartete: der Milford Track. Zum Start des Tracks kommt man mit Bus und Fähre und dann wandert man eine gute Stunde zur ersten Hütte, bei der ich ein kurzes Bad im kalten Clinton River genommen habe. Wahrscheinlich das sauberste Wasser, in dem ich je war. Abends lernte ich dann die anderen Wanderer kennen, mit denen ich die nächsten Tage unterwegs sein würde. Ein paar Kiwi-Familien, die üblichen Israelis sowie ein belgisches Pärchen und eine australische Lehrerfamilie, mit der ich mich gleich anfreundete – Aussies sind halt toll. Das Wetter auf dem Trip passte nahezu perfekt: zwei Tage Sonnenschein mit toller Aussicht, rapider Wetterwechsel über Nacht und dann zwei Tage Regen mit beeindruckenden Wasserfällen links und rechts.

Mir hat der Track sehr gut gefallen, war aber nicht der beste, den ich je gemacht habe. Der kam erst noch.