Christchurch

31.12.2013-02.01.2014

Nach Weihnachten stand das nächste große Fest in der Fremde vor der Tür. Silvester war ich aber schon gewohnt, woanders zu feiern. Hallo Skifahrertruppe aus See bei Ischgl! Ich hatte mich ja bereits vor Wochen lose mit meinen beiden Israelis, Max und Arkady, vom Beginn meiner Neuseelandzeit hier in Christchurch verabredet und habe mich sehr gefreut, dass das auch geklappt hat. Ich treffe ja gerne liebe Menschen wieder. So haben wir, wie in der guten alten Zeit im November, die Stadt erkundet.

Alle Leute, die ich getroffen hatte, meinten ja, dass Christchurch seit dem Erdbeben von 2011 eine „broken city“ wäre – und sie hatten recht. Wenn man so durch die Reste des ehemaligen Zentrums wandert, wird einem (also mir) ganz mulmig und traurig zumute. Kaputte Kirchen, unbewohnbare, da Einsturz gefährdete Gebäude und sehr wenig Geschäfte und damit noch weniger Menschen. Ein bisschen Endzeitstimmung.

Christchurch versucht natürlich das beste aus der Situation zu machen und geht kreativ mit dem Zustand um. Die Re:Start-Gegend besteht aus Geschäften in Containern, das Quake-Museum erläutert die Zusammenhänge (eigentlich waren es zwei Beben und das zweite, schwächere, hat die bereits angeknacksten Bauwerke erst so richtig demoliert) und auf den Plätzen der mittlerweile niedergerissenen Gebäude haben findige Geschäftsleute (?) Parkplätze errichtet.

Aber da man ja auch in den tristesten Gegenden mit netten Menschen schöne Zeiten verbringen kann, war mein Aufenthalt in der Stadt ganz spaßig. Das Silvesterfeuerwerk in immerhin der drittgrößten Stadt Neuseelands war allerdings ziemlich mau und in keinster Weise auch nur im Ansatz mit der Feuerwerk in See zu vergleichen. Nach gefühlten drei Minuten war das Ganze auch schon vorbei. Das dieses aber sehr zentral stattfand, hatten wir vorher und nachher das Problem, Kneipen zu finden, denn die sind aus dem toten Zentrum mittlerweile abgewandert. Hat aber nach einigem Fußmarsch doch geklappt und wir konnten ein paar gemütliche Bierchen zu uns nehmen. Silvester also auch gut überstanden. Am 02. Jänner bin ich dann mit Zwischenstopp im Royal Air Force Museum weitergedüst. Ich hatte ja noch Einiges auf dem Plan und wollte mir die angeblich richtig schönen Orte des Landes angucken.

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