S.S. Yongala

08.09.2013

Die Yongala ist sowas wie die australische Titanic und sank ebenfalls 1911. Gefördert durch das naheliegende Riff hat sich hier eine bunte Unterwasserwelt aufgetan, weshalb das Wrack nun als eines der zehn besten Tauchreviere der Welt gilt.

Nachdem wir James, meinen Tauchpartner aus Cairns, in Townsville eingesammelt hatten, ging es nach Ayr, von wo aus wir mit einem kleinen Boot zum Wrack gebracht wurden. Es war sehr, ich betone: SEHR windig und auf der Fahrt sind schon alle nass geworden. Egal. Nicht so egal war die Tatsache, dass ich zum ersten Mal seekrank geworden bin. Ich bin ja wirklich schon recht häufig auf dem Wasser unterwegs gewesen, aber solche Wellenbewegungen hatte ich noch nicht erlebt. Die Crew meinte auch unisono: „We’ve never been seasick until we got on this boat.“ Beruhigend, irgendwie. Gut, dass im Wasser alles normal war und wir somit auf Tauchstation gehen konnten. Der erste Tauchgang war etwas nervig, da eine andere Taucherin erst ihre Weiterbildung zum Adventure Diver machen musste, damit sie auf 30m Tiefe gehen konnte. Das hatte ich ja extra schon in Cairns gemacht. Wir mussten jedenfalls ca. fünf Minuten unter Wasser warten, bis sie fertig war und dann war mein Sauerstoff auch beinahe wieder in einem Bereich, der nicht mehr viel Zeit übrig ließ. Somit haben wir eher wenig gesehen.

Der zweite Tauchgang war deutlich besser – allein schon, weil ich nicht mehr auf dem Boot stehen und konzentriert Richtung Horizont gucken musste. Wir haben fast das ganze Schiff abgetaucht und ich habe Nemo gesehen!

Die Fotos habe ich von einem anderen Taucher bekommen, der schon mehr als 250 Tauchgänge und viel Erfahrung in der Unterwasserfotografie hat. Ob ich das wirklich alles gesehen habe, weiß ich also nicht:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert