24.-25.10.13
Australiens Hauptstadt wurde 1913 gebaut, da man sich nicht für Sydney oder Melbourne entscheiden wollte oder konnte. So wurde auf halben Weg zwischen den beiden Großstädten diese künstliche Stadt geschaffen. Und wie es mit solchen Städten häufig ist: niemand mag sie. Oder wie eine Führerin in Sydney meinte: The one thing that people from Melbourne and Sydney agree on is that Canberra basically sucks. Bis in die 1970er wohnten die Regierungsvertreter meist in den anderen beiden Städten und pendelten zu den Sitzungen, bis der damalige Prime Minister erließ, dass doch bitteschön alle auch an ihrem Arbeitsplatz wohnen sollten. So bekam die ungeliebte Hauptstadt zumindest ein bisschen Flair. Naja. Immerhin hat Canberra sein eigenes Territory,das ACT, vergleichbar vielleicht mit Washington D.C. Zumindest formal.
Und auch wenn alle, mit denen ich gesprochen habe, meinten: „What?! You’re staying in Canberra for TWO DAYS? Why?“, mir hat es dort gut gefallen. Außer Museen und Gallerien gibt es dort wirklich nicht viel zusehen, diese sind aber extrem gut gemacht und vor allem umsonst. Ein paar Eindrücke:
- Die Straße zum Australian War Memorial
- Parliament
Nur maximal mittelgut empfehlen kann ich aber die Idee, vormittags zu Fuß aus der City zu den Botschaften zu laufen. Das dauert deutlich länger als es auf der Karte aussieht und ist auch nur mäßig ergiebig:
- Die deutsche Botschaft
- Hier die richtige Botschaft, aber auch nicht viel sprktakulärer
- Zum Vergleich: die Amis
- Pakistan bekommt auch gerade eine
- Für meine polnischen MitleserInnen
- Und die Aborigines haben sich auch eine gebaut – das darf aber eher als Statement verstanden werden
Gut, dass die Stadt ihren Hundertsten Geburtstag feierte und deshalb ein kostenloser Shuttlebus zwischen den Sehenswürdigkeiten verkehrte. So bleibt Canberra mir in Erinnerung als netter Ort, an dem ich viel über australische Geschichte erfahren habe und an dem ich mehr Geld für Kaffee als für Aktivitäten ausgegeben habe.









