Hinter mir liegen turbulente Tage.
Und hier kommt dann auch gleich die Entschuldigung für die vielen unbeantworteten SMSen und die zu kurzen oder ausgefallenen Telefonate – ich hatte wirklich viel zu tun und manchmal einfach keinen Kopp mehr für manche Dinge.
Die Wohnungsauflösung auf Raten erforderte viel Geduld und zeigte immer wieder, dass ich einfach nicht schätzen kann, wie viel Mobiliar und Kleinkrams in einen Hänger passt. Oder in einen Sprinter. Oder noch einen Hänger. Oder in mein Auto. Danke für die vielen helfenden Hände, die mich bei der Unterbringung meiner Sachen unterstützt haben. (Kerrin, die Miete für den nun voll ausgestatteten Keller darfst Du alleine einstreichen. Und in Onkel Toms Hütte kann ich bei meiner Wiederkehr eigentlich gleich einziehen.)
Parallel zum Umzug und jeder Menge organisatorischem Kram gab es viele emotionale Abschiede, die praktischerweise auf mehrere Tage ausgeweitet wurden und mir wunderschöne und lustige Erinnerungen zum Mitnehmen brachten. Z.B.:
- eine tolle Englandfahrt mit dem 9. Jahrgang und netten KollegInnen (Ich frage mich jedenfalls nicht, was das eigentlich gebracht hat.)
- Pimm’s-Party am letzten Schultag (und für einige auch durchgehend bis Montag Abend, liebe StR St)
- der Papa hatte Ausgang
- die Mumie entschied häufig zu meinen Ungunsten (und verzählte sich dauernd!)
- Assi Q
- eine nackte Hockeymannschaft am Strand
- Kumpir á la Susi
- Illegal 2001 auf der Kieler Woche
- eine tolle Abschiedsfeier mit KollegInnen bei bestem Regenwetter, Herrn Mötens Schwenkgrill und vielen praktischen Geschenken (ist [fast] alles mit auf Tour!) (Petra, erinnere mich [bitte] an das Fax, wenn ich wiederkomme). Danke für die coole Party-Location, Sannie!
- ein letztes Frühstück mit der „Gang“
- Bastis Junggesellenabschied (hup, Holland, hup!) samt Sightseeing und Reviermarkierung in der Hafencity sowie Hausmeister Luth und Familie Peters vorm Rodizio – mal sehen, wen ich in Perth so treffe…)
- Elektrogrillabschied in Luhdorf (ja, ich weiß, Kohle is‘ besser) inklusive Fußballspiel mit Mads (ich durfte mitspielen, und ich erinnere mich daran, dass Maik extrem gut war) und einem tollen Kindle (ist bereits eingerichtet und Jack Reacher Book 1 ist auch schon drauf! Vielen Dank! Muss aber trotzdem mal sehen, wiedalliichzurückkomme.)
- Abschied von den Großeltern, mit weisen Worten meiner Oma, die noch aus Schulzeiten dieses plattdeutsche Gedicht kannte (ungefährer Wortlaut, hab’s im Netz nicht gefunden):
„Een Jahre ist eine lange Tied,
wenn es noch vor einem liegt.
ein Jahr ist nur ein kurzes Stück,
blickt man später drauf zurück.“
- und schließlich ein letztes Frühstück mit den Eltern, die jetzt Ordnung in die ganzen Kisten bringen dürfen, die so im Abstellraum stehen. Vielen Dank für alles!
Es waren wirklich schöne vorerst letzte Tage (so muss man das wohl sagen) und ich werde euch alle wirklich vermissen. Und ich freue mich, bei meiner Rückkehr wieder so viele tolle Menschen zu treffen.
Nun sind es 23° Celsius, ich gucke nach Süden (Danke, Kattl!) und sitze am Heathrow Airport, wo man 45 Minuten Free Wi-Fi-Zugang hat. Mein Flug nach Singapur startet in zwei Stunden und irgendwie realisiere ich glaube ich immer noch nicht, was das eigentlich bedeutet. Wohl zumindest dies:
Vor mir liegen turbulente Tage. Und ich freue mich darauf.