Archiv des Autors: Tobi

Huch, ein Beitrag! oder auch: Huch, schon fast vorbei!

Liebe Lesenden!

Ich möchte hiermit mitteilen, dass ich am Mittwoch, dem 04. Juni 2014 dann doch wieder nach good old Germany komme. Reicht auch erstmal, das ganze Herumgereise. Wobei noch ein paar coole Sachen auf mich warten, aber dazu später mehr.

Apropos: Ich weiß ja nicht, ob es jemandem aufgefallen ist, aber ich bin sehr unzuverlässig geworden beim Veröffentlichen (und Schreiben) der Beiträge hier. Ja, wirklich. Da ich aber zumeist gerne angefangene Dinge auch zu Ende bringe, werde ich zumindest die bisher fehlenden Phasen (läppische drei Monate) in Kurzform darstellen. Und zwar anhand einer reinkopierten Notizliste, die ich parallel (na gut, manchmal auch etwas zeitverzögert) zum Reisen geführt habe. Dort habe ich die relevanten Ereignisse des Tages stichwortartig festgehalten und die bekommt ihr (beinahe) unzensiert und manchmal auch etwas erweitert hier reingeklatscht hereingestellt. Über die Reise an der Ostküste möchte ich eigentlich noch längere Berichte schreiben. Eigentlich.

Die aktuelle Reiseroute ist übrigens auf dem neuesten Stand (dabei muss man auch nur klicken und nicht schreiben) und kann unter „Route“ nachverfolgt werden. Da oben, neben Kontakt (ja, den gibt’s auch). Apropos: Ich war in den letzten zehn Tagen nicht über Handy erreichbar, da meine USA-Simkarte in Kanada nicht funktioniert. Falls also jemand wichtige Meldungen geschickt hat, bitte ich diese nochmal per Mail zu senden. Ab Mittwoch bin ich dann auch wieder in den Staaten. Jetzt geht’s aber los mit der ersten Liste.

New Orleans – The Big Easy

20.-24.04.2014

Mit kurzem Zwischenstopp in Dallas-Fort Worth (jetzt bin ich auch in Texas gewesen) kam ich am Ostersonntag in New Orleans an. Die ganzen Paraden waren leider bereits vorbei. Das kommt davon, wenn man seine Flüge nach Preis und nicht nach Events plant. In den nächsten Tagen bekam ich aber trotzdem einen guten Eindruck vom Flair der Stadt und Umgebung:

Ich habe mir eine Raddampfertour auf dem Mississippi gegönnt und auch eine Swamp tour in den anliegenden Sümpfen. Dabei gab es jede Menge Alligatoren zu sehen. Endlich mal wieder ein paar neue Tiere, die ich noch nicht live gesehen hatte. Sowas ist ja schon etwas her gewesen (wenn man mal von den ganzen Vögeln absieht, bei denen ich nie weiß, ob ich sie schon kenne oder nicht und bei denen es mich, ehrlich gesagt, auch nur peripher interessiert). Die Sümpfe selber waren auch cool. Und dann noch in einem Airboat, ganz wie im Film. Fragt mich aber nicht, in welchem.

Ansonsten war New Orleans schon sehr touristisch und ich etwas kränkelnd, so dass ich nur mittelmäßig begeistert war. Allerdings war der Jazz, den man überall hören konnte, schon ziemlich gut, so weit ich das beurteilen kann. Ich kannte aber ja auch nur das Tingvall Trio und die Band aus Wellington. Ein Mitswingen konnte (und wollte) ich jedenfalls nicht verhindern.

Motueka and Nelson Lakes, again – same old, same old

05.-10.02.2014

Bevor ich die Südinsel verließ, habe ich Rima und Dennis nochmal einen Besuch abgestattet. Das passte organisatorisch sehr gut, da ich am Waitangi Day, dem neuseeländischen Nationalfeiertag (fleißige Leser erinnern sich) gerne etwas Kulturelles sehen wollte. So kam ich morgens an der altbekannten Motueka-Marae an, habe dort meine kleine Familie wiedergetroffen und bin dann nach Nelson, wo die lokale Maorigruppe im Finale des Marae-Wettbewerbs stand. Leider sind sie nur zweiter geworden, warum konnte mir auch niemand so recht erklären. Zumal die Bewertung und Verkündung auf Maori stattfand. Am nächsten Tag habe ich mir die Motueka High School angeguckt. Jaha, ich war in der Schule. Muss ja auch Punkte für mein nächstes Sabbatjahr sammeln, damit man mich nochmal weglässt. Ich hatte im Dezember schon mit Schulleiter Scott gesprochen und dann kurzfristig über Dennis, der dort Hausmeister ist, einen Besuch klargemacht. Fazit: War auch nicht anders, als bei uns. Selbst die angeblich überall vorhandenen Whiteboards fehlten meist. Naja, trotzdem nett, zur Abwechslung mal wieder eine Schule von innen zu sehen. Reicht dann aber auch erstmal für ein paar Monate. Abends ging’s zum Rugby-Spiel der Crusaders gegen die Highlander. Das sind sowas wie die Landesauswahlmannschaften, also ein ziemliches Spektakel und volle Hütte in Motueka. Kein Wunder, wenn da sogar ein paar All Blacks mitspielen. Leider hat es extrem geregnet.

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Nach dem erneuten Abschied stand ein ebenfalls erneuter Besuch der Nelson Lakes an. Ich hatte so viele Leute getroffen, die davon geschwärmt haben, dass ich es nun auch nochmal sehen musste. Und ja, es war den Umweg wert:

Zwei Tage wandern waren dann aber auch wieder genug, außerdem musste ich mein überteuertes Auto ja überteuert loswerden. Wie das geklappt hat, erfahren Sie im nächsten Eintrag. Der bestimmt bald kommt.

The South Island’s south and east: The Catlins, Dunedin and Kaikoura

31.01.-04.02.2014

Nachdem ich den auf der Stewart Island-Fähre aufgelesenen Bierbrauer Christian in Invercargill abgesetzt hatte (deshalb bin ich jetzt bei Facebook in der Bierbrauergruppe NRW), ging’s weiter zu den Catlins, einem Landstrich, der bekannt ist für seine Natur- und Tierwelt.

Von den Pinguinen, die zu ihren Frauen heimkommen, konnte ich auf Grund technischer  Probleme keine Fotos/Videos machen. Das war aber sehr putzig.

Von dort bin ich nach Dunedin (bedeutet Edinburgh auf gälisch) gefahren, wo ich mit einem Lehrer auf dem Zimmer war. Franck wohnt in La Réunion und macht auch gerade blau ein Sabbatjahr. Dunedin ist meine Zweitlieblingsstadt in Neuseeland, denn sie hatte zumindest etwas Flair und auch ein paar nette Cafés. Dazu noch die steilste Straße der Welt, eine interessante Art Gallery sowie die NZ Hall of Fame.

Nebenan liegt die Otago Peninsula, auf der ich Albatrosse (vgl. oben) beobachten konnte. Außerdem habe ich abends endlich mal wieder Pool gespielt – aber man merkte mir die fehlende Spielpraxis deutlich an.

Von Dunedin aus ging es auf die weite Reise entlang der, bis auf die Moeraki Boulders, wenig spektakulären (ja, das gibt’s in Neuseeland auch, aber selten) Ostküste bis nach Kaikoura. Hier bin ich mit Delfinen geschwommen und es war super. Unterwasserfotos habe ich keine, aber ein paar Videos von der Delfinarmada, die in Richtung unseres Bootes geschwommen ist. Insgesamt waren es wohl so 400 Delfine, und ein paar davon haben auch mit mir gespielt.

Ansonsten ist Kaikoura aber nicht sonderlich außergewöhnlich. Gut, dass John aus dem Hostel nett war und der Superbowl zur Mittagszeit (ist ja auch mal ganz angenehm) im Pub übertragen wurde. Auch wenn er dieses Jahr vergleichsweise dröge war.

Denver – the Mile High City

17.-20.04.2014

Die beiden Snowboardtage in Frisco vergingen wie im Schneepflug, es lässt sich aber feststellen, dass ich mit Skiern mehr Strecke abreiße:

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Nach einem letzten Abschiedsessen beim besten Mexikaner, hat mich Jordans Kumpel Greg, der eh zurück nach Denver musste, am Donnerstag dorthin mitgenommen. Auf dem Weg sind wir kurz am Red Rock Amphitheater gehalten, einem wunderschönen Freilichttheater, gebaut mitten in die Natur:

Hier würde ich gerne mal ein Konzert besuchen. Hat aber leider nicht geklappt.  In Denver habe ich mir zum ersten Mal auf meiner Reise ein Einzelzimmer genommen (war vergleichsweise günstig), da ich mir gut vorstellen konnte, zu gammeln die Seele etwas baumeln zu lassen. Bin aber trotzdem mal vor die Tür gegangen, z.B. um mir eine Hose zu kaufen. Meine Allzweckhose hat beim Snowboarden nämlich leider einen größeren Riss bekommen – wer meine Backside-Fahrweise kennt, kann sich denken, wo. So trage ich seit 9,5 Monaten endlich mal wieder eine Jeans. Hach…

Denver selbst gefiel mir gut: nicht zu groß, entspannt spazierbar, nette Atmosphäre. Nicht spektakulär, aber endlich mal wieder eine ganz normale Stadt. Hat mich irgendwie ein bisschen an Göttingen erinnert, wenn auch sieben mal größer. Der Staat Colorado hat übrigens Marihuana legalisiert. Nicht nur für medizinische Zwecke, sondern für jeden, natürlich in vorgeschriebenen Mengen. Kann man in diversen Drugstores (hihi) kaufen. Was sie allerdings vergessen haben, ist, auf die Päckchen draufzuschreiben, wie konzentriert das Zeug denn nun ist, damit unbedarfte Menschen eine ungefähre Ahnung haben, was sie sich da zumuten. Gut, dass ich ein Einzelzimmer hatte… Nee, Scherz. Echt. Ich habe ma‘ lieber die Möhrchen getan (Obacht: Anspielung!). Bei dem ganzen Passivqualm, der durch Straßen und Hostel ging, konnte ich mir das Kaufen auch sparen.

Stewart Island – A bird lover’s paradise

27.-30.01.2014

Schweren Herzens verabschiedete ich mich von meinem Lieblingshostel in Te Anau und fuhr die Southern Scenic Route weiter, vorbei an den Clifden Caves Richtung Invercargill und Bluff. Da mir alle Leute davon abgeraten haben, dort auch nur für eine Nacht zu bleiben, bin ich direkt übergesetzt nach Stewart Island. Mission: Kiwi-Spotting. Auf dieser Insel soll man den nämlich einigermaßen zuverlässig sehen können. Um es vorweg zu nehmen: Mööp! Satz mit X – war wohl nix.

Vielleicht (oder gar wahrscheinlich) auch deswegen gehört der Besuch auf Stewart Island zu den Dingen, auf die ich am ehesten hätte verzichten können. Allerdings habe ich dort nette Leute getroffen bzw. wieder getroffen. Denn Tom aus New York, mit dem ich den letzten Abschnitt des Kepler Tracks gelaufen bin, fuhr mit der gleichen Fähre und so haben wir uns gemeinsam Ulva Island, eine kleine Nachbarinsel mit jeder Menge Vögel – Frau Kolbe würde begeistert sein (bzw. war das bestimmt, als sie dort war) –, angesehen, haben auf Toms Hotelbalkon ein paar Pitcher verzehrt, Cricket in der TV-Kneipe geschaut und abends den Pinguinen beim Einlaufen in den Heimathafen zugesehen. Später bin ich dann noch mit einigen Hostelmitbewohnerinnen zum örtlichen Rugbyfeld spaziert, wo der Kiwi sich angeblich des Öfteren blicken lässt. Denkste.

An den nächsten beiden Tagen bin ich den Rakiura Great Walk gewandert, der bestimmt total toll ist, wenn man sich für die unterschiedlichen Baumarten interessiert. Wie z.B. Bec und David, welche ich auf dem Weg getroffen habe. Ansonsten fand ich ihn eher wenig spektakulär, aber das kann, wie erwähnt, auch mit der Abwesenheit des Kiwis zusammengehangen haben.

Ein paar Bilder gibt’s aber trotzdem.

Fantastic Fiordlands – Part 4: The Kepler Track

23.-26.01.2014

I proudly present: my favourite hike during my travels: the Kepler Track.  After all the tramping in the last days and weeks I had been a bit overwalked and I actually had only booked the huts for the track because the forecast had been alright. Thus, I did not really expect a lot from the track. The first day was a lot of bushwalking without many views and a quite steep ascent of 1000 meters. But once I arrived at Luxmore Hut there was a pretty good view over Lake Te Anau and the hut ranger Pat gave us some information about nature and wildlife on a guided walk.

The following day kept me enthusiastic for the next few weeks. Every time I had a look at the pictures or thought about walking the track I had to smile. Even now I have to. Throughout the whole day I was walking across mountain ridges with stunning views to both sides: valleys, lakes, mountains, sky and clouds. It had snowed the night before and the track as well as the peaks were partly covered with snow. So hiking was a bit of a challenge, but the views made up for all the effort and wet feet.

I filmed heaps of videos as well, but you have to wait for them until I get home. I do hope, though, that the fascination, the openness and the beauty of the track become visible in the pictures.

Fantastic Fiordlands – Part 3: Doubtful Sound

19.-22.01.2014

Wieder in Te Anau angekommen, habe ich kurz die Wettervorhersage gecheckt und, da die gut war, eine Tour zum Doubtful Sound gebucht. Auf dem Weg dahin habe ich Zwischenstation in einer Schuljugendherberge gemacht, die direkt am Eingang zum Sound liegt und auf Grund der Ferien auch für Normalsterbliche zugänglich war. Da das aber anscheinend nicht viele wussten, war ich der einzige Bewohner (abgesehen vom um die Ecke wohnenden Ranger). Das Gebäude war der am weitesten von der Zivilisation entfernte Ort, an dem ich je war. Und dann noch alleine. Hatte was. Ich habe jedenfalls etwas die Gegend erkundet und bin ein paar für Schüler eingerichtete Tracks gelaufen.

Am nächsten Tag ging es auf die Kreuzfahrt durch den Doubtful Sound, der um einiges größer ist als der viel bekanntere Milford Sound. Sounds sind übrigens Fjorde, aber eine Umbenennung kommt für die Neuseeländer nicht mehr in Frage. Und so sah das damals aus:

Erneut eine Tour, die sich wirklich gelohnt hat.

Fantastic Fiordlands – Part 2: Camping and tramping

14.-18.01.2014

Nach zwei Tagen Erholung habe ich mir die Road to Milford Sound samt einiger ihrer Tageswanderungen angeschaut. Da ich etwas Zeit hatte, konnte ich glücklicher Weise auf das bessere Wetter warten. Ohne Sicht auf Berge kraxeln ist ja auch nur bedingt sinnvoll. Mit Sicht ist es besser. Siehe da: