Archiv des Autors: Tobi

Motueka – Part 2: The Abel Tasman Track

09.-11.12.2013

Praktisch an meinem entspannten Arbeitgeber war, dass ich auf gutes Wetter warten und dann kurzfristig auf meinen ersten richtigen Great Walk, den Abel Tasman Track, gehen konnte. Dazu hatte ich mich mit Fabienne verabredet, die auf den Zeltplätzen campte während ich aus Zeltmangel in den bereitgestellten Hütten übernachtete – „Ah, you’re one of the rich people“, wie ein Israeli meinte, den ich auf dem Weg getroffen habe. Das Wandern hat mir Spaß gemacht, auch wenn gerade der erste Teil des Tracks sehr überfüllt war und man aus dem Grüßen von entgegenkommenden Menschen gar nicht mehr herauskam. Mein erster mehrtägiger Trek mit 15kg Gepäck auf dem Rücken (Essen, Schlafsack, Gaskocher, Klamotten, Schuhe) verlief aber gut und auch die 20km Wanderung am zweiten Tag war halb so wild. Da am dritten Tag eine Flußüberquerung anstand, die man nur während der Ebbe durchführen konnte, schaffte ich es leider nicht mehr, ans Ende des Tracks und zurück zu wandern, so dass ich mit den drei Israelis Frisbeespielender Weise auf das gebuchte Wassertaxi nach Marahau wartete und einen eher entspannten letzten Wandertag hatte.

Motueka – Part 1: Time for some work again

04.-19.12.2013

Mit dem neuen Gefährt ging es gleich nach Motueka, wo ich zum ersten Mal in Neuseeland über helpx Arbeit für Kosten und Logis hatte. Bei Rima und Dennis hieß es wieder mal: It all comes down to weeding. Dazu ein bisschen Beerenpflücken, Rasenmähen und Holzsortieren. War natürlich alles machbar und beim Unkrautjäten konnte ich ein paar der mitgebrachten Hörbücher konsumieren. Außerdem hatte ich an den Wochenenden frei. So blieb mir genug Zeit die Umgebung zu erkunden und mein Auto auszustatten. Wie Jonny aus England später einmal sagte: „You make your car a second home.“ So wurden nach und nach folgende Dinge besorgt und aufbereitet: aufblasbare Luftmatratze, Kopfkissen, Kassettenadapter, power inverter, Gaskocher, Campinggeschirr und nicht zu vergessen selbstgenähte Star Wars-Vorhänge mit Klettaufhängung. Bastelanleitung kann ich gerne auf Nachfrage liefern, allerdings nur mündlich.

Warmgefahren wurde Mitsubishi Meyer mit Fahrten nach Takaka und zum angsteinflößenden, da bodenlosen (zumindest war keiner zu sehen) Harwoods Hole sowie zum zweitsaubersten Wasser Neuseelands, den Waikoropupu Springs.

Nelson und Autokauf

01.-03.12.2013

(I promised to try to write a bit in English. Here is the first try.)

Nelson ist not a very spectactular place, but has mostly good weather. And a walk to the centre of the earthmiddle earth… New Zealand.

The YHA hostel I stayed at was more like hotel and quite empty. Fortunately, I had a very nice roommate: Jordan from Frisco, Colorado, USA. And although we only met on two evenings he invited me to stay at his house in Frisco once I get there. I gratefully accepted the offer and will stay there for some days in April to go skiing. If everything works out. The other important thing in Nelson was the purchase of my car. I finally did it and bought a Mitsubishi Magna, built in 1994, 220,000km, for $2,280 (New Zealand dollars). Still too expensive, but much more reasonable than in Auckland. And a quite sympathetic car salesman. Pics later.

Oh, and I almost forgot to tell one of my favourite experiences so far. I just passed by a theatre where lots of people were having a really good time, shouting and dancing. So I asked what the reason for that was and they told me to come in and find out. And yes, of course I did. On the way through the theatre someone said they were sharing the love and thus I got even more interested. On the stage was a group of around 10 young people and as soon as the doors were closed they started singing pop songs. These mostly dealt with praising the Lord and while they were singing, the whole crowd was dancing, clapping hands and singing along to songs like „You are limitless“, the title also being the main part of the lyrics. A very interesting experience, but once they stopped singing and preaching commenced, I sneaked out of the theatre. You never know. I still liked the idea of getting young people interested in religion in this way, although I’m not sure what kind of religion it was.

The Cook Strait and Picton

29.-30.11.2013

War was? Nee, ne. Dann kann’s ja weiter gehen.
Nach vier Wochen auf der Nordinsel (vgl. frühere Beiträge) wurde es langsam Zeit in den südlichen Teil des Landes zu wechseln. Dazu nahm ich die Interislander ferry über die Cook Strait, von Wellington nach Picton. Nach einigen verregneten Tagen in der Hauptstadt war das Wetter bei der Überfahrt hervorragend und das Cruisen durch die Marlborough Sounds dementsprechend schön.

In Neuseeland trifft man ja hauptsächlich Deutsche und Franzosen. So auch auf der Fährfahrt. Fabienne kommt, wie der Name schon sagt, aus Leipzig, und wir haben uns beim Schnacken auf dem Deck schön verbrannt. Zum Glück nicht sooo schlimm.
In Picton, auf der anderen Seite der Wasserstraße, war nicht so viel los. Immerhin gab es einen Irish Pub mit Livemusik und ein paar nette Hostelbewohner. Fabienne hat dann den Queen Charlotte Track gemacht, ich bin lieber mit dem Bus weiter nach Nelson gefahren. Und da mich das schon wieder etwas genervt hat, habe ich mich entschlossen, dort mal wieder auf Autosuche zu gehen.

Die weitere Planung (Update)

Wenig los hier. Liegt wohl hauptsächlich an mir. Ein paar Berichte liegen aber schon in der Schublade, allerdings wollen die noch mit Fotos versehen werden. Bis sie dann veröffentlicht werden, hier mal kurz ein Update für meine weitere Planung:

  • 02.03. Hawai’i (mit ordentlich Insel-Hopping)
  • 18.03. San Francisco und Umgebung
  • 24.03. Westküstentour nach Frisco/Denver
  • 10.04. Skifoan
  • 20.04. Denver – New Orleans
  • 24.04. New Orleans – Washington D.C.
  • von dort nach Philadelphia und New York City
  • 07.05. Neil Gaiman-Lesung in NYC
  • 09.05. Toronto und Umgebung, von dort nach Ottawa und Montréal
  • 23.05. Boston
  • 31.05. NYC – London

Einiges davon ist schon fest gebucht, der Rest ist noch nicht ganz fix, aber sehr wahrscheinlich. Das wird ein anderes Reisen als in Neuseeland. Aber davon bald mehr.

Wellington

25.-28.11.13

Eigentlich wollte ich hier ja helpx-en, aber mein Arbeitgeber ist leider kurzfristig krank geworden. So bin ich im YHA abgestiegen, in dem gerade zwei Schulklassen auf Klassenfahrt waren. Juchee. War aber nicht soo schlimm.

Wellington hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, auch wenn ich nach dem ganzen Herumgereise eher wieder im Entspannungsmodus war. Dazu kam noch, dass es ab dem zweiten Tag durchgehend geregnet hat. Das hat mich aber nicht gestört, denn die Museen (u.A. das Nationalmuseum Te Papa) kann man trotzdem besuchen. Ansonsten war ich Kaffee trinken, nix tun, James wiedertreffen, Bier trinken, Dorothy aus Auckland wieder treffen, nix tun und Jazz-Trio hören. Letzteres war wirklich eine der coolsten Geschichten: Während die ziemlich gute Band so spielte, stand ein Typ aus dem Publikum auf (war gerade erst gekommen), nahm sich das Mikro und fing an gesangstechnisch zu improvisieren. Klang etwas nach Ska, wobei das bestimmt nicht gewollt war. Die Band jammte so gut es ging mit und nach ca. 30 Minuten gab der Herr das Mikro zurück und verließ die Bar. Macht man in Jazzkreisen wohl so. Parallel dazu lief die LFL im Fernsehen, die Legends Football League, windschnittig-sportlich angezogene Frauen spielen so etwas Ähnliches wie Football und Männer analysieren die Spielzüge, Aktionen und Tacklings. Googelt das gerne mal. Strange. Gemma, eine Südafrikanerin aus dem YHA, meinte sehr passend, während sie abwechselnd zur Bühne und zum Fernseher zeigte: „I don’t know which is weirder.“ Als Sahnehäubchen gab es noch drei gut aufgelegte Inder, die Luftgitarre zur Jazzmusik spielten, herumtanzten und Heavy Metal-Posen zeigten. Ein schöner Abend. Wenn ihr jetzt auch noch alle gekommen wäret, wäre es perfekt gewesen…

Northland, nochmal

19.-24.11.13

Nach dem Auszug der Israeliten Arkady und Max gen Süden bin ich per Bus von Palmerston North zurück nach Auckland gefahren, wo ich kurz nach meiner Ankunft zufällig Harry getroffen habe, einen Fremdsprachenassistenten aus Kiel, den ich über Susi kennengelernt hatte. Da ein längeres Treffen leider irgendwie nicht passte, haben wir uns lose für meine Wiederkehr vor meinem Abflug aus Neuseeland verabredet.

Mein eigentlicher Grund für die Rückkehr in das nur so mittelspannende Auckland war aber, dass ich mit James, meinem Tauchbuddy aus Australien, einen letzten Abschiedstauchgang vor den Poor Knights Islands durchführen wollte. Dazu mieteten wir uns ein Auto (mit den öffentlichen Verkehrsmittel ist es hier organisatorisch ziemlich anstrengend und auch noch vergleichsweise teurer, zumindest wenn man spontan bucht) und fuhren nach Whangarei. Von dort ging es am nächsten Tag nach Taka-Tuka-Land Tutukaka, zu meinem ersten cold water dive – was bedeutet, es sind nicht 24 Grad wie in Cairns, sondern nur 18 Grad. Ein deutlich dickerer Neo erforderte mehr Gewichte und da ich ja auch seit dreieinhalb Monaten nicht mehr getaucht hatte, war der erste Tauchgang eher weniger erfolgreich. Als ich nach 15 Minuten anzeigte, dass mein Sauerstoff auf 100 Bar ist, entfuhr der Tauchleitung ein überraschtes „What?“ Das konnte man unter Wasser natürlich nicht hören. Bis zum Cave habe ich es aber noch geschafft, bevor ich dann hoch musste. Der zweite Tauchgang war besser, aber insgesamt bin etwas von der Unterwasserfaszination und der Tauchabhängigkeit geheilt. So ganz mein Sport ist das doch nicht. Und teuer isses auch. Die Fotos sind trotzdem toll.

Am nächsten Tag gab’s dann aber einen Sport, der mich sehr anspricht: Caving. Neben unserer Unterkunft befanden sich die Abby Caves, welche man selbst erkunden konnte. Trotz oder gerade wegen der Erfahrung aus Waitomo war das ein Highlight meines Aufenthaltes. Richtiges Abenteuer, mit Kraxeln, nass werden, glow worms und natürlich Verlaufen Erforschen von unbekannten Höhlengegenden. Bilder gibt’s nur bedingt.

In Auckland habe ich bzw. eher James noch eine Whiskeyprobe mitgenommen und dann haben wir mal wieder verabschiedet – er ist auf eine organisierte Tour gegangen, ich habe den Übernachtbus nach Wellington genommen.

Und weiter geht’s!

Nachdem ich den verehrten Lesern genug Zeit gegeben habe, den Adventskalender zu verdauen und ihren Rausch auszuschlafen, kann es hier im Blog ja weitergehen. Ich habe Weihnachten fernab der Heimat gut überstanden und bin entspannt ins neue Jahr gerutscht – 12 Stunden vor den meisten hier Mitlesenden. Im Moment bin ich gerade in Te Anau und regnet es gerade (mal wieder). Zeit (mal wieder) etwas zu schreiben. Tue ich auch gleich.

Wenn ihr also wissen möchtet, was ich in den letzten Wochen so gemacht, verloren, gekauft, kaputtgekriegt oder halt angestellt habe, dann stay tuned. Geht gleich los. Also wohl morgen.

Sag mal, Tobi, was machst Du eigentlich gerade?

Ich lasse das Leben auf mich regnen.

 

(Berichte gibt’s bald, versprochen.)

Happy New Year

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“I hope that in this year to come, you make mistakes.

Because if you are making mistakes, then you are making new things, trying new things, learning, living, pushing yourself, changing yourself, changing your world. You’re doing things you’ve never done before, and more importantly, you’re Doing Something.

So that’s my wish for you, and all of us, and my wish for myself. Make New Mistakes. Make glorious, amazing mistakes. Make mistakes nobody’s ever made before. Don’t freeze, don’t stop, don’t worry that it isn’t good enough, or it isn’t perfect, whatever it is: art, or love, or work or family or life.

Whatever it is you’re scared of doing, Do it.

Make your mistakes, next year and forever.”

– Neil Gaiman

Und auch von mir die besten Wünsche für 2014!