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Das typisch deutsche Gericht

Ich arbeite gerade bei einer Familie in Motueka und werde dort ordentlich durchgefüttert. Am letzten Abend , welcher am Donnerstag sein wird, ist es aber meine Aufgabe, ein typisch deutsches Gericht zu kochen. Was würdet ihr denn als das typische Essen für (Nord-)Deutschland bezeichnen? Am besten gleich mit Rezept 😉

(Meine deutschen  Vorgänger haben mal Kaiserschmarren gemacht. Finde ich jetzt nur so mitteltypisch.)

Die weitere Planung

Hier mal eine Übersicht der Daten, die ich bisher fest gebucht habe. Das heißt aber natürlich nicht, dass die sich nicht noch ändern können 😉

31.12. Christchurch

10.-13.01. Milford Track

So, 02.03. Auckland-Honolulu

Mo, 17.03. Honulu-San Francsico

Di, 03.06. New York City-London

Australien – Tops, Flops und ein wenig Sentimentales

Hier finden sich die vier Top Fünf auf Seite 6. Oder so.

Top (einigermaßen ungeordnet)

  • Die Westküste
  • Mossman
  • Melbourne
  • Tauchen
  • Road Trips
  • Red Centre Tour
  • Lesen
  • Reef Teach-Vortrag in Cairns über das Great Barrier Reef (Der mit Abstand beste Vortrag, den ich je gehört habe.)
  • Die Führung durch das Parlament Victorias (So ein sympathisch-witziger Führer in einem politisch wichtigen Gebäude hat mich doch überrascht.)
  • meine Route 😉

Flop (mehr konnte ich nicht finden)

  • Surfers Paradise
  • Cairns (als Stadt)
  • Surfen – da ich es zeitlich und organisatorisch irgendwie nicht hinbekommen habe, mich auf ein Brett zu stellen 🙁

Was ich vermisse:

  • Natürlich das deutsche Brot bzw. die Brötchen.
  • Ab und zu eine längerfristige Begleitung von einigen tollen Menschen, die ich hier so treffe. Es ist schade, dass manche in die andere Richtung reisen, manchmal hätte ich gerne mehr Zeit mit ihnen verbracht.
  • Euch alle (ja, auch Dich)!

Australien – ein paar unsortierte Statistiken

Ich mag ja Statistiken. Deshalb gibt es hier welche zu meinem Australienaufenthalt:

Wie viele Tage habe ich in welchem Staat verbracht?

Staat Tage Aufenthalt (ca.)
Western Australia 21
Northern Territory 17
Queensland 62
New South Wales 10
South Australia 6
Victoria 9
Australian Capital Territory 2
Gesamt 127

Ergebnis: Wie jeder gute deutsche Tourist war ich am längsten an der Ostküste unterwegs. Das lag aber auch daran, dass ich dort jeweils für ca. zwei Wochen gearbeitet habe.

Flüge

  • HH-London Heathrow
  • LHR-Singapur
  • Singapur-Perth
  • Alice Springs-Cairns
  • Brisbane-Adelaide
  • Sydney-Auckland

Verloren

  • Hut
  • Sonnenbrille
  • Badehose
  • Shampoo (2x)
  • T-Shirt

Krankheitstage

  • 0 (toitoitoi, dreimal auf dem Wege zur Krankheit geschickt gegengearbeitet)

Was ich wo gesehen habe – eine Auswahl

Spezies

Geschätzes Vorkommen in Australien

Davon selbst gesehen

Wo am häufigsten gesehen

Kängurus/Wallabys

Millionen

Jede Menge

überall

Cassowarys

1000

2

Mission Beach

Krokodile

ca. 150.000

6

Kakadu National Park

Aborigines

ca. 500.000

So einige

Alice Springs

Schweizer

Immer mindestens einer

Immer mindestens einen

überall

Koalas

Immer mehr

ca. 20

Südküste

Hasen

Zu viele

1

Canberra

Cane toads

Zu viele und immer mehr

3

Wasserfall Westküste

Deutsche

4 Mio

2 Mio

Ostküste

Aufgehoben für das nächste Mal (bei Interesse bitte melden für zukünftige Planungen)

  • Cape York
  • Tasmanien
  • FNQ in der Regenzeit (aber nur für eine Woche)
  • der Südwesten
  • nochmal die Westküste (Ningaloo Reef, Karijini, Kimberlys, hach)

Gelesen

  • Bill Bryson, Frühstück mit Kängurus
  • Lee Child, Killing Floor
  • Kenneth Morgan, Australia – A Very Short Introduction
  • Neil Gaiman, Smoke and Mirrors
  • Wilhelm Busch, Max und Moritz
  • Jonathan Safran-Foer, Tiere essen
  • Thomas Stephan, Weniger knipsen mehr fotografieren
  • Joachim Herrmann, Welcher Stern ist das? Sterne beobachten
  • Gary Larson, The Far Side Gallery 1+2
  • J.R.R. Tolkien, The Hobbit
  • J.R.R. Tolkien, The Silmarillion
  • Bryce Courtenay, The Australian History Collection
  • Kurt Tucholsky, 20 Gedichte
  • Ray Bradbury, The Last Night of the Earth
  • Kurt Tucholsky, 16 Geschichten und Essays, darunter dieser sehr schöne und passende Text:

Die Kunst, richtig zu reisen

Entwirf deinen Reiseplan im großen – und laß dich im einzelnen von der bunten Stunde treiben.

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.

Niemand hat heute ein so vollkommenes Weltbild, dass er alles verstehen und würdigen kann: hab den Mut, zu sagen, dass du von einer Sache nichts verstehst.

Nimm die kleinen Schwierigkeiten der Reise nicht so wichtig; bleibst du einmal auf einer Zwischenstation sitzen, dann freu dich, dass du am Leben bist, sieh dir die Hühner an und die ernsthaften Ziegen, und mach einen kleinen Schwatz mit dem Mann im Zigarrenladen.

Entspanne dich. Laß das Steuer los. Trudele durch die Welt. Sie ist so schön: gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.

(http://www.textlog.de/tucholsky-kunst-reisen.html)

Australien – ein paar unsortierte Gedanken

Vier Wochen Monate Down Under. Da stellt sich natürlich die typische Schülerfrage: „Und was hat das jetzt gebracht?“ Ein paar Erkenntnisse:

  • Die Anrede „guys“ kann man für alle Geschlechts- und Altersgruppen verwenden.
  • Ein stubby cooler ist eine tolle Erfindung – und meiner ist der tollste.
  • Nur weil es alle machen muss es ja nicht gleich schlecht sein (Touren nach Fraser Island und auf die Whitsundays).
  • Schuhe werden überbewertet.
  • Gürtel auch.
  • Deo auch.
  • Es gibt so viele tolle Menschen.
  • Life is about people, situations, moments. (Ja, ich weiß, blabla und so.)
  • Appreciate. 😉
  • Alle Aussies sind lovely. Alle. (Außer einigen Busfahrern.)
  • I will never get tired of whale-watching, turtle-spotting and dolphin seeking. Or seal spotting.
  • Und man braucht Englisch doch!
  • Ich habe in den letzten vier Monaten soviel gelesen, wie schon seit ziemlich langer Zeit nicht mehr und genieße es sehr – Kindle sei Dank. Super Geschenk, Jungs und Mädels!
  • Ein starker Euro entspannt das Reisen – je mehr Geld ich ausgegeben habe, desto mehr habe ich gespart. (Milchmädchenrechnung, ich weiß.)
  • Bisher noch keine ehemaligen Schüler getroffen. War aber bestimmt knapp. (Dafür heute gerade mit einer Ex-Schülerin von Tobi Mü’s Schule gesprochen. 😉 )
  • Touristen-Infos sind ungemein herzliche Orte. Im Normalfall habe ich 15 Minuten mit den Damen und Herren geredet, bzw. sie mit mir. Der Rekord für die Ewigkeit war aber Charters Towers. Die nette Dame hatte gerade nix zu tun und wir auch nicht und so haben wir mehr als 30 Minuten über Gott und die Welt (u.A. Schule) geschnackt. Das Highlight des ansonsten eher unspektakulären Aufenthalts in der Goldgräberstadt.
  • Reisen macht Spaß.
  • Verweilen auch.

Ein erstes Zwischenfazit

Nach vier Monaten in Australien ist das erste Drittel meiner kleinen Weltrunde bereits vorbei. Zeit für ein Fazit, wie ich finde.

Ich hatte wirklich eine unglaublich tolle Zeit in einem außerordentlich interessanten Land. Die vielfältigen Landschaften samt Flora und Fauna sowie die faszinierende Tierwelt haben mich total in ihren Bann gezogen. (Nein, Tine, das Bioprofil übernehme ich trotzdem nicht.) Dazu kommt, dass die Aussies das liebenswerteste Völkchen sind, das mir bisher untergekommen ist. Ich habe durchweg sehr offene, redselige Menschen getroffen, die mir mit einer positiven Lebenseinstellung, einer immensen Freundlichkeit und einem angenehm albernen Humor imponiert haben. Das muss doch am Wetter liegen.

Nach den bereits von Deutschland aus durchorganisierten ersten sieben Wochen mit der tollen Westküstentour, meinem ersten Campervan-Trip und dem Besuch des Roten Zentrums kamen die zwei Wochen bei Shaun in Mossman genau rechtzeitig, um die ganzen Eindrücke sacken und die Seele baumeln zu lassen.

Der Tauchkurs am Great Barrier Reef war beeindruckend und hat süchtig gemacht – auch wenn ich seitdem leider nur einmal getaucht bin. Der Road Trip die Ostküste hinunter hat viel Spaß gemacht und Wildcamping verleiht wirklich ein Gefühl von Freiheit. Die Südküste war dann zwar etwas frischer, aber nicht minder interessant – ich bin immer noch begeistert, wie viele Robben, Pinguine und Koalas ich gesehen habe. Der Abschluss mit Melbourne, Canberra und Sydney (Berichte folgen) war passend, auch wenn ich nach mehr als zwei Wochen in Städten immer größeres Verlangen habe, wieder raus in die Natur zu düsen.

Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Route. Ich habe bis auf Tasmanien (nächstes Mal) alle Staaten bereist und hatte auch häufig ausreichend Zeit, um die interessanten Dinge zu sehen. Wie eine kleine, weise Frau (ich glaube, den Gag darf ich hier machen) vor meinem Abflug meinte:

Es gibt drei Sorten von Menschen: die, die sich in Australien verliebt haben, die, die sich in Neuseeland verliebt haben, und die, die sich nicht entscheiden können.

Ich will mich noch gar nicht entscheiden, kann aber so viel sagen: Dieses Neuseeland wird sich gewaltig anstrengen müssen.

Kangaroo Island – Day 2

13.10.13

Nach der Morgentierschau (Kängurus und Alpacas) und Frühstück sind wir zu den Remarkable Rocks aufgebrochen. Die hatte Matthew Flinders bei seiner Australienumseglung gesehen und gemeint, dass sie „pretty remarkable“ seien. Australische Namensgebung ist so praktisch. Recht hatte er trotzdem.

Beim Admirals Arch haben wir dann die andere Robbenspezies der Insel gesehen: die New Zealand fur seals. Im Gegensatz zu den australischen Seelöwen sind die fur seals nicht vom Aussterben bedroht. Sie stehen ihnen an Niedlichkeit aber in nichts nach.

Da das Wetter sehr durchwachsen war (Wind und Regen), haben wir danach nur noch Stationen aufgesucht, die überdacht waren: das Flinders Chase Discovery Centre, die Emu Eucalyptus Distillery und die Honey Farm. Eher wenig spektakulär, aber mir war eh‘ etwas kalt. Ich hatte mich noch nicht an das veränderte Klima gewöhnt und außerdem meine lange Hose im Hostel gelassen.

Das bemerkenswerteste an der Tour war vielleicht, dass ich der einzige deutsche Teilnehmer war. Das gab’s bisher noch nie. (Schwyzerdütsche zähle ich jetzt mal nicht dazu, die sind ohnehin nur sehr schwer zu verstehen.) Tourguide Sandy war sehr cool und hat mir auf der Rückfahrt sogar noch ihre Playlist mit typischer australischer Musik kopiert. Jetzt bin ich bestens ausgestattet für meinen Road Trip nach Melbourne.

sandy

Känguru und Sandy – oder andersrum

100

Heute ist es 100 Tage her, dass ich Deutschland verlassen habe. Eine ganz schön lange Zeit. Deshalb freut es mich besonders, dass ich noch so guten Kontakt mit so vielen Leuten aus der Heimat habe. Danke. Morgen fliege ich von Brisbane nach Adelaide und werde mir mal den Süden Australiens angucken.

Cane Toads

Die folgende Story hat mich während meines ganzen Australienaufenthaltes begleitet, in verschiedenen Variationen und Ausprägungen. Ich habe hier mal meine favorisierte Version niedergeschrieben:

Die Geschichte der Cane Toads macht gut deutlich, warum die Australier so pingelig sind, wenn es um die Einfuhr von fremder Flora und Fauna geht. So hatte vor gar nicht allzu langer Zeit in einem nicht allzu weit entfernten Örtchen, nennen wir es Mossman, ein gar nicht allzu heller Farmer eine Idee, wie er die ganzen blöden Käfer, die seine Zuckerrohrfelder befallen haben, loswerden könnte. So importierte er einen kleinen Koffer mit ein paar Handvoll Kröten aus Südamerika, deren Leibspeise die bereits vorgestellten Käfer sind, und setzte sie in seinem Feld aus, auf dass sie alle blöden Käfer auffressen sollten. Was er leider nicht bedacht hatte, war, dass die Kröten nicht springen können, geschweige denn an dem Zuckerrohr hochlaufen können. Die Käfer ihrerseits aber schon. Das taten sie dann, als sie merkten, dass man ihnen nach dem Leben trachtete, auch. Und die Kröten guckten wohl gleichzeitig dumm aus der Wäsche und hoch auf die Käfer in den Zuckerrohren.

So weit, so dämlich. Was nun aber extrem ungünstig war, ist die Tatsache, dass sich die Kröten – sei es aus Langeweile ob der Untätigkeit oder einfach so – in einer unglaublichen Geschwindigkeit vermehrten, noch bevor der werte Farmer auch nur daran denken konnte, sie wieder einzusacken. Und so waren binnen kürzester Zeit ganze Landstriche von diesen Kröten durchzogen. Das klingt jetzt erstmal nicht nach einem immensen Problem, wenn man aber bedenkt, dass diese Kröten für Menschen hochgiftig sind, wird das Ausmaß dieses Vermehrungsprozesses nachvollziehbarer. Zwar muss man schon an ihnen lecken, um sich wirklich zu vergiften, aber immerhin. Außerdem fressen sie natürlich den einheimischen Tieren die Nahrung weg und vergiften diese auch teilweise.

Ausgehend von diesem einen Feld sprangen (Obacht: Wortspiel) die Kröten jedenfalls auf weitere Teile Queenslands über, bis sie im ganzen Staat zu finden waren. Von dort ging es in den Westen ins Northern Territory und im Moment sind sie gerade dabei Western Australia zu bevölkern. Die Regierung versucht mit allen Mitteln dieses Vordringen einzudämmen und veranstaltet „Catch a toad“-Tage in den Schulen, an denen alle Schüler möglichst viele dieser Viecher fangen sollen. Interessante Idee, oder? Natürlich haben die lieben Kleinen Schutzhandschuhe an.

So richtig von Erfolg gekrönt sind diese Aktionen aber nicht, und so findet man sie immer mal wieder in feuchten Ecken und auch in Gorges, frei nach dem Motto: Und wenn sie nicht gestorben sind, vermehren sie sich noch heute.

Sieben Wochen ohne

Es wurde ja auf einigen Fotos schon deutlich: Ich habe mich längere Zeit nicht mehr rasiert. Das letzte Mal in Broome. Erst war das Faulheit, da ich keine Lust hatte, den Rasierer dauernd aus dem Backpack zu wühlen, dann war es… äh… weiterhin Faulheit. Oder Bequemlichkeit, das klingt besser. Und natürlich ein Experiment. Da ich ja schon diverse Zuschriften bekommen habe, wie das denn nun wirklich aussieht, präsentiere ich hiermit: Tobi mit Bart.

 P1060733

Gehaltvolle Kommentare oder auch solche unter der Gürtellinie (damit alle angesprochen sind) bitte in den, wie passend, Kommentaren.

Mittlerweile ist er übrigens, nach ziemlich genau sieben Wochen, wieder ab. Dazu muss man nur aus einem Flugzeug springen und der Fallwind erledigt den Rest.

Skydive0014

Gibt es weitere Wünsche für zukünftige Experimente? Ich bin derzeit für alles offen.

Heute geht es übrigens von Cairns aus weiter in den Süden, mit vielen Ideen, aber ohne richtigen Plan. Auch mal schön.