Immer, wenn wir an einem Zwischenziel der Reise angekommen sind, hat unser Tourguide Duffy folgendes Lied gespielt:
Download VideoWirklich IMMER!!!
(Das Einbetten klappt irgendwie nicht, ist aber ja auch nicht so schlimm.)
Immer, wenn wir an einem Zwischenziel der Reise angekommen sind, hat unser Tourguide Duffy folgendes Lied gespielt:
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(Das Einbetten klappt irgendwie nicht, ist aber ja auch nicht so schlimm.)
13.07.13
Noch ’ne Gorge, Hamersley Gorge. Und zwar zum Sonnenaufgang. Über Sinn und Unsinn dieses Unterfangens kann man sich evtl. streiten (besonders wenn man deswegen bereits um 4.30 Uhr los muss), allerdings war es, wenn ich die Fotos betrachte, den Aufwand wieder mal wert. Geschwommen bin ich aber (zum ersten Mal!) nicht, das war nur was für die ganz Harten.
Danach sind wir weitergefahren. Mittag gab es in Port Hedland, wo es große Schiffe zu sehen gab, die ich extra für Basti hier mal hochlade:
Auf dem Weg zur Unterkunft im Pardoo Roadhouse haben wir noch das laut Duffy (und ich sehe das genauso) beste Spiel, das man in einem Bus spielen kann, gespielt. Und ja, natürlich schreibe jetzt hier den Ablauf auf.
Also, der Fahrer braucht jede Menge Süßigkeiten. Auf sein Kommando „Duck“ hin, müssen sich alle Fahrgäste hinter der Lehne des Vordermanns ducken. Der Fahrer schmeißt nun jede Menge Süßigkeiten nach und nach nach (coole Satzkonstruktion) hinten, und zwar mit Schmackes. Niemand darf die Süßigkeiten einsammeln, auch wenn sie direkt auf dem Schoß liegen. Auf das Kommando „Mad Scramble“ dürfen/müssen/sollen dann alle Mitfahrer möglichst viele Süßigkeiten zusammensuchen und dürfen dabei auch über die Lehnen nach vorne, hinten und zur Seite grapschen und sogar aufstehen. Bei Stopp ist Schluss, wie schon Thomas Grüner sagte. Dann kann man entweder aufhören und essen oder halt noch verschiedene Aufgaben an diejenigen verteilen, die z.B. die meisten Haribo-Tütchen bekommen haben. Ich musste z.B. einen Witz erzählen. Großartiges Spiel, schade, dass es auf Grund der Sicherheitsaspekte wohl nichts für Schulfahrten ist…
Im Pardoo Roadhouse gab es dann die erste richtige Bekanntschaft mit den Mücken, so dass meine Füße am nächsten Morgen schön zerstochen waren. Selber Schuld, wenn man Sandalen trägt.
12.07.13
Gorges, part 2. Die Bilder sprechen für sich, denke ich.
Weanu Gorge und Hancock Gorge (bin mir gerade nicht mehr ganz sicher, welche Bilder von welcher Gorge sind, da es die meisten meiner Mitleser aber auch nicht wissen, ist das ja nicht so schlimm):
Bevor es in der ersten Schlucht zu der Stelle ging, an der wir uns mit einer Stange (railing) hinunterhangeln mussten, bat Duffy uns, kurz zu warten. Er müsste kurz um die Ecke gehen und sich die Sache näher angucken. Er kam aber erstmal nicht wieder, dafür sein bester Freund: Oz-Man.
Der hat uns fortan den ganzen Tag begleitet. Weltklasse Aktion.
Joffre Gorge
Falls jemand vorhat, dort auch mal hinzugehen, sollte man gegen 9.30h in die Weanu Gorge und gegen 12.00h in die Hancock Gorge gehen, dann hat man nämlich an den wenigen möglichen Plätzen Sonnenschein und kann sich nach den schattigen Abschnitten oder nach dem Schwimmen aufwärmen. Das sind halt die Vorteile einer geführten Tour.
Nach den ganzen tiefen Schluchten ging es abends hoch hinaus. Star gazing stand auf dem Programm. Und da in Karijini im Gegensatz zu den Städten so gut wie keine Lichtverschmutzung durch Neonlicht, Häuser, Laternen etc. herrscht, konnten wir den ganzen weiten Sternenhimmel sehen. Dazu durften wir durch Teleskope gucken und es gab es einige Erklärungen zu den Sternzeichen und anderen Himmelsformationen. So habe ich dann auch offiziell das Kreuz des Südens (Southern Cross oder auch Christian Cross) mit den dazugehörigen pointer stars Alpha und Beta Centauri kennengelernt. Das kann nämlich nur in der südlichen Hemisphäre gesehen werden und dient zur Orientierung nach Süden. Außerdem ist es auf der australischen Nationalflagge (rechts). Die anderen Infos waren auch ganz interessant, insgesamt war die Veranstaltung aber nicht so ganz überzeugend. Muss ja auch mal sein.
Nachdem ich ja gestern und heute in Windeseile die erste Woche meiner Reise in Berichten abgefertigt habe und ich momentan gerade Zeit, Lust und Internet habe, vielleicht mal kurz ein aktueller Zwischenstand:
Ich bin heute (Dienstag) in Cairns gelandet und werde nun den Nordosten Australiens unsicher machen. Pläne habe ich aber noch keine, nur Ideen. Schön. Ich brauche auf jeden Fall mal Zeit, die ganzen Eindrücke sacken zu lassen. Da passt es ganz gut, dass ich ab Donnerstag einen Job habe. Wie der genau aussieht, weiß ich noch nicht, aber wenn’s gut läuft, bin ich erstmal für eine Woche an einem Ort in einem Zimmer – das war zuletzt in Deutschland der Fall.
Aus gegebenem Anlass hier noch schnell zwei Schlagzeilen aus den heutigen Nachrichten:
Major parties are about to use social media in their campaigns (Krass, oder? Passt ganz gut zu meiner bisherigen Erfahrung mit diesem neumodischen Internet hier. Hier ist übrigens gerade Wahl, ich kriege aber kaum was davon mit.)
Study finds weather changes may contribute to bad behaviour (Das erklärt natürlich Einiges, liebe Kollegen. Ich wünsche einen guten Schulstart und möglichst wenig Wetteränderungen!)
Erstmal ein dickes Dankeschön für die vielen Glückwünsche! Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr an mich gedacht habt. Ich hatte einen schönen Tag am Uluru mit tollen Eindrücken und anschließender sternenklarer Nacht im Swag. Das können auch nicht viele über ihren Geburtstag sagen.
Die neue Nummer hat sich ja auch schon rumgesprochen (fein, dass ihr alle so brav meinen Blog lest), so dass ich meine SIM-Karte zukünftig nicht mehr wechseln muss 😉 Ich werde die Nummer heute oder morgen nochmal irgendwo präsent platzieren, habe da schon eine Idee, aber gerade keine Muße, denn es soll ja weitergehen mit den Berichten meiner bisherigen Reise. Geschrieben ist schon Einiges, es muss nur noch veröffentlicht und mit Bildern versehen werden. Das gestaltet sich bei der hiesigen Verbindungsrate aber etwas schwieriger, also habt Geduld und Nachsicht – wie immer also.
Auf den nächsten Seiten kommen jedenfalls nach und nach die Berichte. Mal sehen, wer das alles liest. Ich schreibe es so oder so gerne auf, macht bisher echt Spaß und ist ja auch eine schöne Erinnerung. Kommentare sind natürlich immer gerne gesehen. Klappt ja bisher auch schon ganz gut.
02.-05.07.13
Die ersten Tage in Australien habe ich in Perth verbracht. Und mein (zugegebenermaßen anspruchsvoller) Plan „Ein Jahr ohne Regen“ hatte sich leider schon in der ersten Nacht erledigt. Gut, dass Birte am nächsten Morgen aus Adelaide kam, so dass wir dann gemeinsam durch das kühle Perth wandern konnten und jeder gleich mal 14 Australische Dollar für Rührei mit Toast ausgegeben haben – ein erster Eindruck der australischen Preise, der sich in den nächste Wochen bestätigen sollte. (Gerade gelesen: Perth wurde heute als Nummer zehn der teuersten Städte der Welt gekürt. Darwin 12. Platz. Trondheim ganz vorne.) Aber ist ja Urlaub. Zumindest für Birte. Perth selbst hat mich nicht so umgehauen, schon irgendwie nett, aber wenig Flair und so eine modern durchgestylte Innenstadt, wie man sie mittlerweile häufiger sieht. Wir haben uns dann noch den Pier, den Bell Tower und einen Park angeschaut und auf dem Rückweg herausgefunden, dass man in der State Library für drei Stunden umsonst ins Internet kann. Hilft aber nur bedingt, wenn man erst 30 Minuten vor Schließung hingeht. Abends bestätigte sich unser Gefühl des Tages, dass die Australier eher kälteresistent sind. Die Restaurants waren gut gekühlt und hatten die Tür zur noch kühleren Straße meist offenstehen. Dafür gab’s das erste australische Bier. Recht lecker.
Next day: Das Museum of Western Australia war wirklich spannend und wir wären bestimmt noch länger geblieben, wenn das Wetter nicht so gut gewesen wäre und wir deshalb zeitig nach Fremantle, einen Vorort von Perth, wollten. Hat sich gelohnt. Freo, wie es die Einheimischen bestimmt nennen, hat nämlich total Flair. Und ein Gefängnis, Fremantle Prison. Die Tour dort war spannend, der Tourführer war eine Mischung aus Tom Hanks und Bill Murray und auch sonst ganz lustig. Und ich habe meinen ersten Galgen gesehen. Mmh. Den Rest des Tages sind wir dann flaniert, dazu gibt es ja schließlich den Cappuccino Strip. Abends ins Little Creatures, eine micro brewery mit verschiedenen kreativen Bierzusammenstellungen. Sehr nett, auch wenn sie bei der Pizza den Prosciutto vergessen haben und ihn uns auf Nachfrage als Extrateller neben die Pizza gestellt haben. Mmh.
Wenn in den Kommentaren mehr geschrieben steht als im Blog selbst, dann kann das bedeuten, dass die Blogbeiträge derart anregend sind, dass sich viele Menschen dazu äußern möchten. Oder dass der Blogbetreiber zu wenig schreibt.
Wie auch immer: Ich bin gerade in Darwin, habe unglaublich tolle erste vier Wochen hinter mir und fahre heute mit dem Zug nach Alice Springs, um von dort aus das rote Zentrum zu rocken (wenn man dem Namen der Tour glauben schenkt).
Ich habe auf der 23-stündigen Zugfahrt hoffentlich etwas Zeit, um die bisher gemachten Eindrücke zu sortieren und, auch für mich, schriftlich festzuhalten. Das werde ich dann hier veröffentlichen. Ist zumindest mein wieder einmal guter Vorsatz. Auf jeden Fall gibt es bald mal Bilder zu sehen.
Ich bin übrigens fortan unter der folgenden australischen Nummer erreichbar: +61421459749. Falls ihr mal eine SMS schreiben möchtet, gerne.
Die Berichte gibt es dann wohl stückchenweise in den nächsten Tagen. Hoffentlich. In diesem Sinne erstmal viele Grüße aus dem Top End von Down Under.
Update: Ein kurzer Zwischenstopp in Katherine und schon geht’s los. Bericht über die ersten Tage ist online. Mehr aber erst morgen. Oder so.
Hinter mir liegen turbulente Tage.
Und hier kommt dann auch gleich die Entschuldigung für die vielen unbeantworteten SMSen und die zu kurzen oder ausgefallenen Telefonate – ich hatte wirklich viel zu tun und manchmal einfach keinen Kopp mehr für manche Dinge.
Die Wohnungsauflösung auf Raten erforderte viel Geduld und zeigte immer wieder, dass ich einfach nicht schätzen kann, wie viel Mobiliar und Kleinkrams in einen Hänger passt. Oder in einen Sprinter. Oder noch einen Hänger. Oder in mein Auto. Danke für die vielen helfenden Hände, die mich bei der Unterbringung meiner Sachen unterstützt haben. (Kerrin, die Miete für den nun voll ausgestatteten Keller darfst Du alleine einstreichen. Und in Onkel Toms Hütte kann ich bei meiner Wiederkehr eigentlich gleich einziehen.)
Parallel zum Umzug und jeder Menge organisatorischem Kram gab es viele emotionale Abschiede, die praktischerweise auf mehrere Tage ausgeweitet wurden und mir wunderschöne und lustige Erinnerungen zum Mitnehmen brachten. Z.B.:
„Een Jahre ist eine lange Tied,
wenn es noch vor einem liegt.
ein Jahr ist nur ein kurzes Stück,
blickt man später drauf zurück.“
Es waren wirklich schöne vorerst letzte Tage (so muss man das wohl sagen) und ich werde euch alle wirklich vermissen. Und ich freue mich, bei meiner Rückkehr wieder so viele tolle Menschen zu treffen.
Nun sind es 23° Celsius, ich gucke nach Süden (Danke, Kattl!) und sitze am Heathrow Airport, wo man 45 Minuten Free Wi-Fi-Zugang hat. Mein Flug nach Singapur startet in zwei Stunden und irgendwie realisiere ich glaube ich immer noch nicht, was das eigentlich bedeutet. Wohl zumindest dies:
Vor mir liegen turbulente Tage. Und ich freue mich darauf.