Archiv der Kategorie: hiking

Motueka and Nelson Lakes, again – same old, same old

05.-10.02.2014

Bevor ich die Südinsel verließ, habe ich Rima und Dennis nochmal einen Besuch abgestattet. Das passte organisatorisch sehr gut, da ich am Waitangi Day, dem neuseeländischen Nationalfeiertag (fleißige Leser erinnern sich) gerne etwas Kulturelles sehen wollte. So kam ich morgens an der altbekannten Motueka-Marae an, habe dort meine kleine Familie wiedergetroffen und bin dann nach Nelson, wo die lokale Maorigruppe im Finale des Marae-Wettbewerbs stand. Leider sind sie nur zweiter geworden, warum konnte mir auch niemand so recht erklären. Zumal die Bewertung und Verkündung auf Maori stattfand. Am nächsten Tag habe ich mir die Motueka High School angeguckt. Jaha, ich war in der Schule. Muss ja auch Punkte für mein nächstes Sabbatjahr sammeln, damit man mich nochmal weglässt. Ich hatte im Dezember schon mit Schulleiter Scott gesprochen und dann kurzfristig über Dennis, der dort Hausmeister ist, einen Besuch klargemacht. Fazit: War auch nicht anders, als bei uns. Selbst die angeblich überall vorhandenen Whiteboards fehlten meist. Naja, trotzdem nett, zur Abwechslung mal wieder eine Schule von innen zu sehen. Reicht dann aber auch erstmal für ein paar Monate. Abends ging’s zum Rugby-Spiel der Crusaders gegen die Highlander. Das sind sowas wie die Landesauswahlmannschaften, also ein ziemliches Spektakel und volle Hütte in Motueka. Kein Wunder, wenn da sogar ein paar All Blacks mitspielen. Leider hat es extrem geregnet.

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Nach dem erneuten Abschied stand ein ebenfalls erneuter Besuch der Nelson Lakes an. Ich hatte so viele Leute getroffen, die davon geschwärmt haben, dass ich es nun auch nochmal sehen musste. Und ja, es war den Umweg wert:

Zwei Tage wandern waren dann aber auch wieder genug, außerdem musste ich mein überteuertes Auto ja überteuert loswerden. Wie das geklappt hat, erfahren Sie im nächsten Eintrag. Der bestimmt bald kommt.

Fantastic Fiordlands – Part 4: The Kepler Track

23.-26.01.2014

I proudly present: my favourite hike during my travels: the Kepler Track.  After all the tramping in the last days and weeks I had been a bit overwalked and I actually had only booked the huts for the track because the forecast had been alright. Thus, I did not really expect a lot from the track. The first day was a lot of bushwalking without many views and a quite steep ascent of 1000 meters. But once I arrived at Luxmore Hut there was a pretty good view over Lake Te Anau and the hut ranger Pat gave us some information about nature and wildlife on a guided walk.

The following day kept me enthusiastic for the next few weeks. Every time I had a look at the pictures or thought about walking the track I had to smile. Even now I have to. Throughout the whole day I was walking across mountain ridges with stunning views to both sides: valleys, lakes, mountains, sky and clouds. It had snowed the night before and the track as well as the peaks were partly covered with snow. So hiking was a bit of a challenge, but the views made up for all the effort and wet feet.

I filmed heaps of videos as well, but you have to wait for them until I get home. I do hope, though, that the fascination, the openness and the beauty of the track become visible in the pictures.

Fantastic Fiordlands – Part 2: Camping and tramping

14.-18.01.2014

Nach zwei Tagen Erholung habe ich mir die Road to Milford Sound samt einiger ihrer Tageswanderungen angeschaut. Da ich etwas Zeit hatte, konnte ich glücklicher Weise auf das bessere Wetter warten. Ohne Sicht auf Berge kraxeln ist ja auch nur bedingt sinnvoll. Mit Sicht ist es besser. Siehe da:

Fantastic Fiordlands – Part 1: The Milford Track

10.-13.01.2014

So gut wie der gesamte Südwesten der Südinsel Neuseelands ist ein Nationalpark. Die Gletscher, Mt Aspiring und die Fiordlands machen es möglich. Heute bin ich entlang der Southern Scenic Route von Queenstown nach Te Anau gefahren. Vorher habe ich noch kurz mein Visum verlängert (Notiz für die Zukunft: lieber von zu Hause machen). In Te Anau bin ich im YHA abgestiegen, welches für die nächsten 2,5 Wochen meine Basis für diverse Wanderungen sein sollte. Am nächsten Tag ging es nämlich gleich wieder los, denn „the finest walk in the world“ wartete: der Milford Track. Zum Start des Tracks kommt man mit Bus und Fähre und dann wandert man eine gute Stunde zur ersten Hütte, bei der ich ein kurzes Bad im kalten Clinton River genommen habe. Wahrscheinlich das sauberste Wasser, in dem ich je war. Abends lernte ich dann die anderen Wanderer kennen, mit denen ich die nächsten Tage unterwegs sein würde. Ein paar Kiwi-Familien, die üblichen Israelis sowie ein belgisches Pärchen und eine australische Lehrerfamilie, mit der ich mich gleich anfreundete – Aussies sind halt toll. Das Wetter auf dem Trip passte nahezu perfekt: zwei Tage Sonnenschein mit toller Aussicht, rapider Wetterwechsel über Nacht und dann zwei Tage Regen mit beeindruckenden Wasserfällen links und rechts.

Mir hat der Track sehr gut gefallen, war aber nicht der beste, den ich je gemacht habe. Der kam erst noch.

Mount Aspiring National Park, Wanaka und Queenstown

03.-09.01.2014

Nach drei Tagen Stadtleben war es wieder Zeit für die Natur. So hielt ich für eine Nacht am windigen und überfüllten Lake Tekapo (ich habe gerade noch einen Campingplatz bekommen) und habe Mount John bestiegen.

Da die Wettervorhersage ziemlich mies war, habe ich danach Mount Cook rechts liegen gelassen und bin direkt nach Wanaka und in den Mt Aspiring National Park gefahren. Dort habe ich den lokalen Berg umrundet und danach noch einen coolen Track am Diamond Lake gemacht.

Ärgerlicher Weise ist mir dabei meine ohnehin schon lädierte Kamera (einigen wird evtl. der Fleck in der Mitte der meisten Fotos aufgefallen sein) endgültig kaputt gegangen. Blöd. Vor allem, da am nächsten Tag der bis dato tollste Track anstehen sollte, der zum Rob Roy Glacier. Die Fahrt zum Anfang der Wanderung war schon spektakulär (natürlich), die glacier valley aber noch cooler. Und ich konnte keine Fotos machen. Somit muss ich mir die Eindrücke im Gedächtnis behalten. Das fällt nicht schwer, denn bei der ersten Lichtung auf dem Weg nach oben empfing mich ein wunderbarer Regenbogen, der das ganze Tal ausfüllte. Und niemand außer mir war da um ihn zu sehen. Appreciate.

Abends habe ich mir dann aber doch eine neue Kamera gekauft. Sonst kann ich in Zukunft ja gar nicht mehr angeben. In den nächsten Tagen war es meist regnerische, so dass ich mir die Gegend aus dem Auto angesehen habe. Dabei habe ich kurz in Queenstown, Action Capital of the world, gehalten und musste auch gleich weiter. Voll und nervig, voll nervig also. Den Ben Lomond Track hätte ich trotzdem gerne gemacht. Allerdings bin ich bei der Baumgrenze umgekehrt, da die Sicht mäßig, der Regen aber ganz ordentlich war.  Toll war aber der erste Teil des Routeburn Tracks, eines weiteren Great Walks, den man von Glenorchy aus gehen konnte. Sehr malerisch und wenn man (also ich) die Herr der Ringe-Filme im Kopf hat, hofft man überall Elben oder Zwerge zu sehen. Habe ich aber nicht.

Motueka – Part 2: The Abel Tasman Track

09.-11.12.2013

Praktisch an meinem entspannten Arbeitgeber war, dass ich auf gutes Wetter warten und dann kurzfristig auf meinen ersten richtigen Great Walk, den Abel Tasman Track, gehen konnte. Dazu hatte ich mich mit Fabienne verabredet, die auf den Zeltplätzen campte während ich aus Zeltmangel in den bereitgestellten Hütten übernachtete – „Ah, you’re one of the rich people“, wie ein Israeli meinte, den ich auf dem Weg getroffen habe. Das Wandern hat mir Spaß gemacht, auch wenn gerade der erste Teil des Tracks sehr überfüllt war und man aus dem Grüßen von entgegenkommenden Menschen gar nicht mehr herauskam. Mein erster mehrtägiger Trek mit 15kg Gepäck auf dem Rücken (Essen, Schlafsack, Gaskocher, Klamotten, Schuhe) verlief aber gut und auch die 20km Wanderung am zweiten Tag war halb so wild. Da am dritten Tag eine Flußüberquerung anstand, die man nur während der Ebbe durchführen konnte, schaffte ich es leider nicht mehr, ans Ende des Tracks und zurück zu wandern, so dass ich mit den drei Israelis Frisbeespielender Weise auf das gebuchte Wassertaxi nach Marahau wartete und einen eher entspannten letzten Wandertag hatte.

Tongariro Alpine Crossing

15.11.13

Nach vielen längeren und kürzeren Wanderungen auf Berge, um Seen und durch Wälder fühlten wir uns fit genug, Neuseelands besten one-day-hike in Angriff zu nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Etwas mehr Training hätte nicht geschadet.

Wir brachen sehr früh morgens aus Taupo auf, um unser Auto am Track-Ende abzustellen und mit dem Shuttlebus zum Start zu fahren. Gegen 7.30 Uhr ging’s dann auf die Wanderung. Nach entspannten 4km begann der erste steile Anstieg, der ca. eine Stunde dauerte. Uff. „Oben“ angekommen haben wir uns dann spontan gegen eine Besteigung des Schicksalsberges (Originalname: Mt Ngauruhoe) entschieden. Mount Doom hat nämlich eine ähnliche Steigung, der Aufstieg dauert aber ca. zwei Stunden. Außerdem hatte ich den Ring eh‘ in Bruchtal vergessen…Fotos haben wir trotzdem gemacht.

Nach einem Gang durch Kraterlandschaften folgte der nächste steile Anstieg, der mit schönen Fotomöglichkeiten belohnte.

Motiviert durch die tollen Aussichten sind wir dann den side track zum Mt Tongariro gewandert, eine mittelschwere Steigung erschien uns schaffbar. Sie war es auch.

Weiter ging es zum höchsten Punkt des Tracks (endlich) und von dort steil bergab durch Lavaasche, vorbei am Red Crater zu den Emerald Lakes und dem Blue Lake.

Nun folgte der schlimmste Teil (das wussten wir vorher aber zum Glück nicht): Zweieinhalb Stunden Abstieg, zwar nur leicht, dafür aber durchgehend. Und leider am Ende durch wenig abwechslungsreiche Landschaft.

Schließlich sind wir gegen 17.30 Uhr am Parkplatz angekommen. Von dort ins Auto, ins Hostel, zum Takeaway und ins Bett.

(Als ich am nächsten Tag die Fotos angeguckt habe, war ich aber froh, dass wir es gemacht haben. Auch wenn ich während der Wanderung teilweise zu geschafft war, um die faszinierende Landschaft zu würdigen. Manchmal ist es doch gut, viele Fotos zu schießen.)