Archiv der Kategorie: North Island

Quick facts: die letzten Tage in Neuseeland

22.02.

  • 1st sunrise in the world (zumindest, wenn man’s nicht ganz genau nimmt)
  • Te Araroa backpackers

23.02.

  • drive along east and north coast to Whakatane
  • holiday park (zumindest laut Ausschreibung)

24.02.

  • White Island tour (mit Kerstin aus Buxtehude; kleine Welt)
  • Matata campsite (with hot shower – das ist außergewöhnlich für eine $6-Campsite)

25.02.

  • drive to Raglan, Surfmekka Neuseelands (Galt natürlich nicht für mich, ich habe den Ort eher zum Entspannen genutzt. Ich glaube hier war ich zum ersten Mal reisemüde, vgl. folgende Tage. Gut, dass die eine Hängematte hatten.)
  • YHA Solscape

26.02.

  • Surfer-watch at Manu Bay (impressive)
  • Hängematte

27.02.

  • Hängematte
  • Lior’s philosophy of life (die kriege ich aber nicht mehr zusammen)

28.02.

  • drive to Auckland
  • Autorückgabe
  • SkyTower with Gemma (die arbeitet da nämlich mittlerweile, deshalb war’s auch umsonst)
  • Kathleen, dann Mandie und Jane wiedergetroffen – voll die Reunion
  • YHA Auckland

01.03.

  • Auckland Art Gallery with Mandie
  • Two Aussie/Kiwi Vietnam veterans in my room (spannende Geschichten)

02.03.

  • Laurence wiedergetroffen
  • Abschied von NZ
  • Flug nach Honolulu

Quick facts: Neuseeland – vom Süden nach Out East

11.02.

  • Autoverkauf an Hannah und Laura ($1850)
  • booking-Odyssee (aber erfolgreich)
  • YHA Nelson

12.02.

  • bus to Picton
  • time dead-hitting in the library
  • ferry to Wellington
  • YHA Wellington
  • –> sowas nennt sich Übergangstag

13.02.

  • walking through town
  • cable car
  • botanic gardens
  • YHA
  • —> sowas nennt sich relaxed day

14.02.

  • cricket: NZ vs India (dabei Aaron kennen gelernt, der mir die Regeln näher erklärt hat und mit mir eine Führung durch das auf dem Gelände befindliche Cricket Museum gemacht hat – alles parallel zum Spiel, denn es handelte sich um das erste von fünf test matches. Weitere Erläuterungen nur mündlich, sonst wird das zu kompliziert)
  • Couchsurfing bei Marcel

15.02.

  • walking through town
  • Marcel

16.02.

  • lots of bookings (mainly for Hawai’i)
  • car hire (für zwei Wochen)
  • Campsite
  • –> sowas nennt sich driving day

17.02.

  • drive to Ohakune
  • Speeding (117kph, 120 NZD), mittlerweile überwiesen, die schicken den Strafzettel nämlich sogar nach Deutschland
  • Mt Ruapehu
  • Wanganui River Road
  • YHA Ohakune

18.02.

  • Mt Ngarohe daywalk (das ist der Schicksalsberg, den ich damals nicht erklommen habe)
  • YHA Taupo

19.02.

  • drive to Napier
  • YHA Napier

20.02.

  • Napier (Roel)
  • drive to Waikaremoana
  • Lou’s Lookout
  • Rosie’s Bay campsite

21.02.

  • Lake Waikaremoana, walk to bluff and back
  • Gisborne
  • Cook’s Cove walk
  • Araura Bay campsite

Wellington

25.-28.11.13

Eigentlich wollte ich hier ja helpx-en, aber mein Arbeitgeber ist leider kurzfristig krank geworden. So bin ich im YHA abgestiegen, in dem gerade zwei Schulklassen auf Klassenfahrt waren. Juchee. War aber nicht soo schlimm.

Wellington hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, auch wenn ich nach dem ganzen Herumgereise eher wieder im Entspannungsmodus war. Dazu kam noch, dass es ab dem zweiten Tag durchgehend geregnet hat. Das hat mich aber nicht gestört, denn die Museen (u.A. das Nationalmuseum Te Papa) kann man trotzdem besuchen. Ansonsten war ich Kaffee trinken, nix tun, James wiedertreffen, Bier trinken, Dorothy aus Auckland wieder treffen, nix tun und Jazz-Trio hören. Letzteres war wirklich eine der coolsten Geschichten: Während die ziemlich gute Band so spielte, stand ein Typ aus dem Publikum auf (war gerade erst gekommen), nahm sich das Mikro und fing an gesangstechnisch zu improvisieren. Klang etwas nach Ska, wobei das bestimmt nicht gewollt war. Die Band jammte so gut es ging mit und nach ca. 30 Minuten gab der Herr das Mikro zurück und verließ die Bar. Macht man in Jazzkreisen wohl so. Parallel dazu lief die LFL im Fernsehen, die Legends Football League, windschnittig-sportlich angezogene Frauen spielen so etwas Ähnliches wie Football und Männer analysieren die Spielzüge, Aktionen und Tacklings. Googelt das gerne mal. Strange. Gemma, eine Südafrikanerin aus dem YHA, meinte sehr passend, während sie abwechselnd zur Bühne und zum Fernseher zeigte: „I don’t know which is weirder.“ Als Sahnehäubchen gab es noch drei gut aufgelegte Inder, die Luftgitarre zur Jazzmusik spielten, herumtanzten und Heavy Metal-Posen zeigten. Ein schöner Abend. Wenn ihr jetzt auch noch alle gekommen wäret, wäre es perfekt gewesen…

Northland, nochmal

19.-24.11.13

Nach dem Auszug der Israeliten Arkady und Max gen Süden bin ich per Bus von Palmerston North zurück nach Auckland gefahren, wo ich kurz nach meiner Ankunft zufällig Harry getroffen habe, einen Fremdsprachenassistenten aus Kiel, den ich über Susi kennengelernt hatte. Da ein längeres Treffen leider irgendwie nicht passte, haben wir uns lose für meine Wiederkehr vor meinem Abflug aus Neuseeland verabredet.

Mein eigentlicher Grund für die Rückkehr in das nur so mittelspannende Auckland war aber, dass ich mit James, meinem Tauchbuddy aus Australien, einen letzten Abschiedstauchgang vor den Poor Knights Islands durchführen wollte. Dazu mieteten wir uns ein Auto (mit den öffentlichen Verkehrsmittel ist es hier organisatorisch ziemlich anstrengend und auch noch vergleichsweise teurer, zumindest wenn man spontan bucht) und fuhren nach Whangarei. Von dort ging es am nächsten Tag nach Taka-Tuka-Land Tutukaka, zu meinem ersten cold water dive – was bedeutet, es sind nicht 24 Grad wie in Cairns, sondern nur 18 Grad. Ein deutlich dickerer Neo erforderte mehr Gewichte und da ich ja auch seit dreieinhalb Monaten nicht mehr getaucht hatte, war der erste Tauchgang eher weniger erfolgreich. Als ich nach 15 Minuten anzeigte, dass mein Sauerstoff auf 100 Bar ist, entfuhr der Tauchleitung ein überraschtes „What?“ Das konnte man unter Wasser natürlich nicht hören. Bis zum Cave habe ich es aber noch geschafft, bevor ich dann hoch musste. Der zweite Tauchgang war besser, aber insgesamt bin etwas von der Unterwasserfaszination und der Tauchabhängigkeit geheilt. So ganz mein Sport ist das doch nicht. Und teuer isses auch. Die Fotos sind trotzdem toll.

Am nächsten Tag gab’s dann aber einen Sport, der mich sehr anspricht: Caving. Neben unserer Unterkunft befanden sich die Abby Caves, welche man selbst erkunden konnte. Trotz oder gerade wegen der Erfahrung aus Waitomo war das ein Highlight meines Aufenthaltes. Richtiges Abenteuer, mit Kraxeln, nass werden, glow worms und natürlich Verlaufen Erforschen von unbekannten Höhlengegenden. Bilder gibt’s nur bedingt.

In Auckland habe ich bzw. eher James noch eine Whiskeyprobe mitgenommen und dann haben wir mal wieder verabschiedet – er ist auf eine organisierte Tour gegangen, ich habe den Übernachtbus nach Wellington genommen.

Mount Egmont und Whanganui National Park

16.-18.11.13

Nach der Anstrengung gestern war ein Übergangstag sehr passend. Die Fahrt nach New Plymouth wurde nur durch einen Kaffee und ein längeres Mittagessen unterbrochen. Abends habe ich dann ein neues Kartenspiel kennengelernt, welches auf russisch „Durak“ heißt und so viel bedeutet wie „Depp“ (oder ähnlich).

Auf Grund von Wolken konnten wir Mount Taranaki im Egmont National Park leider nur zur Hälfte sehen, einen kleinen Walk haben wir uns aber trotzdem gegönnt. Währenddessen habe ich mal mit den Funktionen meiner Kamera herumgespielt.

Am nächsten Tag stand der nächste Nationalpark auf dem Programm. Der Whanganui River gibt ihm seinen Namen und ist auch Teil eines der so genannten Great Walks. Diesen legt man aber im Kayak zurück. Wir sind aber nur kurz rein- und wieder rausgefahren (in den Park, nicht in den Fluss). Und wegen der Aussicht behalte ich mal die Option im Auge, bei meiner Rückreise hier zu paddeln.

Abends hieß es dann Abschied nehmen. Max und Arkady fuhren durch nach Wellington, ich habe mich in Palmerston North absetzen lassen, da ich nochmal in den Norden wollte. Es waren nette zwei Wochen, in denen ich jede Menge Spaß mit dem „alten Ehepaar“ (so kam es mir jedenfalls manchmal vor) hatte und auch viel über die komplizierte, aber unglaublich interessante israelische Geschichte und Kultur sowie das Judentum gelernt habe. Wir haben uns mal lose für Silvester in Christchurch verabredet.

Tongariro Alpine Crossing

15.11.13

Nach vielen längeren und kürzeren Wanderungen auf Berge, um Seen und durch Wälder fühlten wir uns fit genug, Neuseelands besten one-day-hike in Angriff zu nehmen. Um es vorweg zu nehmen: Etwas mehr Training hätte nicht geschadet.

Wir brachen sehr früh morgens aus Taupo auf, um unser Auto am Track-Ende abzustellen und mit dem Shuttlebus zum Start zu fahren. Gegen 7.30 Uhr ging’s dann auf die Wanderung. Nach entspannten 4km begann der erste steile Anstieg, der ca. eine Stunde dauerte. Uff. „Oben“ angekommen haben wir uns dann spontan gegen eine Besteigung des Schicksalsberges (Originalname: Mt Ngauruhoe) entschieden. Mount Doom hat nämlich eine ähnliche Steigung, der Aufstieg dauert aber ca. zwei Stunden. Außerdem hatte ich den Ring eh‘ in Bruchtal vergessen…Fotos haben wir trotzdem gemacht.

Nach einem Gang durch Kraterlandschaften folgte der nächste steile Anstieg, der mit schönen Fotomöglichkeiten belohnte.

Motiviert durch die tollen Aussichten sind wir dann den side track zum Mt Tongariro gewandert, eine mittelschwere Steigung erschien uns schaffbar. Sie war es auch.

Weiter ging es zum höchsten Punkt des Tracks (endlich) und von dort steil bergab durch Lavaasche, vorbei am Red Crater zu den Emerald Lakes und dem Blue Lake.

Nun folgte der schlimmste Teil (das wussten wir vorher aber zum Glück nicht): Zweieinhalb Stunden Abstieg, zwar nur leicht, dafür aber durchgehend. Und leider am Ende durch wenig abwechslungsreiche Landschaft.

Schließlich sind wir gegen 17.30 Uhr am Parkplatz angekommen. Von dort ins Auto, ins Hostel, zum Takeaway und ins Bett.

(Als ich am nächsten Tag die Fotos angeguckt habe, war ich aber froh, dass wir es gemacht haben. Auch wenn ich während der Wanderung teilweise zu geschafft war, um die faszinierende Landschaft zu würdigen. Manchmal ist es doch gut, viele Fotos zu schießen.)

Waitomo Caves und Taupo

13.-14.11.13

Eines von gefühlten 10.000 must-do’s in Neuseeland (in Wirklichkeit sind’s bestimmt mehr) ist das Legen – wait for it – dary Blackwater Rafting in den Waitomo Caves. Das ist ein Gebiet mit einer immensen Anzahl von Höhlen, in denen sich Abertausende von glow worms (nicht zu verwechseln mit Glühwürmchen) aufhalten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Höhlen zu erforschen. Ich habe mich natürlich für die extreme Art entschieden.

Auf einer geführten Tour haben wir – nachdem ich Arkady überzeugt hatte, dass Abseiling gar nicht so schlimm ist (obwohl ich es selbst noch nie gemacht hatte) – uns in die Schlucht abgeseilt, uns durch diverse enge Stellen gezwängt (ich habe tatsächlich überall durchgepasst), cave tubing (mit Gummireifen) veranstaltet, unzählige glow worms und tolle unterirdische Felsformationen gesehen und sind schließlich wieder nach oben gekraxelt (rock climbing heißt das offiziell). Ein tolles Erlebnis!

Abends haben wir uns in Taupo niedergelassen, wo wir am nächsten Tag die zurecht berühmten Huka Falls besichtigt haben. Da die Craters of the Moon zwar einen tollen Namen haben, aber auch Eintritt kosten, haben wir uns statt dessen die Huka Rapids und den Damm angesehen. Leider fand die für 13.00 Uhr angesetzte Schleusenöffnung irgendwann früher statt, so dass die ganze Hetzerei umsonst war.

Taupo selbst liegt an einem Kratersee. Der dazugehörige Vulkan ist immer noch aktiv, so dass man im See auch heiße Stellen findet. Es hoffen natürlich alle Bewohner, dass er vorerst still bleibt, denn hier fand vor einigen Jahrtausenden der gewaltigste Ausbruch der Weltgeschichte statt. (Oder Neuseelands? Habe ich vergessen. Genauso wie die Art und Weise, wie das gemessen wurde.)

Rotorua and Hobbiton

11.-12.11.13

Das tolle an Neuseeland ist ja, dass die unterschiedlichsten Landschaften vergleichsweise nah beieinander sind. Rotorua ist zum Beispiel eine Stadt in einer aktiven vulkanischen Zone, in der es den ganzen Tag nach faulen Eiern stinkt. (Immerhin ist das bei dem Duschwasser nicht der Fall – um nochmal mit Island zu vergleichen.) In der Nähe liegt die Geothermal Village von Wai-O-Tapu, wo man die verschiedenen Ausprägungen des vulkanischen Gebietes sehen und riechen kann.

Ebenfalls in der Nähe findet man den Redwood Forest (aber nicht die Gulfstream Waters, ist ja nicht die USA), der aus Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführten Baumarten (u.a. dann doch aus den USA) besteht und ein Paradies für Mountainbiker sein soll. Spazierengehen war aber auch sehr nett. Und gestunken hat es auch nicht.

Nördlich hingegen, direkt neben Matamata, liegt das einigen evtl. bekannte Dörfchen namens Hobbiton. Hier wohnten bis vor kurzem Bilbo Baggins und seine Verwandten unter der Obhut von Sir Peter Jackson. Die Häuschen sind mittlerweile verlassen und können besichtigt werden. Unnötig zu erwähnen, dass das natürlich nur zu einem Wucherpreis möglich ist. Es ist aber wirklich nett gemacht und am Ende bekommt man noch ein selbstgebrautes Getränk im Green Dragon.

Coromandel Peninsula

08.-10.11.13

Von Orewa ging es durch Auckland auf die Coromandel-Halbinsel. Da meine Gorge-Zeiten ja schon etwas zurück liegen, habe ich mich sehr über die Karangahake Gorge gefreut. Noch schöner war, dass es dort sogar begehbare Minen und einen extrem langen Tunnel gab.

Abends sind wir im Opoutere YHA abgestiegen, welches vollkommen zurecht vom Lonely Planet als Top Choice bezeichnet wird. Wir konnten dort umsonst Kayaks leihen und haben am nächsten Morgen die Bucht unsicher gemacht. Also eher ich, da ich aus Versehen auf einem Naturreservat angelandet bin. Das habe ich aber erst später mitbekommen. (Ich war aber sehr vorsichtig.)

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Später stand Cathedral Cove und Hot Water Beach auf dem Programm. Letztere hat den Namen überraschender Weise daher, dass es dort einen Strand mit heißem Wasser gibt. Die vulkanischen heißen Quellen können aber nur zwei Stunden vor und nach Ebbe in Form eines Loches im Sand angezapft werden, weshalb es zu dieser Zeit sehr voll dort wird. Wenn man dann aber einen Platz hat, kann man sich wunderbar entspannen. Zumindest bis entweder das Meerwasser reinschwappt oder das Wasser aus der Erde zu heiß wird.

Nach ein weiteren Nacht in Opoutere verließen wir dieses schöne Fleckchen Erde und sahen uns den Mount Maunganui an. Und haben ihn sogar bestiegen. Hat sich gelohnt, auch weil wir oben einen Mann getroffen haben, der uns von den Verschwörungstheorien der Regierung und der Maori erzählt hat. Die Maoris waren nämlich gar nicht die ersten Bewohner der Insel, sondern haben damals ihrerseits ein Volk ausgerottet. Um Regressansprüche dieses Volkes zu verhindern, wird dieser Fakt aber totgeschwiegen. Das fand ich ja noch ganz spannend und nicht so weit hergeholt, als er aber von den Fairy people (kleinen Wesen, die unter Büschen und Sträuchern leben und nur gesehen werden können, wenn sie es selbst wollen) zu erzählen anfing, konnte ich ihn nicht mehr ganz ernst nehmen. Dabei weiß doch jeder, dass es die nur in Island gibt. (Nicht wahr, Annika?)

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Northland

05.-07.11.13

Der nördliche Zipfel Neuseelands bietet sich für eine Rundtour geradezu an. So sind wir an der Ostküste hoch und dann an der Westküste wieder heruntergefahren.

Erste Station war Whangarei, ein kleiner Ort mit dem laut Info-Broschüren piktoreskesten Wasserfall Neuseelands. Abends haben wir in Paihia, an der Bay of Islands, gestoppt. Von dort ging es am nächsten Tag an die Nordspitze, das Cape Reinga – where oceans collide and souls depart. Die Tasman Sea und der Pazifik treffen hier aufeinander. Für die Maori ist hier außerdem die Stelle, an der die Seelen der Verstorbenen die Unterwelt betreten. Sie tun dies mit Hilfe eines Baumes, der allein auf einem vorgelagerten Felsen steht. Etwas weiter südlich befinden sich riesige Dünen und die 90 Mile Beach, die aber nur 66 Meilen lang ist. Wir haben das nachgemessen.

Nach einer weiteren Nacht in Paihia haben wir den Waitingi Treaty Grounds einen Besuch abgestattet. Hier wurde 1840 der Treaty of Waitingi zwischen dem Britischen Königreich und den Maori unterzeichnet. Leider war die Übersetzung aus dem Englischen in die Maori-Sprache etwas ungenau. Besondere Unklarheiten ergaben sich in der Definition von Herrschaft. Das Konzept des Landbesitzes war halt ein typisch kolonialistisches und die Maori wurden etwas übers Ohr gehauen. Anders als die Aborigines in Australien ließen sie sich das aber nicht gefallen, sondern starteten einen Krieg, in dem sie die Briten vor große Probleme stellten (sie bleiben in allen Schlachten unbesiegt) und an dessen Ende sich etwas gütlicher geeinigt wurde. Es stehen aber bis heute noch einige Forderungen nach Rückerhalt des Landes im Raum.

Waitangi_pic

Danach sind wir an die Westküste gefahren. Dort habe ich im Waipou Forest meine ersten Kauri-Bäume gesehen, gewaltige Bäume, die nur noch in dieser Gegend übrig geblieben sind. Grund dafür ist zum einen, dass früher von den Maori gerne zum Kanubau u.Ä. verwendet wurden, und zum anderen, dass die Europäer sie auch sehr gerne genutzt haben.

Abends sind wir in Orewa untergekommen, einem Ort, der eine künstliche Skihalle betreibt. Hostelhausherr war Steve, der im Prinzip auf jede Frage nach schönen Reisezielen geantwortet hat: „i-Site.“ (Damit meinte er, dass wir uns in der Touri-Info informieren sollten. Ein Running Gag war geboren.)