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Australien – Tops, Flops und ein wenig Sentimentales

Hier finden sich die vier Top Fünf auf Seite 6. Oder so.

Top (einigermaßen ungeordnet)

  • Die Westküste
  • Mossman
  • Melbourne
  • Tauchen
  • Road Trips
  • Red Centre Tour
  • Lesen
  • Reef Teach-Vortrag in Cairns über das Great Barrier Reef (Der mit Abstand beste Vortrag, den ich je gehört habe.)
  • Die Führung durch das Parlament Victorias (So ein sympathisch-witziger Führer in einem politisch wichtigen Gebäude hat mich doch überrascht.)
  • meine Route 😉

Flop (mehr konnte ich nicht finden)

  • Surfers Paradise
  • Cairns (als Stadt)
  • Surfen – da ich es zeitlich und organisatorisch irgendwie nicht hinbekommen habe, mich auf ein Brett zu stellen 🙁

Was ich vermisse:

  • Natürlich das deutsche Brot bzw. die Brötchen.
  • Ab und zu eine längerfristige Begleitung von einigen tollen Menschen, die ich hier so treffe. Es ist schade, dass manche in die andere Richtung reisen, manchmal hätte ich gerne mehr Zeit mit ihnen verbracht.
  • Euch alle (ja, auch Dich)!

Australien – ein paar unsortierte Statistiken

Ich mag ja Statistiken. Deshalb gibt es hier welche zu meinem Australienaufenthalt:

Wie viele Tage habe ich in welchem Staat verbracht?

Staat Tage Aufenthalt (ca.)
Western Australia 21
Northern Territory 17
Queensland 62
New South Wales 10
South Australia 6
Victoria 9
Australian Capital Territory 2
Gesamt 127

Ergebnis: Wie jeder gute deutsche Tourist war ich am längsten an der Ostküste unterwegs. Das lag aber auch daran, dass ich dort jeweils für ca. zwei Wochen gearbeitet habe.

Flüge

  • HH-London Heathrow
  • LHR-Singapur
  • Singapur-Perth
  • Alice Springs-Cairns
  • Brisbane-Adelaide
  • Sydney-Auckland

Verloren

  • Hut
  • Sonnenbrille
  • Badehose
  • Shampoo (2x)
  • T-Shirt

Krankheitstage

  • 0 (toitoitoi, dreimal auf dem Wege zur Krankheit geschickt gegengearbeitet)

Was ich wo gesehen habe – eine Auswahl

Spezies

Geschätzes Vorkommen in Australien

Davon selbst gesehen

Wo am häufigsten gesehen

Kängurus/Wallabys

Millionen

Jede Menge

überall

Cassowarys

1000

2

Mission Beach

Krokodile

ca. 150.000

6

Kakadu National Park

Aborigines

ca. 500.000

So einige

Alice Springs

Schweizer

Immer mindestens einer

Immer mindestens einen

überall

Koalas

Immer mehr

ca. 20

Südküste

Hasen

Zu viele

1

Canberra

Cane toads

Zu viele und immer mehr

3

Wasserfall Westküste

Deutsche

4 Mio

2 Mio

Ostküste

Aufgehoben für das nächste Mal (bei Interesse bitte melden für zukünftige Planungen)

  • Cape York
  • Tasmanien
  • FNQ in der Regenzeit (aber nur für eine Woche)
  • der Südwesten
  • nochmal die Westküste (Ningaloo Reef, Karijini, Kimberlys, hach)

Gelesen

  • Bill Bryson, Frühstück mit Kängurus
  • Lee Child, Killing Floor
  • Kenneth Morgan, Australia – A Very Short Introduction
  • Neil Gaiman, Smoke and Mirrors
  • Wilhelm Busch, Max und Moritz
  • Jonathan Safran-Foer, Tiere essen
  • Thomas Stephan, Weniger knipsen mehr fotografieren
  • Joachim Herrmann, Welcher Stern ist das? Sterne beobachten
  • Gary Larson, The Far Side Gallery 1+2
  • J.R.R. Tolkien, The Hobbit
  • J.R.R. Tolkien, The Silmarillion
  • Bryce Courtenay, The Australian History Collection
  • Kurt Tucholsky, 20 Gedichte
  • Ray Bradbury, The Last Night of the Earth
  • Kurt Tucholsky, 16 Geschichten und Essays, darunter dieser sehr schöne und passende Text:

Die Kunst, richtig zu reisen

Entwirf deinen Reiseplan im großen – und laß dich im einzelnen von der bunten Stunde treiben.

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.

Niemand hat heute ein so vollkommenes Weltbild, dass er alles verstehen und würdigen kann: hab den Mut, zu sagen, dass du von einer Sache nichts verstehst.

Nimm die kleinen Schwierigkeiten der Reise nicht so wichtig; bleibst du einmal auf einer Zwischenstation sitzen, dann freu dich, dass du am Leben bist, sieh dir die Hühner an und die ernsthaften Ziegen, und mach einen kleinen Schwatz mit dem Mann im Zigarrenladen.

Entspanne dich. Laß das Steuer los. Trudele durch die Welt. Sie ist so schön: gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.

(http://www.textlog.de/tucholsky-kunst-reisen.html)

Australien – ein paar unsortierte Gedanken

Vier Wochen Monate Down Under. Da stellt sich natürlich die typische Schülerfrage: „Und was hat das jetzt gebracht?“ Ein paar Erkenntnisse:

  • Die Anrede „guys“ kann man für alle Geschlechts- und Altersgruppen verwenden.
  • Ein stubby cooler ist eine tolle Erfindung – und meiner ist der tollste.
  • Nur weil es alle machen muss es ja nicht gleich schlecht sein (Touren nach Fraser Island und auf die Whitsundays).
  • Schuhe werden überbewertet.
  • Gürtel auch.
  • Deo auch.
  • Es gibt so viele tolle Menschen.
  • Life is about people, situations, moments. (Ja, ich weiß, blabla und so.)
  • Appreciate. 😉
  • Alle Aussies sind lovely. Alle. (Außer einigen Busfahrern.)
  • I will never get tired of whale-watching, turtle-spotting and dolphin seeking. Or seal spotting.
  • Und man braucht Englisch doch!
  • Ich habe in den letzten vier Monaten soviel gelesen, wie schon seit ziemlich langer Zeit nicht mehr und genieße es sehr – Kindle sei Dank. Super Geschenk, Jungs und Mädels!
  • Ein starker Euro entspannt das Reisen – je mehr Geld ich ausgegeben habe, desto mehr habe ich gespart. (Milchmädchenrechnung, ich weiß.)
  • Bisher noch keine ehemaligen Schüler getroffen. War aber bestimmt knapp. (Dafür heute gerade mit einer Ex-Schülerin von Tobi Mü’s Schule gesprochen. 😉 )
  • Touristen-Infos sind ungemein herzliche Orte. Im Normalfall habe ich 15 Minuten mit den Damen und Herren geredet, bzw. sie mit mir. Der Rekord für die Ewigkeit war aber Charters Towers. Die nette Dame hatte gerade nix zu tun und wir auch nicht und so haben wir mehr als 30 Minuten über Gott und die Welt (u.A. Schule) geschnackt. Das Highlight des ansonsten eher unspektakulären Aufenthalts in der Goldgräberstadt.
  • Reisen macht Spaß.
  • Verweilen auch.

Sydney – Part 2: Die letzten Tage in Australien

26.10.-01.11.13

Um dem ganzen Großstadttrubel zu entkommen, bin ich clevererweise etwas aus der Großstadt herausgefahren. Einmal mit der Fähre nach Manly Beach (der Ort heißt so, da die dort angetroffenen Aborigines den Europäern als sehr männlich vorkamen), von wo aus ich mit Renske aus Holland den Niederlanden den Walk zur Spit Bridge gegangen bin. Sehr nett.

Außerdem war ich in Bondi Beach, dem Surfmekka Sydneys, und habe mir auf dem Weg dahin (Strange) Sculptures in the Sand angeschaut. Das Highlight war aber der Walkabout in den Blue Mountains, eine Tour mit einem Aborigine, der uns durch die Zeremonien und Rituale seines Volkes geführt hat. Da ich während meiner Australienzeit sehr von dieser Kultur gefangen genommen worden bin, war das ein toller Abschluss, der vieles von dem, was ich vereinzelt hier und da gehört hatte, zusammenfasste, und darüber hinaus Einiges an neuen Informationen brachte. Aborigines sind ein unglaublich faszinierendes Volk.

Joa, und dann war es auch vorbei mit meiner Zeit in Down Under. Wobei es streng genommen jetzt in eine noch südlichere Richtung geht. Das Fazit konntet ihr ja bereits hier lesen, es folgen in den nächsten Tagen noch ein paar Ergänzungen. Das hat das Land verdient.

Sydney – Part 1: Sympathetic Sydney

26.10.-01.11.13

Zum Ende meines Australienaufenthaltes bin ich dann doch nochmal in die größte Stadt des Kontinents gekommen. Ließ sich auch nicht verhindern, denn mein Flug ging von dort. Nach über einer Woche in Melbourne und Canberra hatte ich Städte etwas über, weshalb Sydney einen unfairen Startnachteil genoss. Nach einem Tag hatte sich das aber gelegt, denn es hatte mehr zu bieten als ich anfangs dachte.

Im Vergleich zu Melbourne ist Sydney viel weltstädtischer, es laufen jede Menge schöne Menschen durch die Gegend und die gesamte Stadt ist sehr durchtouristisiert. Man kann z.B. direkt nebeneinander in einen Zoo, ein Aquarium und ein Kino gehen – und das an einem Hafen, dem Darling Harbour. Und wie es sich für eine Großstadt gehört, ist sie immer irgendwie voll mit Menschen. Dazu gehören auch jede Menge Asiaten, welche ca. 17% der Bevölkerung ausmachen. Touristen nicht mitgerechnet.

Aber wie gesagt: So schlimm war das alles nicht. Ich habe natürlich die must-do’s mitgenommen, muss aber sagen, dass mich weder die Harbour Bridge noch das Opera House besonders geflasht haben. Bilder gibt’s trotzdem:

Und ich war im Kino. Wirklich. Thor 2 in 3D im IMAX mit dem größten Kinobildschirm der Welt. Auf den Film wurde ich ja in Noosa vorbereitet und ich fand ihn wirklich gut.

Melbourne – Part 2: Lost in the Laneways

17.-23.10.13

An den folgenden Tagen habe ich mich kulturell fortgebildet, unter Anderem hier:

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  • Shrine of Rememberance (faszinierendes Gebäude)
  • Melbourne Museum
  • Rod Laver Arena
  • Australian Centre for Strange Contemporary Art
  • Führung durchs Parlament (mit einem sehr witzigen, sportinteressierten Guide)
  • Victoria State Library
  • Immigration Museum

Zudem waren einige Street Artists unterwegs und ich habe zwei Stadtführungen mitgemacht, damit ich mich etwas besser zurecht finde. Hat nur bedingt geklappt. Das schöne an Melbourne sind nämlich vor allem die kleinen, verwinkelten Gassen, in denen man Kneipen, Shops, Restaurants und Ähnliches findet. Und das beste: alles total sicher. Die Stadt hat mal mit folgendem Slogan Werbung gemacht: A good place to get lost. Kann ich so, nach diversen, meist unabsichtlichen Erfahrungen, bestätigen. Man findet übrigens jede Menge street art. Die Besitzer der Häuser zahlen sogar für professionelle Sprayer, die ihre Wände verschönern. Verständlich:

Die Woche in Melbourne hat sich wirklich gelohnt.

Melbourne – Part 1: Marvellous Melbourne

17.-23.10.13

Endlich in Melbourne, der Stadt, die mir von vielen Leuten als beste Australiens angepriesen wurde. Und sie alle haben recht.

Eindeutiger Punktsieg, auch gegen das noch folgende Sydney. Und das, obwohl ich die Hälfte der Zeit Regenwetter hatte. Am ersten Abend zum Glück nicht, denn da waren wir auf dem Eureka Skydeck, dem höchsten Gebäude Melbournes, und haben den tollen Ausblick genossen:

Nachdem ich Natalie am nächsten Tag zum Bahnhof gebracht, den Campervan zurückgegeben und in ein anderes Hostel eingecheckt hatte, bleib noch Zeit für einen Besuch bei den Pinguinen in St. Kilda, einem Stadtteil im südlichen Melbourne. War total toll. Zur Dämmerung kamen sie aus dem Wasser und sind über den Steindamm gehüpft – anders geht das ohne Arme ja auch nicht. Wir standen oben und sie sind ca. 50cm entfernt von uns vorbeigelaufen. Putzig. Patschig. Perfekt. Leider war es schon zu dunkel für gute Fotos, deshalb müsst ihr mir das einfach glauben.

Ein erstes Zwischenfazit

Nach vier Monaten in Australien ist das erste Drittel meiner kleinen Weltrunde bereits vorbei. Zeit für ein Fazit, wie ich finde.

Ich hatte wirklich eine unglaublich tolle Zeit in einem außerordentlich interessanten Land. Die vielfältigen Landschaften samt Flora und Fauna sowie die faszinierende Tierwelt haben mich total in ihren Bann gezogen. (Nein, Tine, das Bioprofil übernehme ich trotzdem nicht.) Dazu kommt, dass die Aussies das liebenswerteste Völkchen sind, das mir bisher untergekommen ist. Ich habe durchweg sehr offene, redselige Menschen getroffen, die mir mit einer positiven Lebenseinstellung, einer immensen Freundlichkeit und einem angenehm albernen Humor imponiert haben. Das muss doch am Wetter liegen.

Nach den bereits von Deutschland aus durchorganisierten ersten sieben Wochen mit der tollen Westküstentour, meinem ersten Campervan-Trip und dem Besuch des Roten Zentrums kamen die zwei Wochen bei Shaun in Mossman genau rechtzeitig, um die ganzen Eindrücke sacken und die Seele baumeln zu lassen.

Der Tauchkurs am Great Barrier Reef war beeindruckend und hat süchtig gemacht – auch wenn ich seitdem leider nur einmal getaucht bin. Der Road Trip die Ostküste hinunter hat viel Spaß gemacht und Wildcamping verleiht wirklich ein Gefühl von Freiheit. Die Südküste war dann zwar etwas frischer, aber nicht minder interessant – ich bin immer noch begeistert, wie viele Robben, Pinguine und Koalas ich gesehen habe. Der Abschluss mit Melbourne, Canberra und Sydney (Berichte folgen) war passend, auch wenn ich nach mehr als zwei Wochen in Städten immer größeres Verlangen habe, wieder raus in die Natur zu düsen.

Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Route. Ich habe bis auf Tasmanien (nächstes Mal) alle Staaten bereist und hatte auch häufig ausreichend Zeit, um die interessanten Dinge zu sehen. Wie eine kleine, weise Frau (ich glaube, den Gag darf ich hier machen) vor meinem Abflug meinte:

Es gibt drei Sorten von Menschen: die, die sich in Australien verliebt haben, die, die sich in Neuseeland verliebt haben, und die, die sich nicht entscheiden können.

Ich will mich noch gar nicht entscheiden, kann aber so viel sagen: Dieses Neuseeland wird sich gewaltig anstrengen müssen.

Great Ocean Trip – Day 3 and 4: Great Ocean Road

16.10.13

Heute kamen wir endlich zum eigentlichen Schwerpunkt des Trips:

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Die Great Ocean Road ist eine Straße, die zum großen Teil an der Südküste Australiens entlang führt und alle Nase lang wunderschöne Ausblicke bietet, die praktischerweise mit vielen Parkplätzen ausgestattet sind. Die Touristenmassen hielten sich in Grenzen, vielleicht auch, weil wir als eine der wenigen die Strecke von West nach Ost gefahren sind. Kann man so durchaus empfehlen, zumal dann der vermeintliche Höhepunkt, die 12 Apostles, nach den anderen Ausblicken kommt.

Bay of Islands and Bay of Martyrs

The Grotto

The Twelve Apostles

Ja, alle Felsen haben einen eigenen Namen. Und die 12 Apostles sind mittlerweile nur noch 7,5. Das stört aber niemanden.

Mein persönlicher Höhepunkt des Tages folgte aber erst nach den ganzen Felsen im Wasser. Wir sind aus Lust und Laune Richtung Cape Otway gefahren (sah auf der Karte recht interessant aus, ganz grün und so) und haben dort sowohl mein erstes wildes Echidna gesehen

als auch jede Menge Koalas. Einer hatte sogar sein Baby dabei und war nur in ca. 3m Höhe. Grund genug einen halbstündigen Stopp einzulegen und jede Menge Fotos zu schießen.

Abgestiegen sind wir in einem Hostel in Apollo Bay, welches praktischerweise einen Billardtisch hatte.

In der Nacht und am nächsten Morgen mussten wir feststellen, dass die Wettervorhersage leider stimmte: Regen und Sturm. So sind wir sie mit wenigen Stopps zu Ende gefahren, die Great Ocean Road:

Great Ocean Trip – Day 2: Grampians National Park

15.10.13

Vom Coorong aus ging es landeinwärts zum nächsten Nationalpark: den Grampians.

War den Umweg von 500km wert. Nach einer abenteuerlichen Suche nach den angeblich am einfachsten zugänglichen Caves Australiens (dazu muss man aber die richtige Ausfahrt finden) sind wir zum Übernachten in den Mt Eccles Nationalpark gefahren und haben neben Kängurus, Kookaburras und Possums ein Barbie veranstaltet. Das heißt: Burger gegessen.