Nach vier Monaten in Australien ist das erste Drittel meiner kleinen Weltrunde bereits vorbei. Zeit für ein Fazit, wie ich finde.
Ich hatte wirklich eine unglaublich tolle Zeit in einem außerordentlich interessanten Land. Die vielfältigen Landschaften samt Flora und Fauna sowie die faszinierende Tierwelt haben mich total in ihren Bann gezogen. (Nein, Tine, das Bioprofil übernehme ich trotzdem nicht.) Dazu kommt, dass die Aussies das liebenswerteste Völkchen sind, das mir bisher untergekommen ist. Ich habe durchweg sehr offene, redselige Menschen getroffen, die mir mit einer positiven Lebenseinstellung, einer immensen Freundlichkeit und einem angenehm albernen Humor imponiert haben. Das muss doch am Wetter liegen.
Nach den bereits von Deutschland aus durchorganisierten ersten sieben Wochen mit der tollen Westküstentour, meinem ersten Campervan-Trip und dem Besuch des Roten Zentrums kamen die zwei Wochen bei Shaun in Mossman genau rechtzeitig, um die ganzen Eindrücke sacken und die Seele baumeln zu lassen.
Der Tauchkurs am Great Barrier Reef war beeindruckend und hat süchtig gemacht – auch wenn ich seitdem leider nur einmal getaucht bin. Der Road Trip die Ostküste hinunter hat viel Spaß gemacht und Wildcamping verleiht wirklich ein Gefühl von Freiheit. Die Südküste war dann zwar etwas frischer, aber nicht minder interessant – ich bin immer noch begeistert, wie viele Robben, Pinguine und Koalas ich gesehen habe. Der Abschluss mit Melbourne, Canberra und Sydney (Berichte folgen) war passend, auch wenn ich nach mehr als zwei Wochen in Städten immer größeres Verlangen habe, wieder raus in die Natur zu düsen.
Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Route. Ich habe bis auf Tasmanien (nächstes Mal) alle Staaten bereist und hatte auch häufig ausreichend Zeit, um die interessanten Dinge zu sehen. Wie eine kleine, weise Frau (ich glaube, den Gag darf ich hier machen) vor meinem Abflug meinte:
Es gibt drei Sorten von Menschen: die, die sich in Australien verliebt haben, die, die sich in Neuseeland verliebt haben, und die, die sich nicht entscheiden können.
Ich will mich noch gar nicht entscheiden, kann aber so viel sagen: Dieses Neuseeland wird sich gewaltig anstrengen müssen.