Archiv der Kategorie: Oz

West Coast Tour: Day 16 – Durack River Bushcamp to El Questro Station

20.07.13

Nachdem sich einige die Schaufel ausgeliehen hatten (beim Wildcampen gibt’s halt keine Toiletten), guckten wir uns das Liebesnest des Bowerbirds an.

 Bellbird'S Loveshack

Hier empfängt der feine Herr seine Damen, richtet es her, und wenn dann alles vorbei ist, macht er es für die nächste hübsch. So ein Vogel.

Nach einem Abstecher zu einer Aborigine-Begräbnisstätte fuhren wir dann zur El Questro Gorge. Und ja, auch die war umwerfend. Rückblickend vielleicht sogar die tollste Schlucht der Reise.

Unsere Unterkunft war die El Questro Station, eine riesengroße Campinganlage mit Helikopter, Eseln, dem Sänger Chris Matthews (der das beste Geburtstagslied aller Zeiten vorgetragen hat – das muss ich nochmal suchen) und vielem mehr. Abends habe ich übrigens mit Sophia Soße gemacht, das war einigen Leuten ein Foto wert.

 

West Coast Tour: Day 15 – Manning Gorge to Durack River Bushcamp

19.07.13

Was soll ich sagen bzw. schreiben… gorgeous Gorges halt.

Manning Gorge (Tagestour in die Schlucht)

River Barnett Gorge (hier mussten wir erstmal schwimmen und ich konnte meine Kamera nicht mitnehmen)

Hier habe ich zum ersten Mal meine neuen Lieblingstiere gesehen: Flying Foxes. Hatte aber keine Kamera mit im Wasser, deshalb auch keine Bilder. Nach so vielen Gorges in so kurzer Zeit hatten einige Tourmitglieder übrigens die Nase voll von Schluchten. Der australische Fachbegriff dafür lautet passenderweise „to be gorged out.“ Galt aber nicht für mich.

Toll war das erste richtige Bushcamping, so ganz ohne alles, einfach so an einem Fluss. (Fast wie damals in Schweden, Odi.)

camp

West Coast Tour: Day 14 – Windjana Gorge to Manning Gorge

18.07.13

Gorgeous Gorges, drei am Stück:

Bell Gorge

Galvans Gorge

Manning Gorge

Einer der schönsten Orte, an dem ich bisher war. Allen, die dabei waren, hat’s die Sprache verschlagen. Wirkt auf den Fotos natürlich nicht.

Abends sind wir im Dunkeln noch auf die Suche nach Schildkröten gegangen. Da aber keine zu sehen waren, sind wir noch kurz ins Wasser gesprungen. Schöner Abschluss eines schönen Tages.

West Coast Tour: Day 13 – Broome to Windjana Gorge

17.07.13

Heute ging es endlich mal wieder früh los. Teil 2 der Tour begann, Tourguide war Adam, der mit seinen Eltern sechs Jahre durch Australien getourt ist und in dieser Zeit Hometeaching genoss. Die Erfahrung merkte man ihm auch an, er sah häufig Tiere, die sonst niemand sah. Vielleicht hat er aber auch nur geblufft. Der Hauptunterschied der Tour war, dass wir ausschließlich in Swags unter freiem Himmel geschlafen haben. Die Nächte waren aber meist angenehm warm, teilweise haben Leute mit Daunenschlafsack sogar geschwitzt, munkelt man. Der Truck war so ausgerüstet, dass wir komplett autark waren: Tische, Stühle, Gaskocher samt Grill usw. war alles dabei. Camping in Reinnatur also. Cool. Die halbe Besetzung blieb im Vergleich zur ersten Tour gleich, neu dazu kamen die Walker-Familie (Alan, Stephen und Michael) aus der UK, Sophia und Graham  Simon Graham, und mein neuer Sitznachbar (das kommt davon, wenn man höflich beim Beladen hilft und zu spät in den Bus kommt) Stuart from Scotland, nach einem Tag von mir nur noch Disco-Stu genannt.

Nach der Fahrt über den Fitzroy River sind wir am längsten Futtertrog der Welt vorbei zum Prison Tree gefahren. Dieser Boab-Baum wurde früher genutzt, um Aborigines, die zum Arbeiten weiterverfrachtet wurden, festzuketten. Sklavenarbeit gab’s auch in Australien.

02_Prison Tree1

Danach ging’s in den Tunnel Creek, einen Bach, der 750m lang unter einem Berg durchläuft, welcher fleischfressende Fledermäuse beherbergt. Also Stirnlampe auf und rein. Spannend.

Weiter ging es auf die Gibb River Road, laut Lonely Planet eine der letzten wahren Off-Road-Erfahrungen. Kann ich so bestätigen. Krass. Da muss man aber durch, wenn man unser Ziel hat: die Kimberlys, ein Riesengebiet an Bergen und Schluchten.

Abends campten wir in der Windjana Gorge, in der wir den Sonnenuntergang miterlebten und ein bisschen Frisbee und Australian Football warfen. Also die Männer. Wichtiger aber: Jede Menge Krokodile im Fluss. Lagen da einfach so rum, in zwei Meter Entfernung. Gut, dass das Freshies (Freshwater crocodiles) waren, die den Menschen eher nichts tun. Aber wieder was Neues. Toller Tourstart.

West Coast Tour: Day 11 and 12 – Broome

14.-17.07.13

Der Lonely Planet sagt: be prepared for Broome times and Broome prices und hat damit recht. Und er gibt auch einen topp Tipp für gutes Frühstück: The Aarli. Gut, dass man überall Schweizer trifft, die den LP besitzen. (Danke, Barbara!) Wir hatten uns nämlich schon ganz schön verlaufen. Nach dem Frühstück ging es dann mit kleineren Umwegen zum erneuten Abschieds-Lunch in Matso’s Brewery. Bier und Wedges und die ganze Truppe (bis auf die morgens bereits abgeflogene Kristina) nochmal zusammen. Und jetzt hat Duffy auch richtig losgelegt und gleich mal zehn 200ml-Gläser-Bier in ca. zwei Minuten vernichtet. Wir sind gegen 16.00 Uhr los und haben ihn erst abends wieder im Hostel getroffen. War gut drauf. Besonders wenn man bedenkt, dass er am nächsten Morgen wieder zurück nach Perth düsen musste (der sogenannte Broome-Perth-Express, 1000km am Tag im Truck). Ergo nochmal verabschiedet. Und dann ins Bett.

Der nächste Tag lässt sich wieder gut in einem Wort zusammenfassen: Strand. Und zwar ein ganz toller. Abends Fish & Chips. Fertig. Schön.

(Freier Tag = keine Fotos)

West Coast Tour: Day 10 – Pardoo Station to Broome

14.07.13

Ein Sonnenaufgang geht immer noch. Trotz erneutem Aufstehen um 4.30 Uhr leider on the road und nicht am großartigen 80-Mile-Beach (der heißt nicht umsonst so). Hier war der Lonely Planet-Autor bestimmt, als er schrieb: „You can walk the beach for hours without seeing a single footprint in the sand.“

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Und schöne Muscheln gab es auch. Die darf man natürlich auch nicht mitnehmen. Niemals.

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In Broome haben wir noch Dinosaurier-Fußstapfen gesucht (und wahrscheinlich auch gefunden), wurden in unser Hostel gebracht und dann war der offizielle Teil der Tour beendet. Was soviel heißt wie: Jetzt durfte Duffy endlich was trinken. Netterweise hat er aber noch einen Tag gewartet und konnte uns somit noch mit an den Strand nehmen, wo wir uns, natürlich, den Sonnenuntergang angeschaut haben. Schöön. Und dann durfte ich mich noch an einem firestick versuchen. Hat, natürlich, Spaß gemacht und ich habe mir, natürlich, meine Hose etwas versaut. Aber abgebrannt ist nichts. Vom Strand aus ging’s zum letzten gemeinsamen Essen und als dann die ersten zahlen wollten, meinte Duffy plötzlich, dass das nicht nötig wäre. Denn Catherine aus Belgien hat doch tatsächlich die gesamte Gruppe eingeladen. Unglaublich. Und erklären wollte sie es auch nicht.(Mittlerweile kam eine Mail, in der sie es dann doch erläuterte: Sie verdient viel Geld und möchte verhindern, dass dieses in ihrem Leben eine zu große Rolle spielt. Erfahrungen und Eindrücke sind ihr viel wichtiger und das möchte sie uns auch mit auf den Weg geben. Hach, schön. Danke, Catherine!) Wir sind dann wieder an den Strand, haben noch nett zusammen gesessen und sind dann, da Duffy nicht totzukriegen war, mit dem Taxi (nach einigem Warten) zurück ins Hostel.

West Coast Tour: Day 9 – Karijini to Pardoo Roadhouse

13.07.13

Noch ’ne Gorge, Hamersley Gorge. Und zwar zum Sonnenaufgang. Über Sinn und Unsinn dieses Unterfangens kann man sich evtl. streiten (besonders wenn man deswegen bereits um 4.30 Uhr los muss), allerdings war es, wenn ich die Fotos betrachte, den Aufwand wieder mal wert. Geschwommen bin ich aber (zum ersten Mal!) nicht, das war nur was für die ganz Harten.

Danach sind wir weitergefahren. Mittag gab es in Port Hedland, wo es große Schiffe zu sehen gab, die ich extra für Basti hier mal hochlade:

Auf dem Weg zur Unterkunft im Pardoo Roadhouse haben wir noch das laut Duffy (und ich sehe das genauso) beste Spiel, das man in einem Bus spielen kann, gespielt. Und ja, natürlich schreibe jetzt hier den Ablauf auf.

Also, der Fahrer braucht jede Menge Süßigkeiten. Auf sein Kommando „Duck“ hin, müssen sich alle Fahrgäste hinter der Lehne des Vordermanns ducken. Der Fahrer schmeißt nun jede Menge Süßigkeiten nach und nach nach (coole Satzkonstruktion) hinten, und zwar mit Schmackes. Niemand darf die Süßigkeiten einsammeln, auch wenn sie direkt auf dem Schoß liegen. Auf das Kommando „Mad Scramble“ dürfen/müssen/sollen dann alle Mitfahrer möglichst viele Süßigkeiten zusammensuchen und dürfen dabei auch über die Lehnen nach vorne, hinten und zur Seite grapschen und sogar aufstehen. Bei Stopp ist Schluss, wie schon Thomas Grüner sagte. Dann kann man entweder aufhören und essen oder halt noch verschiedene Aufgaben an diejenigen verteilen, die z.B. die meisten Haribo-Tütchen bekommen haben. Ich musste z.B. einen Witz erzählen. Großartiges Spiel, schade, dass es auf Grund der Sicherheitsaspekte wohl nichts für Schulfahrten ist…

Im Pardoo Roadhouse gab es dann die erste richtige Bekanntschaft mit den Mücken, so dass meine Füße am nächsten Morgen schön zerstochen waren. Selber Schuld, wenn man Sandalen trägt.

West Coast Tour: Day 8 – Karijini

12.07.13

Gorges, part 2. Die Bilder sprechen für sich, denke ich.

Weanu Gorge und Hancock Gorge (bin mir gerade nicht mehr ganz sicher, welche Bilder von welcher Gorge sind, da es die meisten meiner Mitleser aber auch nicht wissen, ist das ja nicht so schlimm):

Bevor es in der ersten Schlucht zu der Stelle ging, an der wir uns mit einer Stange (railing) hinunterhangeln mussten, bat Duffy uns, kurz zu warten. Er müsste kurz um die Ecke gehen und sich die Sache näher angucken. Er kam aber erstmal nicht wieder, dafür sein bester Freund: Oz-Man.

ozman

Der hat uns fortan den ganzen Tag begleitet. Weltklasse Aktion.

Joffre Gorge

Falls jemand vorhat, dort auch mal hinzugehen, sollte man gegen 9.30h in die Weanu Gorge und gegen 12.00h in die Hancock Gorge gehen, dann hat man nämlich an den wenigen möglichen Plätzen Sonnenschein und kann sich nach den schattigen Abschnitten oder nach dem Schwimmen aufwärmen. Das sind halt die Vorteile einer geführten Tour.

Nach den ganzen tiefen Schluchten ging es abends hoch hinaus. Star gazing stand auf dem Programm. Und da in Karijini im Gegensatz zu den Städten so gut wie keine Lichtverschmutzung durch Neonlicht, Häuser, Laternen etc. herrscht, konnten wir den ganzen weiten Sternenhimmel sehen. Dazu durften wir durch Teleskope gucken und es gab es einige Erklärungen zu den Sternzeichen und anderen Himmelsformationen. So habe ich dann auch offiziell das Kreuz des Südens (Southern Cross oder auch Christian Cross) mit den dazugehörigen pointer stars Alpha und Beta Centauri kennengelernt. Das kann nämlich nur in der südlichen Hemisphäre gesehen werden und dient zur Orientierung nach Süden. Außerdem ist es auf der australischen Nationalflagge (rechts). Die anderen Infos waren auch ganz interessant, insgesamt war die Veranstaltung aber nicht so ganz überzeugend. Muss ja auch mal sein.

West Coast Tour: Day 7 – Karijini

11.07.13

Heute wurde zum ersten mal klar, wo sich der Begriff „gorgeous“ herleitet. Von „Gorge“ (Schlucht) nämlich. In den nächsten Tagen haben wir viele davon durchwandert und durchschwommen – eine schöner als die andere.

Die erste war die Dales Gorge, in der wir uns den ganzen Tag aufhielten. Praktisch, dass es dort einen Wasserfall (Fortescue Falls) gibt, unter dem man sich abkühlen kann. Geht zum Glück auch im Fern Pool und Circular Pool. Ich mag das ja.

Dazu habe ich meine erste Aborigine-Zeichnung gesehen.

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Theorien darueber, was das bedeuten koennte, bitte in die Kommentare. Es gibt kein richtig oder falsch, nur eure eigene Interpretation. Ganz konstruktivistisch, wie im Unterricht.

Abends wieder ins Eco Retreat und gute Nacht.