Die Zeit bei Shaun war wirklich genau das, was ich zu diesem Zeitpunkt brauchte. Ein eigenes Bett, einen Schrank, eine Dusche, Zeit für mich. Und als Bonus kam noch der Pool, die Sonne, die DVD-Kollektion und die hervorragende Verpflegung und Gesellschaft obendrauf. Shaun hat mich mit zu seinen Freunden und Nachbarn genommen, wenn die nicht gerade mal selbst vorbeigekommen sind. Und es waren allesamt tolle Menschen:
– Ducky, die gebürtig Elizabeth Taylor heißt, und in der ganzen Stadt bekannt ist für ihre hochfrequente Nutzung des F-Wortes,
– Steven und Paul, die ortsansässigen Bestatter mit einem unglaublich toll gelegenen Haus,
– Sharon, die irgendwie mit Stephen Hawking verwandt ist, und der wir beim Umzug geholfen haben, in das tollste Haus, das ich je gesehen habe (das kann man aber auch nur in den Tropen bauen)
– Derek, dessen Frau ich leider nicht kennen gelernt habe, und der einer von Shauns nächsten Nachbarn ist – ca. 3km bergauf – und dort den lieben langen Tag sein riesengroßes Anwesen pflegt,
– Jimmy und Kylie, die vor kurzem den fast ganzen Berg vor Shauns Haustür gekauft haben – samt Regenwald, Weideland und dieser Aussicht:
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Hier stehe ich auf der Great Dividing Range
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– und nicht zuletzt Ryan, Shauns Neffe, der mit Shaun zusammen wohnt und in der örtlichen Zuckermühle arbeitet.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt und werde die Zeit bestimmt nicht vergessen – und eigentlich muss ich ja sowieso in der Regenzeit nochmal da hin. Und in der Trockenzeit auch nochmal.