Archiv der Kategorie: South_Australia

Great Ocean Trip – Day 2: Grampians National Park

15.10.13

Vom Coorong aus ging es landeinwärts zum nächsten Nationalpark: den Grampians.

War den Umweg von 500km wert. Nach einer abenteuerlichen Suche nach den angeblich am einfachsten zugänglichen Caves Australiens (dazu muss man aber die richtige Ausfahrt finden) sind wir zum Übernachten in den Mt Eccles Nationalpark gefahren und haben neben Kängurus, Kookaburras und Possums ein Barbie veranstaltet. Das heißt: Burger gegessen.

Great Ocean Trip – Day 1: Coorong National Park

14.10.13

Endlich wieder ein Road Trip. Daran könnte ich mich ja gewöhnen. Und obwohl ich mir ja eigentlich gesagt habe, dass ich nach dieser Erfahrung keinen Wicked-Campervan mehr mieten wollte, war das leider der einzige einigermaßen erschwingliche Anbieter in Adelaide. Es musste also sein. Und so sah das dann aus:

Vorweg: Ja, er hat bis zum Ende durchgehalten. Ansonsten kann man aber wenig Positives sagen. Dafür war der Trip aber umso besser. Nachdem ich Natalie (der aufmerksame Leser weiß, wer das ist) vom Flughafen abgeholt hatte, sind wir in den Süden gefahren und haben dort bei Goolwa ein paar Seehunde und Pelikane gesichtet:

Danach haben wir den legendären Murray River per Fähre überquert, sind noch kurz zum Lake Alexandrina abgebogen und dann in den Coorong Nationalpark gefahren. Ein hübsches Fleckchen Erde, auch wenn die Fotos nicht sonderlich spektakulär sind:

Kangaroo Island – Day 2

13.10.13

Nach der Morgentierschau (Kängurus und Alpacas) und Frühstück sind wir zu den Remarkable Rocks aufgebrochen. Die hatte Matthew Flinders bei seiner Australienumseglung gesehen und gemeint, dass sie „pretty remarkable“ seien. Australische Namensgebung ist so praktisch. Recht hatte er trotzdem.

Beim Admirals Arch haben wir dann die andere Robbenspezies der Insel gesehen: die New Zealand fur seals. Im Gegensatz zu den australischen Seelöwen sind die fur seals nicht vom Aussterben bedroht. Sie stehen ihnen an Niedlichkeit aber in nichts nach.

Da das Wetter sehr durchwachsen war (Wind und Regen), haben wir danach nur noch Stationen aufgesucht, die überdacht waren: das Flinders Chase Discovery Centre, die Emu Eucalyptus Distillery und die Honey Farm. Eher wenig spektakulär, aber mir war eh‘ etwas kalt. Ich hatte mich noch nicht an das veränderte Klima gewöhnt und außerdem meine lange Hose im Hostel gelassen.

Das bemerkenswerteste an der Tour war vielleicht, dass ich der einzige deutsche Teilnehmer war. Das gab’s bisher noch nie. (Schwyzerdütsche zähle ich jetzt mal nicht dazu, die sind ohnehin nur sehr schwer zu verstehen.) Tourguide Sandy war sehr cool und hat mir auf der Rückfahrt sogar noch ihre Playlist mit typischer australischer Musik kopiert. Jetzt bin ich bestens ausgestattet für meinen Road Trip nach Melbourne.

sandy

Känguru und Sandy – oder andersrum

Kangaroo Island – Day 1

12.10.13

Nachdem ich mich von der Weintour erholt hatte, ging es am nächsten Morgen gleich auf die nächste Tour. Denn auch Kangaroo Island muss man gesehen haben. Stimmt.

Nach einer längeren Busfahrt durch die hübsche Fleurieu Peninsula und der teuersten Fährfahrt Australiens (war aber inklusive) ging es auf Wanderungen am Strand und auf Hügel. Höhepunkt waren dann die Australian sea-lions:

Wenn ich die Fotos angucke, grinse ich immer wieder. Die waren alle total aktiv und sind herumgetollt, geschwommen und haben miteinander gerungen. Ich habe auch lustige Videos gedreht, die gibt’s aber erst in Deutschland zu sehen. Unsere Führerin meinte während der Führung: „I cannot tell you great it is today!“ Musste sie auch gar nicht.

Nach dem anschließenden Kajakfahren sind wir ins Koala Sanctuary und haben jede Menge Koalas gesehen. Einer ist sogar vom Baum runter, kurz über die Wiese und auf den nächsten Baum hoch geklettert.

Abends gab’s ein Barbie (BBQ) und ich habe mal wieder neue Tiere entdeckt und mich gleich mit ihnen angfreundet: Alpacas. Vom Aussehen her sind sie ein Mittelding zwischen Lama und Kamel und produzieren wohl die beste Wolle der Welt.

 

Barossa Valley

11.10.13

Wenn man schon in der Gegend ist, muss man auch eine Weintour machen, wurde mir gesagt. Und da ich mir ja gerne Sachen sagen lasse, habe ich das dann auch getan.

Barossa Valley ist wohl die bekannteste Weingegend in Australien und wurde Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts von deutschen Immigranten besiedelt, die dort Dörfer wie Hahndorf gründeten, wo man auch heute noch German bratwurst bekommt – auch wenn eigentlich keine deutschen mehr dort wohnen. Die Weingüter selber tragen aber weiterhin deutsche Namen und sind auch teilweise noch in deutschem Besitz. Vier davon haben wir uns auf der Tour angeschaut und dabei jeweils 5-10 Weine probiert. Fazit: Ich mag Weißwein. Genauer: Sauvignon und Chardonnay. (Das mag aber auch daran gelegen haben, dass ich die am Anfang der Tour probiert habe.) Ich mag nicht so gerne: trockenen Rotwein, aber auch keinen süßen und auch keinen Shiraz. Getrunken habe ich sie trotzdem alle. Damit ich mitreden kann. Somit kann mein Eindruck aber auch beeinflusst worden sein, denn irgendwann war der Geschmacksunterschied nicht mehr sooo groß…

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Adelaide

10.-13.10.13

Morgens um 9.00 Uhr am Flughafen bin ich von Regen begrüßt worden, dazu gleich mal 10 Grad kühler als in Brisbane. Und auch sonst hat mich Adelaide trotz des eher amerikanischen, schachbrettartigen Grundrisses sehr an englische Städte erinnert. Ich habe mich jedenfalls gleich zu Hause gefühlt. Das Hostel hat dazu sicherlich beigetragen: sehr heimelige Atmosphäre mit netten Menschen, kostenlosem Fahrradverleih und Internet. Hostel 109 ist bisher eines meiner Favoriten.

Zudem ist South Australia wohl der progressivste australische Staat. Hier gibt es Pfand auf Plastik- und Glasflaschen, im Supermarkt kosten Tüten extra, der Fahrradverleih ist in ganz Adelaide kostenlos, es gibt sogar eine free tram. Daran können sich die anderen Staaten ein Beispiel nehmen, denn ökologisches Denken ist dort nicht wirklich zu erkennen. Und das wird mit der neuen Regierung bestimmt nicht besser, sagte mir ein Tourguide in Melbourne.

Leider war Adelaides Innenstadt gerade eine große Baustelle und es waren, eine Woche versetzt zu Queensland, school holidays. Juhu. So habe ich mir viele kostenlose Museen angeschaut, darunter das tolle Migration Museum, habe den Central Market besucht und zwei Touren gebucht. Im Nachhinein wäre ich gerne noch ein oder zwei Tage länger geblieben, aber da war die weitere Planung schon zu fix. Trotzdem ist Adelaide bisher meine Lieblings-„Großstadt“ in Australien.