Archiv der Kategorie: USA

Washington, D.C. – the Capital

24.-30.04.2014

Auf die Hauptstadt der USA hatte ich mich schon richtig gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Selten eine so saubere, freundliche Stadt gesehen, die zudem natürlich kulturell Einiges zu bieten hat. Man merkt schon, wo das Geld ist. Wobei ich die Randbezirke halt nicht gesehen habe.

Neben Dutzenden von kostenlosen Museen, die allesamt lohnenswert und natürlich auch teilweise etwas überkandidelt sind (und die man praktischerweise gut bei Regen besichtigen kann), gefiel mir die Struktur der am Reißbrett entworfenen Stadt. Wie schon in CanberraLINK gab es viel Raum und Symmetrie. Sowas mag ich ja. Außerdem waren die National Memorials toll gemacht, besonders der sitzende Lincoln hat mich begeistert.

Glück hatte ich mit meinem Timing insofern, dass am Sonntag der Garten des Weißen Hauses für Touristen geöffnet war. Das hatte ich zwar gar nicht mitbekommen, aber die lange Schlange davor brachte mich zum Nachfragen und schwupps war ich auch schon (also nach halbstündigem Warten) drin. Joa, war halt ’n Garten, nech. Aber vorm Weißen Haus.

Ansonsten war ich noch auf dem Arlington Cemetery, wo man Kennedys Grab besichtigen kann (s.o.), habe mir die Library of Congress angesehen und im Ford’s Theater (dort, wo Lincoln erschossen wurde) ein Musical angesehen, dass ich danach gleich an Tilmann und Christian weiterempfohlen habe: 25th Annual Putnam County Spelling Bee.

Insgesamt hat mir the District sehr gefallen und es war gut, dass ich dort eine Woche eingeplant hatte.

Quick facts: durch den wilden Westen

Aufgemerkt: Es handelt sich hierbei nicht um den Wilden Westen, den wir kennen (mit Cowboys und Indianern, die das Lasso herausholen und spielen) , der liegt mittlerweile im Osten (vgl. great plains, fängt aber noch nicht gleich hinter Hamburg an). Hier geht es um die Fahrt von L.A. nach Denver.

31.03.

  • Drive to Vegas
  • Red Rock Canyon
  • Las Vegas

01.04.

  • Las Vegas (mehr muss man dzu wirklich nicht schreiben)

02.04.

  • Drive to Grand Canyon
  • Hoover Dam
  • Route 66
  • Grand Canyon Village (Ankunft im Hagel)

03.04.

  • Grand Canyon (dazu kann man auch nicht viel schreiben, denn man muss ihn gesehen haben – fantastisch!)

04.04.

  • Desert View drive
  • Drive to Page

05.04.

  • Wave-Permit (lustige Geschichte, aber zu lang für die quick facts)
  • Zion National Park
  • Page

06.04.

  • The Wave
  • Antelope Canyon
  • Navajo National Monument
  • Kayenta
  • –> auch wenn die Namen wohl niemandem etwas sagen: das war ziemlich cool!)

07.04.

  • Monument Valley
  • Canyon de Chely
  • Chinle

08.04.

  • Fahrt nach Moab
  • Arches NP
  • Moab

09.04.

  • Canyonlands
  • Moab

10.04.

  • Fahrt nach Frisco
  • Colorado National Monument

11.04.

  • Skifoan: Breckenridge mit Jordan
  • Party bei Brian

12.04.

  • Skifoan: Breckenridge
  • Big Bad Voodoo Daddy
  • Lobsterfest

Und ab hier gibt es doch tatsächlich wieder richtige Beiträge, angefangen mit diesem.

Quick facts: die Westküste der USA

18.03.

  • San Francisco-Ankunft

19.03.

  • Walking Tour
  • Fisherman’s Wharf
  • Lombard Street

20.03.

  • Bike hire und Radeltour (mit Fabienne)
  • Castro Street
  • Golden Gate Park
  • Land’s End
  • Presidio
  • Exploratorium

21.03.

  • Alcatraz (überraschend interessant)
  • Golden Gate Bridge
  • Sausalitos (so heißt der Ort)
  • Muir Woods (redwood trees)
  • alles per Rad, von 8-20h

22.03.

  • Cartoon Art Museum (Sandman, Sam&Max)
  • Kaffee mit Anne

23.03.

  • Gammeln (Yeah!)

24.03.

  • Hotel Check-in
  • Eltern kommen an

25.03.

  • Cable Car
  • Fisherman’s Wharf
  • Golden Gate Bridge
  • Cable Car Museum
  • Hotel

26.03.

  • Auto abholen
  • Highway 1 (a really great drive)
  • 17-mile drive
  • Monterey

27.03.

  • Highway 1 (der lohnt sich wirklich)
  • Big Sur
  • Pismo Beach

28.03.

  • Malibu
  • Santa Monica Pier
  • Venice Beach
  • LA

29.03.

  • Universal Studios (schrecklich voll)
  • Civic Center
  • Downtown

30.03.

  • Getty Museum
  • Mulholland Drive
  • Sunset Strip
  • LA Lakers vs Phoenix Suns (free Tacos!)

Quick facts: Hawai’i – Part 2

09.03.

  • Tour mit Zhang
  • West coast, Lahaina (nettes Örtchen)
  • beach at the end of the road
  • Northshore Hostel

10.03.

  • Road to Hana (wird sehr gehypt, ist es m.E. aber nicht wert)
  • Waikomu Falls
  • Road from Hana to Haleakala NP (die war deutlich besser)
  • Sunset
  • Hosmer Grove campsite

11.03.

  • Sunrise
  • Haleakala crater walk (7hrs, 27km – ja, ich habe mich etwas übernommen)
  • Northshore Hostel

12.03.

  • Iao Valley (mit Phillip aus der Schweiz)
  • Flug nach Kaua’i
  • Hostelproblemchen (typisch deutscher Lehrer)
  • Honu’ea International Hostel (merkwürdiger Ort und weird staff, aber nette Mitbewohner)

13.03.

  • Organizational stuff (permits and maps)
  • Waimea Canyon (boah, geil!)
  • Koke’e State Park
  • Awa Awapuhi Walk
  • Sunset at Sand Fort Bay
  • Hostel

14.03.

  • Helicopter flight (das musste einfach sein bei den Aussichten)

15.03.

  • Na Pali Coast (mit Margit aus Osnabrück)
  • Hae’na campsite

16.03.

  • Beach
  • Sand Fort Bay
  • –> man erkennt den relaxten Tag

17.03.

  • Koke’e State Park
  • ‚Nen Platten (und kein Handbuch – gut, dass ich damit Erfahrung habe)
  • Flug nach Honolulu, weiter nach LA und San Francisco

Quick facts: Hawai’i – Part 1

02.03.

  • Oahu
  • Ankunft Honolulu
  • TheBus
  • Cemetery
  • Bishop Museum (history of Hawai’i)
  • Waikiki (wenig überzeugend)
  • Waikiki Beach Hostel (Hokondo)

03.03.

  • Pearl Harbor (gut gemacht, wenn auch überraschender Weise recht pompös)
  • Flug nach Big Island
  • Arnott’s Lodge

04.03.

  • Walmart (das erste und fast das letzte Mal, gehört aber zur kulturellen Erfahrung)
  • Volcanoes NP
  • Iki Kilauea Crater, guided tour (calendar)
  • Thurston Lava Tube

05.03.

  • Scenic route (naja)
  • Akaka Falls
  • Mauna Kea tour (4000m hoher Vulkan, Sonnenuntergang über den Wolken, star-gazing)

06.03.

  • Waipi’o Valley
  • Volcanoes NP → Chain of Craters Road, part I
  • Short walks, getting lost near Cinder cone
  • Jaggar Museum
  • Halema’uma’u Crater at night

07.03.

  • Saddle Road
  • Mauna Kea Visitor Center
  • Kona
  • Halekaela Bay
  • Kona coffee
  • Volcanoes NP → Chain of Craters Road till road end (dort geht’s nicht weiter, da die Lava über die Straße geflossen ist)

08.03.

  • Hilo, Chinese Garden
  • Flug nach Maui
  • Northshore Hostel

New Orleans – The Big Easy

20.-24.04.2014

Mit kurzem Zwischenstopp in Dallas-Fort Worth (jetzt bin ich auch in Texas gewesen) kam ich am Ostersonntag in New Orleans an. Die ganzen Paraden waren leider bereits vorbei. Das kommt davon, wenn man seine Flüge nach Preis und nicht nach Events plant. In den nächsten Tagen bekam ich aber trotzdem einen guten Eindruck vom Flair der Stadt und Umgebung:

Ich habe mir eine Raddampfertour auf dem Mississippi gegönnt und auch eine Swamp tour in den anliegenden Sümpfen. Dabei gab es jede Menge Alligatoren zu sehen. Endlich mal wieder ein paar neue Tiere, die ich noch nicht live gesehen hatte. Sowas ist ja schon etwas her gewesen (wenn man mal von den ganzen Vögeln absieht, bei denen ich nie weiß, ob ich sie schon kenne oder nicht und bei denen es mich, ehrlich gesagt, auch nur peripher interessiert). Die Sümpfe selber waren auch cool. Und dann noch in einem Airboat, ganz wie im Film. Fragt mich aber nicht, in welchem.

Ansonsten war New Orleans schon sehr touristisch und ich etwas kränkelnd, so dass ich nur mittelmäßig begeistert war. Allerdings war der Jazz, den man überall hören konnte, schon ziemlich gut, so weit ich das beurteilen kann. Ich kannte aber ja auch nur das Tingvall Trio und die Band aus Wellington. Ein Mitswingen konnte (und wollte) ich jedenfalls nicht verhindern.

Denver – the Mile High City

17.-20.04.2014

Die beiden Snowboardtage in Frisco vergingen wie im Schneepflug, es lässt sich aber feststellen, dass ich mit Skiern mehr Strecke abreiße:

FireShot Screen Capture #003 - 'EpicMix' - www_epicmix_com_dashboard_my-dashboard_aspx

Nach einem letzten Abschiedsessen beim besten Mexikaner, hat mich Jordans Kumpel Greg, der eh zurück nach Denver musste, am Donnerstag dorthin mitgenommen. Auf dem Weg sind wir kurz am Red Rock Amphitheater gehalten, einem wunderschönen Freilichttheater, gebaut mitten in die Natur:

Hier würde ich gerne mal ein Konzert besuchen. Hat aber leider nicht geklappt.  In Denver habe ich mir zum ersten Mal auf meiner Reise ein Einzelzimmer genommen (war vergleichsweise günstig), da ich mir gut vorstellen konnte, zu gammeln die Seele etwas baumeln zu lassen. Bin aber trotzdem mal vor die Tür gegangen, z.B. um mir eine Hose zu kaufen. Meine Allzweckhose hat beim Snowboarden nämlich leider einen größeren Riss bekommen – wer meine Backside-Fahrweise kennt, kann sich denken, wo. So trage ich seit 9,5 Monaten endlich mal wieder eine Jeans. Hach…

Denver selbst gefiel mir gut: nicht zu groß, entspannt spazierbar, nette Atmosphäre. Nicht spektakulär, aber endlich mal wieder eine ganz normale Stadt. Hat mich irgendwie ein bisschen an Göttingen erinnert, wenn auch sieben mal größer. Der Staat Colorado hat übrigens Marihuana legalisiert. Nicht nur für medizinische Zwecke, sondern für jeden, natürlich in vorgeschriebenen Mengen. Kann man in diversen Drugstores (hihi) kaufen. Was sie allerdings vergessen haben, ist, auf die Päckchen draufzuschreiben, wie konzentriert das Zeug denn nun ist, damit unbedarfte Menschen eine ungefähre Ahnung haben, was sie sich da zumuten. Gut, dass ich ein Einzelzimmer hatte… Nee, Scherz. Echt. Ich habe ma‘ lieber die Möhrchen getan (Obacht: Anspielung!). Bei dem ganzen Passivqualm, der durch Straßen und Hostel ging, konnte ich mir das Kaufen auch sparen.

Snow business like show business

Man könnte denken, das wird nix mehr mit dem Blog. Aber weit gefehlt. Jetzt geht’s erst richtig los. Hoffentlich. Da ich ja mittlerweile schon wieder mehr als drei Monate hinterherhinke, ich aber auch keine Lust habe, noch Beiträge zu veröffentlichen, wenn ich schon wieder daheim bin, habe ich mich entschieden einen ganz langen Satz zu schreiben, bei dem die ohnehin schon maximal mittelprächtige Google-Übersetzungsmaschine bestimmt einige Probleme bekommen wird (Huhu Arkady!), und außerdem zweigleisig zu fahren, nämlich sowohl Berichte aus der Neuseeland-Ära als auch aktuellere Geschichten aus meiner mittlerweile schon knapp sechs Wochen dauernden USA-Zeit mehr oder weniger parallel zu veröffentlichen. Dieser Absatz hätte auch Teil eines Buon Giorno-Editorials sein können. In Schriftgröße 7.

Wie dem auch sei. Ich bin jedenfalls gerade in Frisco, Colorado, wohne bei Jordan, den ich in Neuseeland kennen gelernt habe, und gehe jeden Tag Skifahren. Die ersten beiden Tage war ich in Breckenridge. Dort bekommt man einen Liftpass, mit dem sie dich tracken (also deine Wege etc. nachverfolgen) können. Ganz typisch amerikanisch halt. Wobei es ja auch Apps geben soll, die beim Babyausführen die Kilometer mitzählen. Jedenfalls konnte ich innerhalb von zwei Tagen und insgesamt ca. 8 Stunden auf der Piste folgende Werte vorweisen:

breck44,852 feet entspricht einer Strecke von etwas mehr als 13km. Die bin ich also gefahren. Hätte nicht gedacht, dass das so viel war. Allerdings waren die Pisten sehr leer und die Wartezeit an Liften wie dem Independence SuperChair belief sich auf maximal 20 Sekunden.

Die Pisten hier sind deutlich weniger verwirrend als in Österreich (weswegen ich ja immer nur hinter Hincks herfahre). Man fährt einfach irgendwo runter und kommt dann an einem Lift an, den man wieder hochfährt. Es genügt, eine ungefähre Ahnung zu haben, wo man ist bzw. wo man hin möchte. Gefällt mir.

Weitere Unterschiede: Liftpässe werden von coolen jungen Menschen mit Scangerät gescannt (mag ich), Liftbügel werden nur selten runtergemacht (mag ich nicht, deshalb frage ich meist ob’s okay wäre ihn herunter zu ziehen) und 90% der Leute quatschen dich beim Liftfahren an (mag ich meistens). Und natürlich: der Schnee. Gestern gab’s Neuschnee und so bin ich heute relativ früh raus, um ein bisserl durch den Tiefschnee zu kurven. Nice. Und Vater hatte natürlich Recht als er meinte, dass der Schnee viel puderiger ist, als alles, was man aus Europa kennt. Man braucht keine wasserfeste Kleidung, der Schnee staubt einfach weg. (Jordan meinte aber, dass der Schnee auf Grund der Jahreszeit noch vergleichsweise schwer und nass ist – ich muss hier nochmal im richtigen Winter hin!) So sah das heute aus:

Noch zwei Tage auf die Piste, morgen erstmalig mit dem Snowboard, dann geht’s nach Denver. Bis dahin wird parallel berichtet. Heute hat das Schreiben jedenfalls Spaß gemacht.