Archiv der Kategorie: west_coast

West Coast Tour: Day 21 – Katherine to Darwin

25.07.13

Ein luxuriöses Abschlussfrühstück mit Bacon and eggs, Pancakes und allem, was dazugehört und dann zu den Edith Falls, zu denen Ivar etwas abgestumpft meinte: „Just another waterfall.“ Hatte er aber irgendwie recht. Nachdem, was wir alles gesehen haben, wirkte er eher niedlich und wenig spektakulär. Aber ein netter Tourabschluss.

Denn danach ging es direkt nach Darwin, dem Ziel unserer Reise. Dort gab es endlich mal wieder ein Bett. Und auch wenn es auf dem Foto nicht ganz so rüberkommt wie in der Realität – ich war ganz schön dreckig.

 dreckig

Das Shirt habe ich übrigens Birte mitgegeben. Das war einfach mit australischem Waschmittel nicht mehr sauber zu kriegen. Mal sehen, ob das in Deutschland funktioniert.

Abends haben wir noch den obligatorischen Tourabschied im Monsoon’s gefeiert – gut, dass ich Disco-Fox auf alles tanzen kann – und dann waren 21 Tage Tour vorbei. Es war meiner Ansicht ein perfekter Einstieg in das vor mir liegende Jahr. Es war, wie viele, die bereits die Ostküste bereist hatten, meinten, das Australien, wie man es sich (und ich mir auch) vorstellt – unendliche Weiten (hierzu mal wieder ein Zitat von Bill Bryson: „Fünfhundert Meilen in Australien sind nicht das Gleiche wie fünfhundert Meilen woanders, und das begreift man erst, wenn man das Land auf Bodenniveau durchquert.“), roter Sand überall, unberührte Natur, faszinierende Landschaften (ich habe noch nie so lange aus dem Fenster eines Busses gucken können, ohne, dass mir langweilig wurde) und klare Gewässer. Dazu zwei tolle Guides und eine wirklich nette, unkomplizierte und effiziente Truppe, in der es keinen gab, der genervt hat.

Birte, die ja schon ordentlich in Australien herumgekommen ist, meinte bereits nach der ersten Woche, dass ich gleich wieder mit nach Hause kommen könnte, denn das, was wir alles gesehen und erlebt haben, ist nur schwerlich zu toppen.

Well, I’ll give it a try. 😉

West Coast Tour: Day 20 – Lake Argyle to Katherine

24.07.13

Morgens auf dem Nawulbinbin Walk noch ein paar Aboriginal paintings abgecheckt.

Dann hieß es „Goodbye, Western Australia“ (*schluchz*) und es ging ins Northern Territory, zur Katherine Gorge, wo meine bis dahin favorisierten Tiere zusammen auftraten: Wallabies und Flying Foxes.

Einige waren noch kurz in der Gorge schwimmen. Ich bin dort lieber gestanden – wer’s kann.

(das Foto muss ich aber erst von Ivar bekommen, sorry)

(Ich habe übrigens drei Tage später erfahren, dass zu der Zeit wohl ein Salzwasserkrokodil in der Gorge gesichtet wurde. Ich war also mit Salties schwimmen. Cool.)

Die Gorge selber war natürlich auch wieder sehr nett anzusehen.

Unterkunft auf dem Campingplatz in Zelten (!) und ohne Swag – war auch gleich deutlich kälter, wenn man keinen Daunenschlafsack hat.

West Coast Tour: Day 19 – Purnululu National Park to Lake Argyle

23.07.13

Morgens haben einige den Helikopterflug über die Bungle Bungles gemacht, den ich mir aus Gründen des Preis-/Leistungsverhältnisses aber nicht gegönnt habe ($235 für 18 Minuten). Die Fotos habe ich aber trotzdem sehen wollen und gleich von Barbara bekommen. Danke!

Danach hieß es wieder „on the road again“, und zwar eine ziemlich lange Strecke bis nach Kununurra und dann zum Lake Argyle, einem künstlich geschaffenen See. Dort haben wir eine Bootstour gemacht und bei der hat sich das Preis-/Leistungsverhältnis ($25/2 Stunden) wirklich gelohnt, denn ich habe endlich Rock Wallabies gesehen!

Neben einigen Freshies haben wir dann noch den Archer Fish getroffen. Ein lustiger Geselle. Wenn man ein Stück Brot über das Wasser hält, denkt er, es sind Insekten und er spuckt Wasser darauf, um sie flugunfähig zu machen. Wirklich witzig, so von Fischen angespuckt zu werden.

So ein Sonnenuntergang auf einem See ist auch nicht zu verachten.

sunset

Und als Bonus gab es noch einen Mondaufgang (im Camp) dazu.

moon

Die Swag-Nacht war meine liebste. Es hat richtig gewindet und wenn man den Swag-Deckel zugeklappt hat, pfiff der Wind um einen herum, man selber war aber kuschelig warm. Schön. (Nicht ganz so schön übrigens, wenn man nachts mal auf Toilette muss…)

West Coast Tour: Day 18 – March Fly Creek Bushcamp to Purnululu National Park (Bungle Bungles)

22.07.13

Nach einigen recht entspannten Tagen ging es heute mal wieder mehr zur Sache. Morgens über eine sehr, sehr holprige dirt road (für die Adam angeblich auch schon mal vier Stunden benötigt hatte statt der heutigen einen) in den Purnululu NP und gleich zum Echidna Chasm.

Und danach in die „richtigen“ Bungle Bungles. Die Sonne brannte und Tobi hatte ja bekanntermaßen keinen Hut mehr. Gut, dass ich von meinen umsichtigen Kolleginnen Kerstin und Ute noch einen Buff geschenkt bekommen habe (Danke euch beiden!), der ja universell einsetzbar ist, auch als Kopfschutz. Ich war somit „the pirate of the Bungle Bungles“ (Beweisfoto unten).

Auf dem Weg durch den Piccaninny Creek und die Whip Snake Gorge hätte man fast überall Fotos machen können, so faszinierend war es. Ich habe mich aber zurückgehalten. Ein bisschen.

Nach dem dreistündigen Marsch durch die brütende Hitze waren alle echt fertig, sind aber trotzdem auf dem Rückweg noch mit in die Cathedral Gorge gekommen. Das ist der passendste Name einer Gorge, der mir untergekommen ist. Ohne dass wir uns abgesprochen hätten, haben ausnahmslos alle von uns sich einen Platz gesucht und für fünf Minuten ehrfurchtsvoll geschwiegen. Tolle Atmosphäre.

 

West Coast Tour: Day 17 – El Questro Station to March Fly Creek Bushcamp

21.07.13

Da war es dann doch passiert. Ich hatte aber auch wirklich lange durchgehalten und mich schon etwas gewundert. Heute habe ich Sachen verbummelt. Hut und Sonnenbrille waren nicht mehr auffindbar. Wahrscheinlich in der Dusche liegenlassen. Um die unkaputtbare City-Sport-Brille ist es wirklich schade, um den dämlichen Jack Wolfskin-Hut eher nicht.

Da ich mich erstmal über mich selbst geärgert habe, konnte ich die heißen Quellen der Zebedeh Springs gar nicht richtig genießen (war aber auch nicht so spektakulär). Gut, dass dann endlich wieder eine Gorge auf dem Plan stand, diesmal die namens Emma.

emma

Nach dem Mittag am Five Rivers Lookout habe ich dann mein erstes Saltwater croc (das sind die, die auch Menschen essen) gesehen. 20 Meter lang. Und irgendwie kam ich zu nahe heran und es fiel mich an. Ich konnte mich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen und es hat nur mein T-Shirt bekommen.

In Parrys Lagoon Reservoir habe ich dann noch eins gesehen, diesmal ein richtiges. Lag aber nur faul herum.

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Camping mal wieder wild und an einem total schönen Ort. So konnten wir sogar am Strand (des Flusses) schlafen.

West Coast Tour: Day 16 – Durack River Bushcamp to El Questro Station

20.07.13

Nachdem sich einige die Schaufel ausgeliehen hatten (beim Wildcampen gibt’s halt keine Toiletten), guckten wir uns das Liebesnest des Bowerbirds an.

 Bellbird'S Loveshack

Hier empfängt der feine Herr seine Damen, richtet es her, und wenn dann alles vorbei ist, macht er es für die nächste hübsch. So ein Vogel.

Nach einem Abstecher zu einer Aborigine-Begräbnisstätte fuhren wir dann zur El Questro Gorge. Und ja, auch die war umwerfend. Rückblickend vielleicht sogar die tollste Schlucht der Reise.

Unsere Unterkunft war die El Questro Station, eine riesengroße Campinganlage mit Helikopter, Eseln, dem Sänger Chris Matthews (der das beste Geburtstagslied aller Zeiten vorgetragen hat – das muss ich nochmal suchen) und vielem mehr. Abends habe ich übrigens mit Sophia Soße gemacht, das war einigen Leuten ein Foto wert.

 

West Coast Tour: Day 15 – Manning Gorge to Durack River Bushcamp

19.07.13

Was soll ich sagen bzw. schreiben… gorgeous Gorges halt.

Manning Gorge (Tagestour in die Schlucht)

River Barnett Gorge (hier mussten wir erstmal schwimmen und ich konnte meine Kamera nicht mitnehmen)

Hier habe ich zum ersten Mal meine neuen Lieblingstiere gesehen: Flying Foxes. Hatte aber keine Kamera mit im Wasser, deshalb auch keine Bilder. Nach so vielen Gorges in so kurzer Zeit hatten einige Tourmitglieder übrigens die Nase voll von Schluchten. Der australische Fachbegriff dafür lautet passenderweise „to be gorged out.“ Galt aber nicht für mich.

Toll war das erste richtige Bushcamping, so ganz ohne alles, einfach so an einem Fluss. (Fast wie damals in Schweden, Odi.)

camp

West Coast Tour: Day 14 – Windjana Gorge to Manning Gorge

18.07.13

Gorgeous Gorges, drei am Stück:

Bell Gorge

Galvans Gorge

Manning Gorge

Einer der schönsten Orte, an dem ich bisher war. Allen, die dabei waren, hat’s die Sprache verschlagen. Wirkt auf den Fotos natürlich nicht.

Abends sind wir im Dunkeln noch auf die Suche nach Schildkröten gegangen. Da aber keine zu sehen waren, sind wir noch kurz ins Wasser gesprungen. Schöner Abschluss eines schönen Tages.

West Coast Tour: Day 13 – Broome to Windjana Gorge

17.07.13

Heute ging es endlich mal wieder früh los. Teil 2 der Tour begann, Tourguide war Adam, der mit seinen Eltern sechs Jahre durch Australien getourt ist und in dieser Zeit Hometeaching genoss. Die Erfahrung merkte man ihm auch an, er sah häufig Tiere, die sonst niemand sah. Vielleicht hat er aber auch nur geblufft. Der Hauptunterschied der Tour war, dass wir ausschließlich in Swags unter freiem Himmel geschlafen haben. Die Nächte waren aber meist angenehm warm, teilweise haben Leute mit Daunenschlafsack sogar geschwitzt, munkelt man. Der Truck war so ausgerüstet, dass wir komplett autark waren: Tische, Stühle, Gaskocher samt Grill usw. war alles dabei. Camping in Reinnatur also. Cool. Die halbe Besetzung blieb im Vergleich zur ersten Tour gleich, neu dazu kamen die Walker-Familie (Alan, Stephen und Michael) aus der UK, Sophia und Graham  Simon Graham, und mein neuer Sitznachbar (das kommt davon, wenn man höflich beim Beladen hilft und zu spät in den Bus kommt) Stuart from Scotland, nach einem Tag von mir nur noch Disco-Stu genannt.

Nach der Fahrt über den Fitzroy River sind wir am längsten Futtertrog der Welt vorbei zum Prison Tree gefahren. Dieser Boab-Baum wurde früher genutzt, um Aborigines, die zum Arbeiten weiterverfrachtet wurden, festzuketten. Sklavenarbeit gab’s auch in Australien.

02_Prison Tree1

Danach ging’s in den Tunnel Creek, einen Bach, der 750m lang unter einem Berg durchläuft, welcher fleischfressende Fledermäuse beherbergt. Also Stirnlampe auf und rein. Spannend.

Weiter ging es auf die Gibb River Road, laut Lonely Planet eine der letzten wahren Off-Road-Erfahrungen. Kann ich so bestätigen. Krass. Da muss man aber durch, wenn man unser Ziel hat: die Kimberlys, ein Riesengebiet an Bergen und Schluchten.

Abends campten wir in der Windjana Gorge, in der wir den Sonnenuntergang miterlebten und ein bisschen Frisbee und Australian Football warfen. Also die Männer. Wichtiger aber: Jede Menge Krokodile im Fluss. Lagen da einfach so rum, in zwei Meter Entfernung. Gut, dass das Freshies (Freshwater crocodiles) waren, die den Menschen eher nichts tun. Aber wieder was Neues. Toller Tourstart.