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West Coast Tour: Day 11 and 12 – Broome

14.-17.07.13

Der Lonely Planet sagt: be prepared for Broome times and Broome prices und hat damit recht. Und er gibt auch einen topp Tipp für gutes Frühstück: The Aarli. Gut, dass man überall Schweizer trifft, die den LP besitzen. (Danke, Barbara!) Wir hatten uns nämlich schon ganz schön verlaufen. Nach dem Frühstück ging es dann mit kleineren Umwegen zum erneuten Abschieds-Lunch in Matso’s Brewery. Bier und Wedges und die ganze Truppe (bis auf die morgens bereits abgeflogene Kristina) nochmal zusammen. Und jetzt hat Duffy auch richtig losgelegt und gleich mal zehn 200ml-Gläser-Bier in ca. zwei Minuten vernichtet. Wir sind gegen 16.00 Uhr los und haben ihn erst abends wieder im Hostel getroffen. War gut drauf. Besonders wenn man bedenkt, dass er am nächsten Morgen wieder zurück nach Perth düsen musste (der sogenannte Broome-Perth-Express, 1000km am Tag im Truck). Ergo nochmal verabschiedet. Und dann ins Bett.

Der nächste Tag lässt sich wieder gut in einem Wort zusammenfassen: Strand. Und zwar ein ganz toller. Abends Fish & Chips. Fertig. Schön.

(Freier Tag = keine Fotos)

West Coast Tour: Day 10 – Pardoo Station to Broome

14.07.13

Ein Sonnenaufgang geht immer noch. Trotz erneutem Aufstehen um 4.30 Uhr leider on the road und nicht am großartigen 80-Mile-Beach (der heißt nicht umsonst so). Hier war der Lonely Planet-Autor bestimmt, als er schrieb: „You can walk the beach for hours without seeing a single footprint in the sand.“

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Und schöne Muscheln gab es auch. Die darf man natürlich auch nicht mitnehmen. Niemals.

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In Broome haben wir noch Dinosaurier-Fußstapfen gesucht (und wahrscheinlich auch gefunden), wurden in unser Hostel gebracht und dann war der offizielle Teil der Tour beendet. Was soviel heißt wie: Jetzt durfte Duffy endlich was trinken. Netterweise hat er aber noch einen Tag gewartet und konnte uns somit noch mit an den Strand nehmen, wo wir uns, natürlich, den Sonnenuntergang angeschaut haben. Schöön. Und dann durfte ich mich noch an einem firestick versuchen. Hat, natürlich, Spaß gemacht und ich habe mir, natürlich, meine Hose etwas versaut. Aber abgebrannt ist nichts. Vom Strand aus ging’s zum letzten gemeinsamen Essen und als dann die ersten zahlen wollten, meinte Duffy plötzlich, dass das nicht nötig wäre. Denn Catherine aus Belgien hat doch tatsächlich die gesamte Gruppe eingeladen. Unglaublich. Und erklären wollte sie es auch nicht.(Mittlerweile kam eine Mail, in der sie es dann doch erläuterte: Sie verdient viel Geld und möchte verhindern, dass dieses in ihrem Leben eine zu große Rolle spielt. Erfahrungen und Eindrücke sind ihr viel wichtiger und das möchte sie uns auch mit auf den Weg geben. Hach, schön. Danke, Catherine!) Wir sind dann wieder an den Strand, haben noch nett zusammen gesessen und sind dann, da Duffy nicht totzukriegen war, mit dem Taxi (nach einigem Warten) zurück ins Hostel.

West Coast Tour: Day 9 – Karijini to Pardoo Roadhouse

13.07.13

Noch ’ne Gorge, Hamersley Gorge. Und zwar zum Sonnenaufgang. Über Sinn und Unsinn dieses Unterfangens kann man sich evtl. streiten (besonders wenn man deswegen bereits um 4.30 Uhr los muss), allerdings war es, wenn ich die Fotos betrachte, den Aufwand wieder mal wert. Geschwommen bin ich aber (zum ersten Mal!) nicht, das war nur was für die ganz Harten.

Danach sind wir weitergefahren. Mittag gab es in Port Hedland, wo es große Schiffe zu sehen gab, die ich extra für Basti hier mal hochlade:

Auf dem Weg zur Unterkunft im Pardoo Roadhouse haben wir noch das laut Duffy (und ich sehe das genauso) beste Spiel, das man in einem Bus spielen kann, gespielt. Und ja, natürlich schreibe jetzt hier den Ablauf auf.

Also, der Fahrer braucht jede Menge Süßigkeiten. Auf sein Kommando „Duck“ hin, müssen sich alle Fahrgäste hinter der Lehne des Vordermanns ducken. Der Fahrer schmeißt nun jede Menge Süßigkeiten nach und nach nach (coole Satzkonstruktion) hinten, und zwar mit Schmackes. Niemand darf die Süßigkeiten einsammeln, auch wenn sie direkt auf dem Schoß liegen. Auf das Kommando „Mad Scramble“ dürfen/müssen/sollen dann alle Mitfahrer möglichst viele Süßigkeiten zusammensuchen und dürfen dabei auch über die Lehnen nach vorne, hinten und zur Seite grapschen und sogar aufstehen. Bei Stopp ist Schluss, wie schon Thomas Grüner sagte. Dann kann man entweder aufhören und essen oder halt noch verschiedene Aufgaben an diejenigen verteilen, die z.B. die meisten Haribo-Tütchen bekommen haben. Ich musste z.B. einen Witz erzählen. Großartiges Spiel, schade, dass es auf Grund der Sicherheitsaspekte wohl nichts für Schulfahrten ist…

Im Pardoo Roadhouse gab es dann die erste richtige Bekanntschaft mit den Mücken, so dass meine Füße am nächsten Morgen schön zerstochen waren. Selber Schuld, wenn man Sandalen trägt.

West Coast Tour: Day 8 – Karijini

12.07.13

Gorges, part 2. Die Bilder sprechen für sich, denke ich.

Weanu Gorge und Hancock Gorge (bin mir gerade nicht mehr ganz sicher, welche Bilder von welcher Gorge sind, da es die meisten meiner Mitleser aber auch nicht wissen, ist das ja nicht so schlimm):

Bevor es in der ersten Schlucht zu der Stelle ging, an der wir uns mit einer Stange (railing) hinunterhangeln mussten, bat Duffy uns, kurz zu warten. Er müsste kurz um die Ecke gehen und sich die Sache näher angucken. Er kam aber erstmal nicht wieder, dafür sein bester Freund: Oz-Man.

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Der hat uns fortan den ganzen Tag begleitet. Weltklasse Aktion.

Joffre Gorge

Falls jemand vorhat, dort auch mal hinzugehen, sollte man gegen 9.30h in die Weanu Gorge und gegen 12.00h in die Hancock Gorge gehen, dann hat man nämlich an den wenigen möglichen Plätzen Sonnenschein und kann sich nach den schattigen Abschnitten oder nach dem Schwimmen aufwärmen. Das sind halt die Vorteile einer geführten Tour.

Nach den ganzen tiefen Schluchten ging es abends hoch hinaus. Star gazing stand auf dem Programm. Und da in Karijini im Gegensatz zu den Städten so gut wie keine Lichtverschmutzung durch Neonlicht, Häuser, Laternen etc. herrscht, konnten wir den ganzen weiten Sternenhimmel sehen. Dazu durften wir durch Teleskope gucken und es gab es einige Erklärungen zu den Sternzeichen und anderen Himmelsformationen. So habe ich dann auch offiziell das Kreuz des Südens (Southern Cross oder auch Christian Cross) mit den dazugehörigen pointer stars Alpha und Beta Centauri kennengelernt. Das kann nämlich nur in der südlichen Hemisphäre gesehen werden und dient zur Orientierung nach Süden. Außerdem ist es auf der australischen Nationalflagge (rechts). Die anderen Infos waren auch ganz interessant, insgesamt war die Veranstaltung aber nicht so ganz überzeugend. Muss ja auch mal sein.

West Coast Tour: Day 7 – Karijini

11.07.13

Heute wurde zum ersten mal klar, wo sich der Begriff „gorgeous“ herleitet. Von „Gorge“ (Schlucht) nämlich. In den nächsten Tagen haben wir viele davon durchwandert und durchschwommen – eine schöner als die andere.

Die erste war die Dales Gorge, in der wir uns den ganzen Tag aufhielten. Praktisch, dass es dort einen Wasserfall (Fortescue Falls) gibt, unter dem man sich abkühlen kann. Geht zum Glück auch im Fern Pool und Circular Pool. Ich mag das ja.

Dazu habe ich meine erste Aborigine-Zeichnung gesehen.

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Theorien darueber, was das bedeuten koennte, bitte in die Kommentare. Es gibt kein richtig oder falsch, nur eure eigene Interpretation. Ganz konstruktivistisch, wie im Unterricht.

Abends wieder ins Eco Retreat und gute Nacht.

West Coast Tour: Day 6 – Exmouth to Karijini National Park

10.07.13

Die zweite Runde des gestrigen Spiels war wohl etwas schwieriger, so dass die liebe Julia sich morgens nicht ganz wohl fühlte. Umso ungünstiger, dass wir an diesem Tag entspannte 800km zu unserem nächsten Ziel, dem Nationalpark Karijini, im Bus Truck unterwegs waren. Und wenn sich die Fahrtzeit dann noch verlängert, weil eine Tasche aus dem Stauraum rausfällt, das aber erst von einem netten Road Train-Fahrer 200km später bemerkt wird und man dann die Strecke nochmal zurück fahren muss, ist das noch ärgerlicher. Julia hat es aber durchgehalten und die Tasche fand sich auch wieder an.

Nach der langen Fahrt kamen wir zum Sonnenuntergang in Karijini an. Da sich der Park auf Aborigine-Land befindet, haben wir ihn gemäß ihrer Sitten begrüßt: Barfuß im roten Boden stehend haben wir uns mit der roten Erde an Armen, Beinen und Gesicht eingeschmiert, um die direkte Verbundenheit mit der Erde herzustellen.

Für die nächsten drei Nächte hieß es dann Camping im Eco Retreat: Schlafen in Swags und nur bedingt Duschmöglichkeiten. Back to basic.

Die grünen Dinger, die da auf dem Boden liegen, sind die Swags. Da kommt ein Schlafsack rein und man kann das Oberteil zuklappen, falls es zu kalt wird. Tolle Erfindung.

West Coast Tour: Day 5 – Exmouth

09.07.13

Nur ein Wort: Awesome! Heute bin ich mit Walhaien geschwommen, auf drei Meter Entfernung. Und whale-watching gab’s gratis dazu, da auch gerade Buckelwale unterwegs waren. Erstmal Bilder:

Das war eine extra hinzugebuchte Tour und Duffy hatte Recht als er sagte: „If you’re only doing one extra thing on this tour, swim with the whale sharks.“ Awesome. In der Zeit zwischen ca. April und August tummeln sich die Walhaie am Ningaloo Reef und man kann neben ihnen herschnorcheln. Und wenn dann noch Brunftzeit bei den humpback whales ist, bekommt man die kostenlos dazu. Mit denen darf man aber nicht schwimmen. Und damit das Highlight auch komplett ist, haben auch die Tourorganisatoren noch ihr Leckerchen bekommen: Plötzlich liefen sie nämlich alle wie wild herum und holten ihre Unterwasserkameras. Grund dafür war der größte Bronze Whaler (Haiart), den sie je live gesehen haben. Ist auf den Fotos von oben nur schwer zu erkennen und nein, auch mit denen schwimmt man nicht.

Eine Taucherin sagte später: „Best day of my life“ und fiel ihren Mitarbeitern jauchzend in die Arme. Ich mag es ja, wenn Touranbieter mit ihrem Herzblut an der Sache hängen. Awesome halt.

Ich möchte hier eine weise Frau zitieren, die sinngemäß sagte: „Es ist einfach toll, was einem die Natur bietet. Es ist einfach da, man muss nur hinschauen.“

Um der sentimentalen Stimmung (ich habe mich den ganzen Abend lang total beseelt gefühlt) entgegenzuwirken, spielten unsere Jungspunde erstmal eine Runde „Ring of Death“, was Neumünsteraner Schüler unter dem Namen Tangarra geläufig ist. Saufspiel halt.

West Coast Tour: Day 4 – Coral Bay to Exmouth

08.07.13

Endlich mal ein kurzer Eintrag. Heute stand nur abends die Fahrt nach Exmouth (wird übrigens wie der Mund ausgesprochen) an und bis dahin konnten wir in Coral Bay individuell Aktivitäten wie eine Quad-Tour oder einen Eco-Trip buchen oder aber, wie ich, einfach nur am Strand liegen. Aber da mir das natürlich zu langweilig wäre, habe ich zum ersten Mal geschnorchelt. Und bin gleich süchtig geworden. Wieder ein Sport mehr, der mir gefällt. Ich musste nur ein paar Meter ins Meer paddeln und schon gab’s die schönsten Fische und Korallen zu sehen. Toll. Und für die fleißigen Blogleser gibt’s sogar ein Beweisfoto:

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Abends ging’s nur zur Unterkunft (auch toll), essen, trinken und ab ins Bett.

West Coast Tour: Day 3 – Denham to Coral Bay

07.07.13

Wieder extrem früh raus (diesmal war ich aber pünktlich dabei) und schnell nach Monkey Mia, wo, wie der Name schon sagt, eine Delfinfütterung am Strand auf uns wartete.

Und wieder hat sich das frühe Aufstehen gelohnt, denn schon nach ca. 30 Minuten (in denen ich froh war, dass ich Fleece und Jacke mitgenommen hatte) und noch deutlich bevor die ganzen Touristenmassen ankamen, haben wir drei Delfine direkt vorne am Steg gesehen. Umwerfend!

Die offizielle Fütterung war dann nur noch halb so interessant und außerdem ziemlich überlaufen.

Weiter ging’s und zwar nach Hamelin Pool, wo es die nächste faszinierenden Lebewesen zu sehen gab: Stromatoliten. Was das ist, kann niemand so schön erklären wie Bill Bryson, deshalb verweise ich auf sein Buch „Down Under“ bzw. den ungleich dämlicheren deutschen Titel „Frühstück mit Kängurus“ und zitiere mal kurz:

Stromatolithen sind nicht leicht zu beschreiben. Sie sind so primtiv, dass sie nicht einmal regelmäßige Formen bilden wie zum Beispiel Kristalle. Stromatolithen blubbern einfach nur vor sich hin. [,,,]

Aufregend ist also nicht das Äußere der Stromatolithen, sondern das, was man von ihnen weiß, und da sind sie einzigartig.Diese lebendigen, ruhig tätigen Steine sind nämlich Abkommen der allerersten Organismen, die je auf Erden exisiterten. Man erlebt die Welt, wie sie vor dreieinhalb Milliarden Jahren war. […]

(Bill Bryson: Down Under bzw. Frühstück mit Kängurus – habe ich übrigens als Buch und als Kindle-Version)

(Vielleicht tippe ich noch mehr ab, dann wird’s auch lustiger. Erstmal reicht das aber. Interessierte, die nicht bei Bryson nachlesen möchten, können ja googeln oder hier nachlesen.)

Ich hatte den Abschnitt auf Birtes Hinweis hin vorher schon mal in Barbaras Buch gelesen (ich habe sozusagen über Birte Barbaras Bill Bryson-Buch bekommen – bemerkenswert [Heinz Erhardt wäre stolz auf mich]) und somit waren wir zusammen mit den beiden Geologen Aled und Bastien super vorbereitet und haben Tourguide Duffy mit unserem Enthusiasmus erfreut. Spektakulär aussehen tun sie nämlich wirklich nicht:

Wenn man sich aber der Einzigartigkeit dieses Platzes und der immensen Bedeutung für unser Leben bewusst wird, läuft man, also ich, sehr andächtig an ihnen vorbei. Ich danke jedenfalls auch recht herzlich.

Zum Abschluss des tollen Tages haben wir dann in unserem Hostel noch eine Runde Giant Jenga gespielt. Großartig. Wenn ich mal eine Bar aufmachen, besorge ich mir das auch.

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West Coast Tour: Day 2 – Horrocks to Denham

06.07.13

Das geht ja gut los. Ich habe die Ansage für die Aufstehzeit irgendwie nicht so richtig verstanden (es kursierten aber auch mindestens drei verschiedene Zeiten), so dass mich der nette Bastien gegen 5.00h geweckt hat, damit ich in einer Viertelstunde pünktlich zur Abfahrt am Bus bin. Ich habe sogar noch Müsli, zwei Toasts und einen halben Kaffee geschafft. Trotzdem ist Stress am Morgen blöd. Der Grund, warum wir so früh losfuhren, war der hier:

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Außerdem wollten wir natürlich möglichst schnell im Kalbarri Nationalpark sein, um genug Zeit für Murchison Gorge, Z-Bend und Nature’s Window zu haben. Sehr sinnvoll:

Und wir konnten somit abends auch entspannt Shell Beach genießen, der aus schier unendlich vielen Muscheln besteht und von dem man, da Naturschutzgebiet, natürlich keine Muscheln mitnehmen darf. Niemals.

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Nach Ankunft und Dinner in Denham ging’s noch auf ein Bier in den westlichsten Pub Australiens, in dem noch ein paar Runden Dart gespielt wurde und offensichtlich wurde, dass Kopfrechnen in anderen Ländern anscheinend nicht so die große Rolle spielt wie in Deutschland. Wie war das nochmal mit Pisa?